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[.chapter] [%8] [#Gesundheit und Umwelt] [.article&image] Kraftwerk [&image:https://docs.bitbook.education/bit-books/schubert/schubert_erkundungen_b2/web-resources/images/pict0012-umwelt2-sw.jpg] [.chapter] [##Teil A] [.chapter] [###Gesundes Leben] [@leave.subject:Gesundes Leben] [@leave.context:personal] [.interview:bitmark--&image] [%A1a] [!Was könnte man alles für seine Gesundheit tun? Sammeln Sie sechs bis zehn Ideen.] [&image:https://docs.bitbook.education/bit-books/schubert/schubert_erkundungen_b2/web-resources/images/woman_getting_a_massage_uid_2-sw.png] [&image:https://docs.bitbook.education/bit-books/schubert/schubert_erkundungen_b2/web-resources/images/stethoscope_uid_13.png] === [!ausreichend schlafen, ...] === [.interview] [%A1b] [!Was tun Sie für Ihre Gesundheit? Berichten Sie.] === === [.essay:bitmark++] [%A2a] [!Strukturierung eines Vortrages] Sie sollen einen Vortrag zum Thema __Gesundes Leben__ vorbereiten. Erarbeiten Sie in Zweier- oder Dreiergruppen eine Struktur für den Vortrag. Nutzen Sie dazu unter anderem die angegebenen Redemittel. Ergänzen Sie dann inhaltliche Stichpunkte. Eine Vertreterin oder ein Vertreter der Gruppe hält den Vortrag im Plenum. |remark:Einleitung **Einleitung** ◇ Ich möchte heute über ... sprechen. ◇ Das Thema meines heutigen Vortrages ist ... ◇ Ich interessiere mich für das Thema .../beschäftige mich mit dem Thema ... schon sehr lange. |remark:Hauptteil **Hauptteil** ◇ Schon seit einigen Jahren .../Wenn man sich die Entwicklung genauer ansieht, muss man feststellen, ... ◇ Studien haben bewiesen, .../Experten weisen immer wieder darauf hin, ... ◇ Meiner Meinung nach .../Ich bin der Ansicht, dass ... ◇ Ich habe die Erfahrung gemacht, ... |remark:Schluss **Schluss** ◇ Das erfordert ein Umdenken. ◇ Wir sollten .../ Ich kann nur empfehlen, ... ◇ Abschließend möchte ich noch betonen, ... [.assignment:bitmark++] [%A2b] [! Strukturierung eines Vortrages Eine Vertreterin oder ein Vertreter der Gruppe hält den Vortrag im Plenum.] Erarbeiten Sie zunächst in Zweier- oder Dreiergruppen eine Struktur für den Vortrag. Nutzen Sie dazu unter anderem die angegebenen Redemittel. Ergänzen Sie dann inhaltliche Stichpunkte. Dann soll eine Vertreterin oder ein Vertreter der Gruppe den Vortrag im Plenum halten. |remark:Einleitung **Einleitung** ◇ Ich möchte heute über ... sprechen. ◇ Das Thema meines heutigen Vortrages ist ... ◇ Ich interessiere mich für das Thema .../beschäftige mich mit dem Thema ... schon sehr lange. |remark:Hauptteil **Hauptteil** ◇ Schon seit einigen Jahren .../Wenn man sich die Entwicklung genauer ansieht, muss man feststellen, ... ◇ Studien haben bewiesen, .../Experten weisen immer wieder darauf hin, ... ◇ Meiner Meinung nach .../Ich bin der Ansicht, dass ... ◇ Ich habe die Erfahrung gemacht, ... |remark:Schluss **Schluss** ◇ Das erfordert ein Umdenken. ◇ Wir sollten .../ Ich kann nur empfehlen, ... ◇ Abschließend möchte ich noch betonen, ... [.cloze-solution-grouped&image] [%A3] [!Wie gesund leben wir? Lesen Sie den Text und ergänzen Sie die fehlenden Nomen.] [&image:https://docs.bitbook.education/bit-books/schubert/schubert_erkundungen_b2/web-resources/images/burger_essen.png] Bluthochdruck, Übergewicht, mangelnde Bewegung, Rauchen, falsche Ernährung und übermäßiger Alkoholkonsum: Das sind die sechs wichtigsten [_Risikofaktoren][@example], die fast alle Zivilisationskrankheiten beeinflussen. Dazu gehören [_Erkrankungen][%1] des Herzens, Krebs, Schlaganfall und Diabetes. Nach vielen [_Untersuchungen][%2] ist wissenschaftlich belegt: Durch eine bewusste [_Lebensweise][%3] lassen sich viele Krankheiten verhindern. Die Fakten sprechen also für sich: Jeder sollte sich gesund und ausgewogen ernähren, ausreichend bewegen, [_Übergewicht][%4] vermeiden, auf Blutdruck und Cholesterinwerte achten, auf Nikotin und [_Alkohol][%5] verzichten. Das schützt nicht nur vor Gefäßkrankheiten, sondern auch vor Krebs: Allein durch die [_Veränderung][%6] des Lebensstils und regelmäßige Arztbesuche könnte die Anzahl der Krebserkrankungen um bis zu zwei Drittel sinken, sagen Experten. Obwohl diese Regeln so einfach klingen, fällt ihre [_Umsetzung][%7] vielen Menschen schwer. Fast jeder zweite Deutsche wiegt einige Kilos zu viel und sitzt im [_Durchschnitt][%8] während seines Arbeitslebens 80 000 Stunden im Büro – das sind mehr als neun Jahre. 30 Prozent der deutschen Erwachsenen sind körperlich kaum aktiv. [.interview:bitmark++&image] [%A4a] [!Textarbeit Beantworten Sie die Fragen zum Text.] [&image:https://docs.bitbook.education/bit-books/schubert/schubert_erkundungen_b2/web-resources/images/p1000713_-_gesundheit.png] Wie gesund leben wir? |remark Bluthochdruck, Übergewicht, mangelnde Bewegung, Rauchen, falsche Ernährung und übermäßiger Alkoholkonsum: Das sind die sechs wichtigsten Risikofaktoren, die fast alle Zivilisationskrankheiten beeinflussen. Dazu gehören Erkrankungen des Herzens, Krebs, Schlaganfall und Diabetes. Nach vielen Untersuchungen ist wissenschaftlich belegt: Durch eine bewusste Lebensweise lassen sich viele Krankheiten verhindern. Die Fakten sprechen also für sich: Jeder sollte sich gesund und ausgewogen ernähren, ausreichend bewegen, Übergewicht vermeiden, auf Blutdruck und Cholesterinwerte achten, auf Nikotin und Alkohol verzichten. Das schützt nicht nur vor Gefäßkrankheiten, sondern auch vor Krebs: Allein durch die Veränderung des Lebensstils und regelmäßige Arztbesuche könnte die Anzahl der Krebserkrankungen um bis zu zwei Drittel sinken, sagen Experten. Obwohl diese Regeln so einfach klingen, fällt ihre Umsetzung vielen Menschen schwer. Fast jeder zweite Deutsche wiegt einige Kilos zu viel und sitzt im Durchschnitt während seines Arbeitslebens 80 000 Stunden im Büro – das sind mehr als neun Jahre. 30 Prozent der deutschen Erwachsenen sind körperlich kaum aktiv. === 1. Nennen Sie einige wichtige Risikofaktoren, die Krankheiten auslösen können.[@shortAnswer] === 2. Was sind Zivilisationskrankheiten? Nennen Sie Beispiele.[@shortAnswer] === 3. Lassen sich Zivilisationskrankheiten vermeiden? Wenn ja, wie?[@shortAnswer] === 4. Was wird über das Körpergewicht der Deutschen im Text gesagt?[@shortAnswer] === 5. Bewegen sich die deutschen Erwachsenen genug?[@shortAnswer] === [.interview] [%A4b] [!Bilden Sie mit den Stichpunkten Sätze. Achten Sie auf den Satzbau und eventuell fehlende Präpositionen.] === [%1]Bluthochdruck + mangelnde Bewegung – Risikofaktoren – unsere Gesundheit – gehören[@shortAnswer] [$Bluthochdruck und mangelnde Bewegung gehören zu den Risikofaktoren für unsere Gesundheit.] === [%2]Krankheiten – bewusste Lebensweise – verhindern – lassen[@shortAnswer] [$Krankheiten lassen sich durch bewusste Lebensweise verhindern.] === [%3]Nikotin + Alkohol – man – verzichten – sollen[@shortAnswer] [$Man sollte auf Nikotin und Alkohol verzichten.] === [%4]man – seine Cholesterinwerte – auch – achten – sollen[@shortAnswer] [$Man sollte auch auf seine Cholesterinwerte achten.] === [%5]Zahl, Krebserkrankungen – regelmäßige Arztbesuche – senken – können[@shortAnswer] [$Regelmäßige Arztbesuche können die Zahl der Krebserkrankungen senken.] === [%6]viele Menschen – Umsetzung, Regeln – schwerfallen[@shortAnswer] [$Vielen Menschen fällt die Umsetzung der Regeln schwer.] === [%7]Hälfte, Deutsche – Durchschnitt – Arbeitsleben – 80 000 Stunden – Büro – sitzen[@shortAnswer] [$Die Hälfte der Deutschen sitzt im Durchschnitt während des Arbeitslebens 80 000 Stunden im Büro.] === [%8]30 Prozent, deutsche Erwachsene – keine ausreichende Bewegung – haben[@shortAnswer] [$30 Prozent der deutschen Erwachsenen haben keine ausreichende Bewegung.] === [.interview:bitmark--&image] [%A5] [!Ordnen Sie die vorgegebenen Wörter und Wendungen den Überschriften „gesunde“ bzw. „ungesunde Lebensweise“ zu und ergänzen Sie die Liste mit eigenen Angaben.] [&image:https://docs.bitbook.education/bit-books/schubert/schubert_erkundungen_b2/web-resources/images/menschen_11441.png] zu viel naschen ◇ abwechslungsreiche Kost ◇ maßlos essen ◇ im Naturkostladen einkaufen ◇ täglich mehrere kleine Mahlzeiten zu sich nehmen ◇ frische Zutaten verwenden ◇ zu wenig schlafen ◇ täglich in die Imbissstube gehen ◇ rauchen ◇ Obst statt Sahnetorte essen ◇ beim Kochen auf Vitamine und Nahrungsvielfalt achten ◇ sich wenig bewegen ◇ große Portionen verdrücken ◇ regelmäßig Sport treiben ◇ zu viel Alkohol trinken ◇ sich selbst unter Druck setzen === **gesunde Lebensweise**[@shortAnswer] [$abwechslungsreiche Kost – im Naturkostladen einkaufen – täglich mehrere kleine Mahlzeiten zu sich nehmen – frische Zutaten verwenden – Obst statt Sahnetorte essen – beim Kochen auf Vitamine und Nahrungsvielfalt achten – regelmäßig Sport treiben] === **ungesunde Lebensweise**[@shortAnswer] [$zu viel naschen – maßlos essen – zu wenig schlafen – täglich in die Imbissstube gehen – rauchen – sich wenig bewegen – große Portionen verdrücken – zu viel Alkohol trinken – sich selbst unter Druck setzen] === [.assignment:bitmark++] [%A6a] [!Unerwartete Folgen: Konzessiangaben Lesen Sie die folgenden Beispielsätze.] |image:https://docs.bitbook.education/bit-books/schubert/schubert_erkundungen_b2/web-resources/images/fast-food.png| |image:https://docs.bitbook.education/bit-books/schubert/schubert_erkundungen_b2/web-resources/images/gesund_1.png| **Konzessivangaben** • **Obwohl** diese Regeln so einfach __klingen__, fällt ihre Umsetzung vielen Menschen schwer. ➔ Subjunktionen • Diese Regeln klingen so einfach, **trotzdem/dennoch** __fällt__ ihre Umsetzung vielen Menschen schwer. Diese Regeln klingen so einfach, ihre Umsetzung __fällt__ vielen Menschen **trotzdem/dennoch** schwer. ➔ Konjunktionaladverbien • Diese Regeln klingen **zwar** einfach, **aber** ihre Umsetzung __fällt__ vielen Menschen schwer. ➔ Konjunktion [.match:bitmark--] [%A6b] [!Bilden Sie Sätze wie im Beispiel.] === [%◇]Bewegung ist gut für die Gesundheit. – Viele Menschen sitzen nur im Büro. == a)__Obwohl__ Bewegung gut für die Gesundheit ist, sitzen viele Menschen nur im Büro.[@example][@longAnswer] === == b) Bewegung ist gut für die Gesundheit, __trotzdem/dennoch__ sitzen viele Menschen nur im Büro.[@example][@longAnswer] === == c) Bewegung ist zwar gut für die Gesundheit, __aber__ viele Menschen sitzen nur im Büro.[@example][@longAnswer] === [%1]Die negativen Folgen für die Gesundheit sind bewiesen. – Manche Leute können nicht auf Zigaretten verzichten. [!a)] == Obwohl die negativen Folgen für die Gesundheit bewiesen sind, können manche Leute nicht auf Zigaretten verzichten. === [!b)] == Die negativen Folgen für die Gesundheit sind bewiesen, dennoch können manche Leute nicht auf Zigaretten verzichten. === [!c)] == Die negativen Folgen für die Gesundheit sind zwar bewiesen, aber manche Leute können nicht auf Zigaretten verzichten. === [%2]Fast Food enthält viel Fett. – Es ist bei Kindern sehr beliebt. [!a)] == Obwohl Fast Food viel Fett enthält, ist es bei Kindern sehr beliebt. === [!b)] == Fast Food enthält viel Fett, trotzdem ist es bei Kindern sehr beliebt. === [!c)] == Fast Food enthält zwar viel Fett, aber es ist bei Kindern sehr beliebt. === [%3]Viele Leute werden durch ungesunde Lebensweise krank. – Sie ändern ihren Lebensstil nicht. [!a)] == Obwohl viele Leute durch ungesunde Lebensweise krank werden, ändern sie ihren Lebensstil nicht. === [!b)] == Viele Leute werden durch ungesunde Lebensweise krank, dennoch ändern sie ihren Lebensstil nicht. === [!c)] == Viele Leute werden durch ungesunde Lebensweise zwar krank, aber sie ändern ihren Lebensstil nicht. === [%4]Martina arbeitet täglich bis zu zehn Stunden. – Sie kocht jeden Abend mit frischen Zutaten. [!a)] == Obwohl Martina täglich bis zu zehn Stunden arbeitet, kocht sie jeden Abend mit frischen Zutaten. === [!b)] == Martina arbeitet täglich bis zu zehn Stunden, trotzdem kocht sie jeden Abend mit frischen Zutaten. === [!c)] == Martina arbeitet zwar täglich bis zu zehn Stunden, aber sie kocht jeden Abend mit frischen Zutaten. === [.internal-link] [!Zusatzübungen zu Konzessivangaben ➔ Teil C][►kapitel8c] [.chapter] [###Gesundheitliche Probleme] [@leave.subject:Gesundheitliche Probleme] [@leave.context:personal] [.interview:bitmark--] [%A7] [!Interview: Gesundheit Fragen Sie zwei Gesprächspartnerinnen oder Gesprächspartner, machen Sie sich Notizen und berichten Sie.] === **Name**[@shortAnswer] === Haben Sie Ihrer Meinung nach einen guten Hausarzt?[@shortAnswer] === Vor welchem Arzt haben Sie Angst?[@shortAnswer] === Welches Arzneimittel haben Sie immer zu Hause?[@shortAnswer] === Interessieren Sie sich für sogenannte __Medizinische Ratgeber__ in den Medien? Wenn ja, für welche?[@shortAnswer] === Haben Sie selbst schon mal jemandem einen medizinischen Rat gegeben? Wenn ja, welchen?[@shortAnswer] === Haben Sie schon einmal eine alternative Heilmethode ausprobiert?[@shortAnswer] === **Name**[@shortAnswer] === Haben Sie Ihrer Meinung nach einen guten Hausarzt?[@shortAnswer] === Vor welchem Arzt haben Sie Angst?[@shortAnswer] === Welches Arzneimittel haben Sie immer zu Hause?[@shortAnswer] === Interessieren Sie sich für sogenannte __Medizinische Ratgeber__ in den Medien? Wenn ja, für welche?[@shortAnswer] === Haben Sie selbst schon mal jemandem einen medizinischen Rat gegeben? Wenn ja, welchen?[@shortAnswer] === Haben Sie schon einmal eine alternative Heilmethode ausprobiert?[@shortAnswer] === [.assignment:bitmark--&image] [%A8] [!Auch berühmte Menschen werden krank. Lesen Sie den folgenden Text.] [&image:https://docs.bitbook.education/bit-books/schubert/schubert_erkundungen_b2/web-resources/images/marcel_proust_1900.jpg] [&article: **Das Leiden des Marcel Proust** Während seine Schriften von Logik und Präzision, von heiterer Gelassenheit und bisweilen sogar Weisheit zeugen, führte er ein von entsetzlichem physischen und psychischen Leid geprägtes Leben. Zwar würde mancher sicherlich gern eine Proustsche Haltung zum Leben einnehmen, doch kein vernünftiger Mensch würde wohl im Ernst so leben wollen wie Proust“, schrieb Alain de Botton in einem Buch über Marcel Proust. Hier ist ein kleiner Auszug aus einer langen Liste seiner Leiden: **Asthma**: Erste Anfälle mit zehn, weiter bis an sein Lebensende. Sie sind außerordentlich heftig und dauern bis zu einer Stunde bis zu zehnmal täglich. Da die meisten tagsüber auftreten, wird Proust zum Nachtmenschen; er geht um sieben Uhr morgens zu Bett und steht zwischen vier und fünf Uhr nachmittags auf. Es ist ihm nahezu unmöglich, das Haus zu verlassen, vor allem im Sommer, und wenn, dann nur im Schutze einer verdunkelten Droschke. Die Fenster und Vorhänge in seiner Wohnung sind Tag und Nacht geschlossen, er sieht weder Sonne noch atmet er frische Luft oder treibt Sport. **Empfindliche Haut**: Er verträgt weder Seife noch Creme oder Parfüm. Er wäscht sich mit feingewebten feuchten Handtüchern und tupft sich mit frischem Leinen trocken [%ein normaler Waschvorgang erfordert etwa zwanzig Handtücher, die auf Prousts ausdrückliche Anweisung in die einzige Pariser Wäscherei gebracht werden, die hautfreundliches Waschpulver benutzt). Er gelangt zu dem Schluss, dass ältere Kleider für ihn besser seien als neue und hängt sehr an alten Schuhen und Taschentüchern. **Kälte**: Er friert ständig. Selbst im Hochsommer geht er nur in Mantel und mit vier Pullovern aus dem Haus. Wenn er eine Soiree besucht, behält er seinen Pelzmantel an. Trotzdem sind seine Hände eiskalt, wie seine Gastgeber erstaunt feststellen. Aus Angst vor einer Rauchvergiftung lässt er sein Zimmer nur notdürftig beheizen und hält sich mittels Wärmflaschen und Wollpullovern warm. Deshalb ist er oft erkältet, und ihm läuft ständig die Nase. Am Ende eines Briefes an Reynaldo Hahn klagt er, dass er sich beim Schreiben achtunddreißigmal die Nase habe putzen müssen. Der Brief ist drei Seiten lang. **Höhenangst**: Als er nach einem Besuch bei seinem Onkel in Versailles nach Paris zurückkehrt, wird Proust von Unwohlsein befallen und ist nicht mehr in der Lage, die Treppen zu seiner Wohnung hinaufzusteigen. In einem Brief an seinen Onkel führt er dies später auf den Höhenunterschied zurück, der ihm zu schaffen gemacht habe. Versailles liegt dreiundachtzig Meter höher als Paris. **Betten**: In sein Bett ist er ganz vernarrt, er verbringt die meiste Zeit darin und macht es zu Schreibtisch und Arbeitszimmer in einem. Dient ihm das Bett als Schutz gegen die Grausamkeit der Welt? „Wenn man Kummer hat, tut es so wohl, in die Wärme seines Bettes zu sinken, ja selbst den Kopf unter die Decke zu stecken, um sich dort bar jeder Anstrengung und jeden Widerstands ganz dem Klagen hinzugeben, ächzend wie Zweige im Herbstwind.“ [@reference: Die Leiden des Marcel Proust. Aus: A. de Botton: Wie Proust Ihr Leben verändern kann. Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt/M. 2000] [.match:bitmark++&image] [%A9a] [!Textarbeit Welche Folgen hatten für Marcel Proust:] [&image:https://docs.bitbook.education/bit-books/schubert/schubert_erkundungen_b2/web-resources/images/asthmaspray.png] === ◇ sein Asthma == [$Proust leidet tagsüber unter heftigen Asthmaanfällen, bis zu zehnmal am Tag. Dadurch wird er zum Nachtmenschen. Er verlässt kaum noch das Haus, meidet Licht, Sonne und Sport. ] === ◇ seine empfindliche Haut == [$Proust verträgt keine Seife, keine Creme, kein Parfüm. Er trocknet sich nur mit Handtüchern ab, die in einer besonderen Wäscherei gewaschen werden. Er trägt nur alte Kleider und Schuhe, weil er meint, die seien besser für ihn. ] === ◇ sein ständiges Frieren == [$Proust geht nur warm angezogen (mit Mantel und vier Pullovern) aus dem Haus. Auch in Räumen behält er seinen Mantel an. Er hat immer kalte Hände. Da er trotz Kälte seine Wohnung nur notdürftig beheizt, ist er oft erkältet. ] === ◇ seine Höhenangst == [$Er empfindet ein starkes Unwohlsein, nachdem er seinen Onkel in Versailles besucht hatte, was nur 83 Meter höher liegt als Paris. ] === ◇ seine Vorliebe für sein Bett == [$Er verbringt die meiste Zeit im Bett, er arbeitet auch darin.] === Lesen Sie den folgenden Text: |remark **Das Leiden des Marcel Proust** Während seine Schriften von Logik und Präzision, von heiterer Gelassenheit und bisweilen sogar Weisheit zeugen, führte er ein von entsetzlichem physischen und psychischen Leid geprägtes Leben. Zwar würde mancher sicherlich gern eine Proustsche Haltung zum Leben einnehmen, doch kein vernünftiger Mensch würde wohl im Ernst so leben wollen wie Proust“, schrieb Alain de Botton in einem Buch über Marcel Proust. Hier ist ein kleiner Auszug aus einer langen Liste seiner Leiden: **Asthma**: Erste Anfälle mit zehn, weiter bis an sein Lebensende. Sie sind außerordentlich heftig und dauern bis zu einer Stunde bis zu zehnmal täglich. Da die meisten tagsüber auftreten, wird Proust zum Nachtmenschen; er geht um sieben Uhr morgens zu Bett und steht zwischen vier und fünf Uhr nachmittags auf. Es ist ihm nahezu unmöglich, das Haus zu verlassen, vor allem im Sommer, und wenn, dann nur im Schutze einer verdunkelten Droschke. Die Fenster und Vorhänge in seiner Wohnung sind Tag und Nacht geschlossen, er sieht weder Sonne noch atmet er frische Luft oder treibt Sport. **Empfindliche Haut**: Er verträgt weder Seife noch Creme oder Parfüm. Er wäscht sich mit feingewebten feuchten Handtüchern und tupft sich mit frischem Leinen trocken (ein normaler Waschvorgang erfordert etwa zwanzig Handtücher, die auf Prousts ausdrückliche Anweisung in die einzige Pariser Wäscherei gebracht werden, die hautfreundliches Waschpulver benutzt). Er gelangt zu dem Schluss, dass ältere Kleider für ihn besser seien als neue und hängt sehr an alten Schuhen und Taschentüchern. **Kälte**: Er friert ständig. Selbst im Hochsommer geht er nur in Mantel und mit vier Pullovern aus dem Haus. Wenn er eine Soiree besucht, behält er seinen Pelzmantel an. Trotzdem sind seine Hände eiskalt, wie seine Gastgeber erstaunt feststellen. Aus Angst vor einer Rauchvergiftung lässt er sein Zimmer nur notdürftig beheizen und hält sich mittels Wärmflaschen und Wollpullovern warm. Deshalb ist er oft erkältet, und ihm läuft ständig die Nase. Am Ende eines Briefes an Reynaldo Hahn klagt er, dass er sich beim Schreiben achtunddreißigmal die Nase habe putzen müssen. Der Brief ist drei Seiten lang. **Höhenangst**: Als er nach einem Besuch bei seinem Onkel in Versailles nach Paris zurückkehrt, wird Proust von Unwohlsein befallen und ist nicht mehr in der Lage, die Treppen zu seiner Wohnung hinaufzusteigen. In einem Brief an seinen Onkel führt er dies später auf den Höhenunterschied zurück, der ihm zu schaffen gemacht habe. Versailles liegt dreiundachtzig Meter höher als Paris. **Betten**: In sein Bett ist er ganz vernarrt, er verbringt die meiste Zeit darin und macht es zu Schreibtisch und Arbeitszimmer in einem. Dient ihm das Bett als Schutz gegen die Grausamkeit der Welt? „Wenn man Kummer hat, tut es so wohl, in die Wärme seines Bettes zu sinken, ja selbst den Kopf unter die Decke zu stecken, um sich dort bar jeder Anstrengung und jeden Widerstands ganz dem Klagen hinzugeben, ächzend wie Zweige im Herbstwind.“ [.match-solution-grouped] [%A9b] [!Ordnen Sie die passenden Verben zu.] === [%1]unter Asthmaanfällen == leiden === [%2]keinen Sport == treiben === [%3]die Vorhänge == schließen === [%4]sich mit frischem Leinen == trocken tupfen === [%5]hautfreundliches Waschpulver == benutzen === [%6]an alten Schuhen == hängen === [%7]nur im Mantel aus dem Haus == gehen === [%8]sein Zimmer notdürftig == beheizen === [%9]sich mehrmals die Nase == putzen === [%10]Unwohlsein auf den Höhenunterschied == zurückführen === [%11]seine Zeit im Bett == verbringen === [%12]den Kopf unter die Decke == stecken === [%13]sich ganz dem Klagen == hingeben === [.interview&image] [%A10a] [&image:https://docs.bitbook.education/bit-books/schubert/schubert_erkundungen_b2/web-resources/images/gesund.png] [!Berichten Sie. Was tun Sie, wenn Sie sich krank fühlen, z. B. ...] === ◇ bei einer Erkältung (Husten, Schnupfen)?[@shortAnswer] === ◇ bei einer fiebrigen Grippe?[@shortAnswer] === ◇ bei Kopfschmerzen?[@shortAnswer] === ◇ bei Rücken- oder Nackenschmerzen?[@shortAnswer] === ◇ bei Muskelkater?[@shortAnswer] === Kennen Sie ein altes Hausmittel, das Sie weiterempfehlen können? ◇ bei Kopfschmerzen? Beispiel: Bei Kopfschmerzen hilft es, wenn man heißes Wasser trinkt. [.cloze-solution-grouped:bitmark--&image] [%A11] [!Hausrezepte Ergänzen Sie in dem Text die fehlenden Nomen.] [&image:https://docs.bitbook.education/bit-books/schubert/schubert_erkundungen_b2/web-resources/images/krank-neu.png] **Omas Hausmittel** Alte Hausmittel erfreuen sich immer größerer [_Beliebtheit][%1]. Auch die Forschung hat die alten [_Heilmethoden][%2] wiederentdeckt. So werden überlieferte Hausmittel jetzt medizinisch überprüft und ausgewertet. So manche Geheimtipps unserer Mütter und Großmütter gegen Erkältungen sind inzwischen auch in der [_Schulmedizin][%3] eingeführt. Es gibt unzählige Hausmittel gegen Grippe, Erkältungen und [_Schmerzen][%4]. Gegen Fieber zum Beispiel helfen Wadenwickel. Man taucht zwei Tücher in lauwarmes [_Wasser][%5], wringt sie aus und wickelt sie um die Waden. Darüber kommt ein dickes Frotteehandtuch. Das Ganze lässt man zehn bis fünfzehn [_Minuten][%6] kühlen. Anschließend werden die Tücher erneut nass gemacht und der Vorgang wird dreimal wiederholt. Bei Ohrenschmerzen kann man eine Zwiebel in [_Würfel][%7] hacken und in ein Taschentuch legen. Die Zwiebel wird etwas zerdrückt, bis sich der Saft im Tuch festsetzt, das Tuch wird dann etwa 30 Minuten auf das kranke Ohr gelegt. Bei Schnupfen und Husten sollte man ein Kamillendampfbad machen. Dabei werden getrocknete [_Kamillenblüten][%8] in eine Schüssel gegeben und mit kochendem Wasser übergossen. Unter einem Badehandtuch kann man dann die heißen [_Dämpfe][%9] inhalieren. [.interview&image] [%A12] [!Beschreiben Sie die nebenstehende Grafik.] [&image:https://docs.bitbook.education/bit-books/schubert/schubert_erkundungen_b2/web-resources/images/smiling_doctor_holding_clipboard_uid_2.png] [&image:https://docs.bitbook.education/bit-books/schubert/schubert_erkundungen_b2/web-resources/images/glo-011538_sz.png] === === [.essay] [%A13] [!Berichten Sie mündlich oder schriftlich.] Wie ist die ärztliche Versorgung in Ihrem Heimatland? ◇ Zu wem geht man, wenn man ein gesundheitliches Problem hat? ◇ Wo ist man krankenversichert? ◇ Gibt es Wartezeiten für Operationen oder wenn man einen Termin bei einem Spezialisten haben möchte? ◇ Gibt es Unterschiede zwischen Stadt und Land? Mit wem (außer dem Arzt) spricht man in Ihrem Heimatland über Krankheiten? Welchen Stellenwert haben in Ihrem Heimatland und für Sie persönlich alternative Heilmethoden (Akupunktur, homöopathische Heilmethoden usw.)? [.chapter] [###Gesunde Ernährung] [@leave.context:personal] [@leave.subject:Gesunde Ernährung] [.interview&image] [%A14] [!Berichten Sie.] [&image:https://docs.bitbook.education/bit-books/schubert/schubert_erkundungen_b2/web-resources/images/seite_215.png] === Ernähren Sie sich gesund? Wenn ja, wie? Wenn nein, warum nicht?[@shortAnswer] === Was sind Ihrer Meinung nach gesunde Lebensmittel? Welche Lebensmittel sollte man wenig oder gar nicht essen?[@shortAnswer] === [.interview:bitmark--&image] [%A15] [!Lesen Sie den Text. Infomieren Sie sich vor dem Lesen über die Bedeutung der Wörter __"gesättigte und ungesättigte Fettsäuren"__ und __"Herzinfarkt"__:] === **Bedeutung folgender Wörter:** gesättigte/ungesättigte Fettsäuren:[@shortAnswer] === Herzinfarkt:[@shortAnswer] === [&image:https://docs.bitbook.education/bit-books/schubert/schubert_erkundungen_b2/web-resources/images/apfel-foto-sw.png] **Gesunde Ernährung** Unsere Essgewohnheiten sind manchmal merkwürdig, ja beinahe absurd. Damit wir diese Absurdität begreifen, sollten wir uns folgende Fragen stellen: Was wäre, wenn eine wissenschaftliche Studie mit sicheren Daten beweisen würde, dass Hamburger und Pommes frites gesünder wären als Salat mit Olivenöl und Putenbrust? Wie würden wir als gesundheitsbewusste Esser reagieren? Würden wir unsere Gewohnheiten aufgeben und statt eines Salates zum Mittagessen einen Hamburger verspeisen? Was wäre, wenn uns Monat für Monat Zeitungsartikel erklären würden, wie schädlich Olivenöl sei und wie gesund eine Portion Pommes? Würde der Salat dann noch irgendjemandem schmecken? Täglich wählen viele Menschen ihr Essen nach Ernährungsweisheiten, die sie in den Medien gehört oder gelesen haben. Denken wir nur an die Forschungsergebnisse von Ernährungsexperten in den 1960er-Jahren, in denen es hieß, Butter und Eier seien Gift für die Blutgefäße, Margarine hingegen schütze die Menschen vor Herzinfarkt. Inzwischen ist erwiesen, dass der Einfluss von Butter und Eiern auf das Herzinfarktrisiko äußerst gering ist und dass Margarine durch die bei der Herstellung entstehenden Transfettsäuren sogar besonders schädlich ist. Moderne Ernährungskonzepte setzen längst nicht mehr auf das sture Vermeiden von Cholesterin. Eher sollte man tierische Fette reduzieren und mehr ungesättigte Fettsäuren aus Pflanzenölen zu sich nehmen. Doch auch die populäre „Mittelmeerdiät“, die auf dieser Theorie basiert, musste nach genauerer Prüfung revidiert werden. Denn im viel gepriesenen Olivenöl finden sich in erster Linie einfach ungesättigte Fettsäuren, die sich in gezielten Untersuchungen für die Gesundheit des Herzens als bedeutungslos herausstellten. Als wahrhaft herzgesunde Fette wurden dann die mehrfach ungesättigten Fettsäuren, die zum Beispiel in Sonnenblumenöl vorkommen, ins Licht der Öffentlichkeit gerückt. Aber damit ist die Geschichte in Sachen Herz und Fett immer noch nicht zu Ende. Denn nach neuesten Erkenntnissen sind die „Omega-3-Fettsäuren“, die man zum Beispiel im Lachs findet, die beste Medizin gegen Herzinfarkte. Das ist der derzeit gültige Stand der Ernährungswissenschaft. Doch für wie lange? Das Muster ist immer das Gleiche: In einem Jahr wird ein bestimmter Nährstoff als lebensverlängernd entdeckt, im nächsten Jahr wird er nicht mehr erwähnt oder es wird gar das Gegenteil bewiesen. Wer soll da noch den Überblick behalten? Studien zeigen jedoch deutlich, dass Menschen, die sich tendenziell gesund ernähren, länger leben. Und da es keinen Artikel über gesunde Ernährung ohne eine Botschaft gibt, hier die gesicherten Wahrheiten: 1. Essen Sie weniger und bewegen Sie sich mehr – über den Nutzwert sind sich alle Experten einig. 2. Essen Sie reichlich Obst und Gemüse. Das ist ein Ratschlag, über den immer noch weitgehend Einigkeit herrscht. 3. Essen Sie stark verarbeitete Lebensmittel nicht in großen Mengen. Leicht verdauliche Speisen aus Weizenmehl und Zucker können dazu verleiten, zu viel zu essen. 4. Misstrauen Sie industriell hergestellten Lebensmitteln, die mit einzelnen besonders gesunden Inhaltsstoffen werben. Vertrauen Sie althergebrachter und naturbelassener Nahrung – sie hat sich schon länger bewährt und Ihr Körper ist daran angepasst. 5. Nehmen Sie Punkt 1 bis 4 nicht allzu ernst. Achten Sie lieber darauf, was Ihnen persönlich besonders gut bekommt. Folgen Sie Ihren Vorlieben und versuchen Sie, Ihre Körpersignale wie das Sättigungsgefühl wieder wahrzunehmen. Vergessen Sie einzelne Nährstoffe – und genießen Sie einfach Ihre nächste Mahlzeit! [@reference: Hilfe, was soll ich essen? P.M. 6/2007 (Birgit Herden). Credit: B. Herden/PM/Picture Press] [.true-false:bitmark++] [%A16a] [@labelTrue:richtig][@labelFalse:falsch] [!Textarbeit Was empfiehlt der Autor des Textes? Kreuzen Sie an, ob die Aussagen richtig oder falsch sind.] Der Autor empfiehlt, richtig === [-1. sich regelmäßig in den Medien über neue Ergebnisse der Ernährungsforschung zu informieren.] === [-2. auf Butter und Eier beim Essen zu verzichten.] === [+3. sich mehr zu bewegen und weniger zu essen.] === [-4. sich in seiner Ernährung an den neuesten Forschungsergebnissen zu orientieren.] === [-5. keinen Alkohol zu trinken und nicht zu rauchen.] === [+6. beim Essen auf den eigenen Körper zu hören.] === [+7. ökologisch hergestellte Produkte zu bevorzugen.] === [+8. sich über das Essen nicht so viele Gedanken zu machen.] === **Gesunde Ernährung** |remark:Gesunde Ernährung Unsere Essgewohnheiten sind manchmal merkwürdig, ja beinahe absurd. Damit wir diese Absurdität begreifen, sollten wir uns folgende Fragen stellen: Was wäre, wenn eine wissenschaftliche Studie mit sicheren Daten beweisen würde, dass Hamburger und Pommes frites gesünder wären als Salat mit Olivenöl und Putenbrust? Wie würden wir als gesundheitsbewusste Esser reagieren? Würden wir unsere Gewohnheiten aufgeben und statt eines Salates zum Mittagessen einen Hamburger verspeisen? Was wäre, wenn uns Monat für Monat Zeitungsartikel erklären würden, wie schädlich Olivenöl sei und wie gesund eine Portion Pommes? Würde der Salat dann noch irgendjemandem schmecken? Täglich wählen viele Menschen ihr Essen nach Ernährungsweisheiten, die sie in den Medien gehört oder gelesen haben. Denken wir nur an die Forschungsergebnisse von Ernährungsexperten in den 1960er-Jahren, in denen es hieß, Butter und Eier seien Gift für die Blutgefäße, Margarine hingegen schütze die Menschen vor Herzinfarkt. Inzwischen ist erwiesen, dass der Einfluss von Butter und Eiern auf das Herzinfarktrisiko äußerst gering ist und dass Margarine durch die bei der Herstellung entstehenden Transfettsäuren sogar besonders schädlich ist. Moderne Ernährungskonzepte setzen längst nicht mehr auf das sture Vermeiden von Cholesterin. Eher sollte man tierische Fette reduzieren und mehr ungesättigte Fettsäuren aus Pflanzenölen zu sich nehmen. Doch auch die populäre „Mittelmeerdiät“, die auf dieser Theorie basiert, musste nach genauerer Prüfung revidiert werden. Denn im viel gepriesenen Olivenöl finden sich in erster Linie einfach ungesättigte Fettsäuren, die sich in gezielten Untersuchungen für die Gesundheit des Herzens als bedeutungslos herausstellten. Als wahrhaft herzgesunde Fette wurden dann die mehrfach ungesättigten Fettsäuren, die zum Beispiel in Sonnenblumenöl vorkommen, ins Licht der Öffentlichkeit gerückt. Aber damit ist die Geschichte in Sachen Herz und Fett immer noch nicht zu Ende. Denn nach neuesten Erkenntnissen sind die „Omega-3-Fettsäuren“, die man zum Beispiel im Lachs findet, die beste Medizin gegen Herzinfarkte. Das ist der derzeit gültige Stand der Ernährungswissenschaft. Doch für wie lange? Das Muster ist immer das Gleiche: In einem Jahr wird ein bestimmter Nährstoff als lebensverlängernd entdeckt, im nächsten Jahr wird er nicht mehr erwähnt oder es wird gar das Gegenteil bewiesen. Wer soll da noch den Überblick behalten? Studien zeigen jedoch deutlich, dass Menschen, die sich tendenziell gesund ernähren, länger leben. Und da es keinen Artikel über gesunde Ernährung ohne eine Botschaft gibt, hier die gesicherten Wahrheiten: 1. Essen Sie weniger und bewegen Sie sich mehr – über den Nutzwert sind sich alle Experten einig. 2. Essen Sie reichlich Obst und Gemüse. Das ist ein Ratschlag, über den immer noch weitgehend Einigkeit herrscht. 3. Essen Sie stark verarbeitete Lebensmittel nicht in großen Mengen. Leicht verdauliche Speisen aus Weizenmehl und Zucker können dazu verleiten, zu viel zu essen. 4. Misstrauen Sie industriell hergestellten Lebensmitteln, die mit einzelnen besonders gesunden Inhaltsstoffen werben. Vertrauen Sie althergebrachter und naturbelassener Nahrung – sie hat sich schon länger bewährt und Ihr Körper ist daran angepasst. 5. Nehmen Sie Punkt 1 bis 4 nicht allzu ernst. Achten Sie lieber darauf, was Ihnen persönlich besonders gut bekommt. Folgen Sie Ihren Vorlieben und versuchen Sie, Ihre Körpersignale wie das Sättigungsgefühl wieder wahrzunehmen. Vergessen Sie einzelne Nährstoffe – und genießen Sie einfach Ihre nächste Mahlzeit! [@reference: Hilfe, was soll ich essen? P.M. 6/2007 (Birgit Herden). Credit: B. Herden/PM/Picture Press] [.essay:bitmark++] [%A16b] [!Lesen Sie den Text Was empfehlen Sie? Formulieren Sie fünf Empfehlungen.] x |remark:Gesunde Ernährung **Gesunde Ernährung** Unsere Essgewohnheiten sind manchmal merkwürdig, ja beinahe absurd. Damit wir diese Absurdität begreifen, sollten wir uns folgende Fragen stellen: Was wäre, wenn eine wissenschaftliche Studie mit sicheren Daten beweisen würde, dass Hamburger und Pommes frites gesünder wären als Salat mit Olivenöl und Putenbrust? Wie würden wir als gesundheitsbewusste Esser reagieren? Würden wir unsere Gewohnheiten aufgeben und statt eines Salates zum Mittagessen einen Hamburger verspeisen? Was wäre, wenn uns Monat für Monat Zeitungsartikel erklären würden, wie schädlich Olivenöl sei und wie gesund eine Portion Pommes? Würde der Salat dann noch irgendjemandem schmecken? Täglich wählen viele Menschen ihr Essen nach Ernährungsweisheiten, die sie in den Medien gehört oder gelesen haben. Denken wir nur an die Forschungsergebnisse von Ernährungsexperten in den 1960er-Jahren, in denen es hieß, Butter und Eier seien Gift für die Blutgefäße, Margarine hingegen schütze die Menschen vor Herzinfarkt. Inzwischen ist erwiesen, dass der Einfluss von Butter und Eiern auf das Herzinfarktrisiko äußerst gering ist und dass Margarine durch die bei der Herstellung entstehenden Transfettsäuren sogar besonders schädlich ist. Moderne Ernährungskonzepte setzen längst nicht mehr auf das sture Vermeiden von Cholesterin. Eher sollte man tierische Fette reduzieren und mehr ungesättigte Fettsäuren aus Pflanzenölen zu sich nehmen. Doch auch die populäre „Mittelmeerdiät“, die auf dieser Theorie basiert, musste nach genauerer Prüfung revidiert werden. Denn im viel gepriesenen Olivenöl finden sich in erster Linie einfach ungesättigte Fettsäuren, die sich in gezielten Untersuchungen für die Gesundheit des Herzens als bedeutungslos herausstellten. Als wahrhaft herzgesunde Fette wurden dann die mehrfach ungesättigten Fettsäuren, die zum Beispiel in Sonnenblumenöl vorkommen, ins Licht der Öffentlichkeit gerückt. Aber damit ist die Geschichte in Sachen Herz und Fett immer noch nicht zu Ende. Denn nach neuesten Erkenntnissen sind die „Omega-3-Fettsäuren“, die man zum Beispiel im Lachs findet, die beste Medizin gegen Herzinfarkte. Das ist der derzeit gültige Stand der Ernährungswissenschaft. Doch für wie lange? Das Muster ist immer das Gleiche: In einem Jahr wird ein bestimmter Nährstoff als lebensverlängernd entdeckt, im nächsten Jahr wird er nicht mehr erwähnt oder es wird gar das Gegenteil bewiesen. Wer soll da noch den Überblick behalten? Studien zeigen jedoch deutlich, dass Menschen, die sich tendenziell gesund ernähren, länger leben. Und da es keinen Artikel über gesunde Ernährung ohne eine Botschaft gibt, hier die gesicherten Wahrheiten: 1. Essen Sie weniger und bewegen Sie sich mehr – über den Nutzwert sind sich alle Experten einig. 2. Essen Sie reichlich Obst und Gemüse. Das ist ein Ratschlag, über den immer noch weitgehend Einigkeit herrscht. 3. Essen Sie stark verarbeitete Lebensmittel nicht in großen Mengen. Leicht verdauliche Speisen aus Weizenmehl und Zucker können dazu verleiten, zu viel zu essen. 4. Misstrauen Sie industriell hergestellten Lebensmitteln, die mit einzelnen besonders gesunden Inhaltsstoffen werben. Vertrauen Sie althergebrachter und naturbelassener Nahrung – sie hat sich schon länger bewährt und Ihr Körper ist daran angepasst. 5. Nehmen Sie Punkt 1 bis 4 nicht allzu ernst. Achten Sie lieber darauf, was Ihnen persönlich besonders gut bekommt. Folgen Sie Ihren Vorlieben und versuchen Sie, Ihre Körpersignale wie das Sättigungsgefühl wieder wahrzunehmen. Vergessen Sie einzelne Nährstoffe – und genießen Sie einfach Ihre nächste Mahlzeit! [@reference: Hilfe, was soll ich essen? P.M. 6/2007 (Birgit Herden). Credit: B. Herden/PM/Picture Press] [.multiple-choice:bitmark--] [%A16c] [!Welche Erklärung passt? Kreuzen Sie an.] === 1. viel __gepriesenes__ Olivenöl [+a)empfohlenes] [-b)untersuchtes] === 2. in __gezielten__ Untersuchungen [+a)systematischen] [-b)zufälligen] === 3. __in erster Linie__ [-a)als erstes] [+b)hauptsächlich] === 4. __gesicherte__ Wahrheiten [-a)gespeicherte] [+b)bewiesene] === 5. __althergebrachte__ Nahrung [+a)ursprüngliche] [-b)alte] === [.cloze] [%A17a] [!Erweiterte Partizipien Wie werden die Nomen im Text beschrieben?] Lebensmittel, die stark verarbeitet wurden: [_stark verarbeitete] Lebensmittel Lebensmittel, die industriell hergestellt wurden: [_industriell hergestellte] Lebensmittel Transfettsäuren, die bei der Herstellung entstanden sind: [_bei der Herstellung entstehende] Transfettsäuren Die von Ihnen notierten Attribute sind Partizipialattribute, die durch verschiedene Angaben erweitert wurden. Solche Attribute finden wir hauptsächlich in der Schriftsprache. [.cloze] [%A17b] [!Erweiterte Partizipien Ergänzen Sie das erweitere Partizipialattribut wie im Beispiel.] ◇ Das Arzneimittel wurde vielfach getestet. Das ist [_ein vielfach getestetes][@example] Arzneimittel. 1. Das Essen wurde schon dreimal warm gemacht. Das ist schon [_dreimal warm gemachtes] Essen. 2. Das Olivenöl wurde kalt gepresst. Das ist [_ein kalt gepresstes] Olivenöl. 3. Das Fleisch wurde nur kurz gebraten. Das ist [_ein nur kurz gebratenes] Fleisch. 4. Die Lebensweise wurde grundlegend geändert. Das ist eine [_grundlegend geänderte] Lebensweise. 5. Die Lebensmittel wurden mit Chemikalien behandelt. Das sind [_mit Chemikalien behandelte] Lebensmittel. 6. Das Gemüse wurde besonders schonend verarbeitet. Das ist [_ein besonders schonend verarbeitetes] Gemüse. 7. Diese Fischarten sind vom Aussterben bedroht. Das sind [_vom Aussterben bedrohte] Fischarten. [.internal-link] [!Zusatzübungen zu erweiterten Partizipien ➔ Teil C][►kapitel8c1] [.assignment:bitmark++] [%A18] [!Gesunde Ernährung: PRO und KONTRA Üben Sie zu zweit.] 1. Überlegen Sie sich zuerst, wer die Rolle des Fürsprechers übernimmt und wer sich gegen eine gesunde Ernährung ausspricht. 2. Sammeln Sie für Ihre Rolle Argumente. 3. Führen Sie ein Streitgespräch mit Ihrer Nachbarin/Ihrem Nachbarn. Vielleicht kann Ihre Gesprächspartnerin/Ihr Gesprächspartner Sie mit ihren/seinen Argumenten überzeugen? |remark PRO-KONTRA-Argumentation |remark:PRO PRO ◇ ... spricht für .../Dafür spricht, dass ... ◇ Ein wichtiges Argument für ... ist ... ◇ Vorteile sind ... ◇ Ich befürworte ..., weil ... |remark:KONTRA KONTRA ◇ ... spricht gegen .../Dagegen spricht, dass ... ◇ Ein wichtiges Argument gegen ... ist ... ◇ Nachteile sind ... ◇ Ich lehne ... ab, weil ... |remark:Für beide Seiten zu verwenden Für beide Seiten zu verwenden ◇ Ich bin der Meinung/Ansicht, dass ... ◇ Meiner Einschätzung nach ... ◇ Ich vertrete den Standpunkt, dass ... ◇ ... überzeugt mich (nicht). ◇ Das führt zu der Frage, ... |remark:Fragen Fragen ◇ Was halten Sie/hältst du von ...? ◇ Wie beurteilen Sie/beurteilst du ...? ◇ Was sind die wichtigsten Gründe für ...? ◇ Wäre es nicht besser, wenn ...? [.assignment:bitmark--] [%A19a] [!Pro und Kontra: __einerseits – andererseits__ und __zwar – aber__ Lesen Sie die folgen Beispielsätze.] ◇ **Einerseits** möchte Marie gern abnehmen, **andererseits** kann sie auf Schokolade nicht verzichten. ◇ Marie möchte **zwar** gern abnehmen, **aber** sie kann auf Schokolade nicht verzichten. [.match:bitmark--&image] [%A19b] [! Pro und Kontra: __einerseits – andererseits__ und __zwar – aber__ Bilden Sie Sätze mit __einerseits – andererseits__ oder __zwar – aber__.] [&image:https://docs.bitbook.education/bit-books/schubert/schubert_erkundungen_b2/web-resources/images/auto-automobil-fahrzeug-39501__pixabay_wwwpexels_sw.png] === [%1]Otto hat kein Geld. – Er fährt ein teures Auto. == [$Otto hat zwar kein Geld, aber er fährt ein teures Auto.] === [%2]Das Projekt kostet viel Arbeit. – Die Mühe lohnt sich. == [$Einerseits kostet das Projekt viel Arbeit, andererseits lohnt sich die Mühe.] === [%3]Die Menschen sollen sich mehr bewegen. – Sie verbringen immer mehr Zeit im Büro. == [$Einerseits sollen sich die Menschen mehr bewegen, andererseits verbringen sie immer mehr Zeit im Büro.] === [%4]Bioprodukte sind teurer. – Sie schmecken oft besser. == [$Bioprodukte sind zwar teurer, aber sie schmecken oft besser.] === [%5]Michael gefällt seine jetzige Tätigkeit. – Er sucht eine Stelle mit besseren Karrieremöglichkeiten. == [$Michael gefällt zwar seine jetzige Tätigkeit, aber er sucht eine Stelle mit besseren Karrieremöglichkeiten.] === [%6]Unsere Produkte sind sehr preiswert. – Sie erfüllen hohe Qualitätsmaßstäbe. == [$Einerseits sind unsere Produkte sehr preiswert, andererseits erfüllen sie hohe Qualitätsmaßstäbe.] === [.assignment] [%A20] [! Essgewohnheiten in Ihrem Heimatland Halten Sie einen Vortrag von ca. drei Minuten über Essgewohnheiten in Ihrem Heimatland. Stellen Sie dabei auch ein typisches Gericht vor.] [.chapter] [###Essen und Umwelt] [@leave.subject:Essen und Umwelt] [.assignment:bitmark--&image] [%A21a] [!Lebensmittel und ihre Preise Lesen Sie den folgenden Text.] [&image:https://docs.bitbook.education/bit-books/schubert/schubert_erkundungen_b2/web-resources/images/seite_218_-_2.jpg] **Meere überfischt** Wundern Sie sich darüber, wenn im Supermarkt das eine oder andere Lebensmittel etwas teurer wird oder gar nicht mehr da ist? Wissen Sie, woran das liegen könnte? Normalerweise machen wir uns darüber keine Gedanken, aber eigentlich sollten bei uns die Alarmglocken läuten. Denn hinter so manchen Preiserhöhungen verbergen sich die Folgen des Klimawandels und des jahrelangen Raubbaus an der Natur. Diese Zerstörung fordert, im wahrsten Sinne des Wortes, ihren Preis. Nehmen wir zum Beispiel das Meer. Fisch ist gesund, doch leider ist nicht genug für alle da. Wussten Sie, dass 75 Prozent der Fischarten gegenwärtig vom Aussterben bedroht sind? Nach Angaben von Greenpeace dürften wir eigentlich nur noch vier Fischarten essen: Karpfen, Hering, Seelachs und Makrele. Alle anderen Fischbestände sind so überfischt, dass niemand weiß, ob sie sich überhaupt wieder regenerieren werden. Und je seltener ein Fisch ist, desto höhere Preise kann man damit erzielen und desto skrupelloser wird er gejagt. Die meisten Fischarten werden auf diese Weise früher oder später nicht mehr zu bezahlen sein. [.cloze:bitmark--] [%A21b] [!Im Folgenden finden Sie einige Beispiele, die den Einfluss von bestimmten äußeren Umständen auf den Preis eines Lebensmittels beschreiben. Raten Sie, um welche Lebensmittel bzw. Tiere es sich handelt. (Achtung: Es geht nicht nur um Fische.)] **1. 500 Dollar pro Kilo** Dieser Fisch gehört fest zur japanischen Identität und hat in Sushi-Häppchen als leichte Lifestyle-Mahlzeit den gesamten Globus erobert. Inzwischen übersteigt die Nachfrage das natürliche Angebot. Besonders kostbare Arten der Gattung werden schon jetzt mit Preisen von bis zu 500 Dollar pro Kilo gehandelt. Sushi-Köche denken nun über Alternativen nach. Die weniger edlen Sorten dieses Fisches gibt es auch in Dosen. __Es geht um [_Thunfisch]__ **2. Süße Verlockung** Die Deutschen sind süchtig danach – doch das süße Laster wird in Zukunft deutlich teurer. Der wichtigste Grund ist, dass der Rohstoff dafür knapp wird. Den größten Anteil des weltweit gehandelten Rohstoffs produziert die von Krisen geplagte Elfenbeinküste. Infolge des Bürgerkrieges liegen viele Plantagen brach, die Erträge sind deutlich zurückgegangen. Außerdem ist die Ware im Vergleich zu früher von schlechterer Qualität. Gleichzeitig haben Länder wie Indien und China die süße Verlockung entdeckt – der Markt wächst dort um 20 Prozent im Jahr. Um einem Engpass zuvorzukommen, hat die EU vor einigen Jahren erlaubt, das Produkt mit einem Anteil anderer Fette zu strecken. __Es geht um [_Schokolade][_Kakao]__ **3. Das mysteriöse Sterben** Man sagt diesen Tieren nach, dass sie sehr fleißig sind. Etwa ein Drittel der gesamten Lebensmittelproduktion hängt direkt oder indirekt von ihnen ab, die meisten Obst- und Gemüsesorten werden von ihnen bestäubt. Jetzt stehen die Wissenschaftler vor einem Rätsel: Ganze Völkerstämme der Tiere sind innerhalb kürzester Zeit gestorben. In den USA verschwanden 70 Prozent des gesamten Tierbestandes, auch in Spanien, Polen und Deutschland wurde das mysteriöse Sterben beobachtet. Die Folgen sind schon jetzt spürbar: Der Preis für einige Lebensmittel hat sich in den USA verdreifacht. __Es geht um [_Bienen]__ **4. In 20 Jahren ist Schluss** Man bezeichnet ihn als „das schwarze Gold“ und mit ihm lassen sich riesige Gewinne erzielen. Der Fisch, um dessen Eier es sich handelt, ist in der freien Natur so gut wie ausgestorben. Der Preis pro Kilo beträgt bis zu 6 000 Euro. Man züchtet ihn auch in Aquakulturen, doch echte Feinschmecker halten davon nichts. Experten haben errechnet, dass es die Delikatesse aus dem Meer in 20 Jahren nicht mehr geben wird. __Es geht um [_Kaviar][_Stör]__ [.true-false:bitmark++] [%A22a] [!Textarbeit Steht das in den Texten? Kreuzen Sie an: richtig oder falsch.] xxx |remark **Meere überfischt** Wundern Sie sich darüber, wenn im Supermarkt das eine oder andere Lebensmittel etwas teurer wird oder gar nicht mehr da ist? Wissen Sie, woran das liegen könnte? Normalerweise machen wir uns darüber keine Gedanken, aber eigentlich sollten bei uns die Alarmglocken läuten. Denn hinter so manchen Preiserhöhungen verbergen sich die Folgen des Klimawandels und des jahrelangen Raubbaus an der Natur. Diese Zerstörung fordert, im wahrsten Sinne des Wortes, ihren Preis. Nehmen wir zum Beispiel das Meer. Fisch ist gesund, doch leider ist nicht genug für alle da. Wussten Sie, dass 75 Prozent der Fischarten gegenwärtig vom Aussterben bedroht sind? Nach Angaben von Greenpeace dürften wir eigentlich nur noch vier Fischarten essen: Karpfen, Hering, Seelachs und Makrele. Alle anderen Fischbestände sind so überfischt, dass niemand weiß, ob sie sich überhaupt wieder regenerieren werden. Und je seltener ein Fisch ist, desto höhere Preise kann man damit erzielen und desto skrupelloser wird er gejagt. Die meisten Fischarten werden auf diese Weise früher oder später nicht mehr zu bezahlen sein. |remark **500 Dollar pro Kilo** Dieser Fisch gehört fest zur japanischen Identität und hat in Sushi-Häppchen als leichte Lifestyle-Mahlzeit den gesamten Globus erobert. Inzwischen übersteigt die Nachfrage das natürliche Angebot. Besonders kostbare Arten der Gattung werden schon jetzt mit Preisen von bis zu 500 Dollar pro Kilo gehandelt. Sushi-Köche denken nun über Alternativen nach. Die weniger edlen Sorten dieses Fisches gibt es auch in Dosen. **Süße Verlockung** Die Deutschen sind süchtig danach – doch das süße Laster wird in Zukunft deutlich teurer. Der wichtigste Grund ist, dass der Rohstoff dafür knapp wird. Den größten Anteil des weltweit gehandelten Rohstoffs produziert die von Krisen geplagte Elfenbeinküste. Infolge des Bürgerkrieges liegen viele Plantagen brach, die Erträge sind deutlich zurückgegangen. Außerdem ist die Ware im Vergleich zu früher von schlechterer Qualität. Gleichzeitig haben Länder wie Indien und China die süße Verlockung entdeckt – der Markt wächst dort um 20 Prozent im Jahr. Um einem Engpass zuvorzukommen, hat die EU vor einigen Jahren erlaubt, das Produkt mit einem Anteil anderer Fette zu strecken. **Das mysteriöse Sterben** Man sagt diesen Tieren nach, dass sie sehr fleißig sind. Etwa ein Drittel der gesamten Lebensmittelproduktion hängt direkt oder indirekt von ihnen ab, die meisten Obst- und Gemüsesorten werden von ihnen bestäubt. Jetzt stehen die Wissenschaftler vor einem Rätsel: Ganze Völkerstämme der Tiere sind innerhalb kürzester Zeit gestorben. In den USA verschwanden 70 Prozent des gesamten Tierbestandes, auch in Spanien, Polen und Deutschland wurde das mysteriöse Sterben beobachtet. Die Folgen sind schon jetzt spürbar: Der Preis für einige Lebensmittel hat sich in den USA verdreifacht. **In 20 Jahren ist Schluss** Man bezeichnet ihn als „das schwarze Gold“ und mit ihm lassen sich riesige G