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bitmark-grammar

Version:
2,523 lines 133 kB
[.chapter]
[%3]
[#Zwischen den Kulturen]
[.article&image]
[&image:https://docs.bitbook.education/bit-books/schubert/schubert_erkundungen_b2/web-resources/images/pic00068_london3.jpg]


[.chapter]
[##Teil A]

[.chapter]
[###Europa und die Deutschen]
[@leave.subject:Europa und die Deutschen]




[.cloze]
[%A1]
[!Europa-Rekorde

Worum geht es? Raten Sie und ergänzen Sie die fehlenden Nomen.]
◇ Die Schweiz hat die meisten [_Amtssprachen][@example] in Europa, es sind vier. Innerhalb der Europäischen Union sind 24 Sprachen als [_Amtssprachen][@example] anerkannt.

1. Von den europäischen Städten hat Moskau mit 11,5 Millionen die meisten [_Einwohner]. Innerhalb der Europäischen Union ist London mit 8,5 Millionen [_Einwohnern] führend.

2. Das größte [_Land] Europas ist Russland, genauer gesagt der kleine Teil Russlands, der zu Europa gehört. Der europäische Teil erstreckt sich über eine [_Fläche] von 4 Millionen km2.

3. Es ist umstritten, ob der Mont Blanc in den französischen Alpen (4 807 Meter) oder der Elbrus im Kaukasus (5633 Meter) der höchste [_Berg] Europas ist. Der Elbrus liegt an der Grenze zwischen Europa und Asien, deshalb zählen ihn manche zu Europa, manche zu Asien.

4. Der höchste noch aktive [_Vulkan] ist der Ätna (3 350 Meter) auf der italienischen Insel Sizilien. Er brach das letzte Mal im Jahr 2001 aus.

5. Die Gutenberg-Bibel ist das älteste [_Buch] Europas, das mit beweglichen Metall-Lettern gedruckt wurde. Die Bibel entstand zwischen 1450 und 1456.

6. Die größte [_Insel] Europas ist Großbritannien mit 229 850 km2.

7. Der längste [_Fluss] ist die russische Wolga mit einer Länge von 3 600 km. Die Wolga verbindet den Norden und den Westen Europas mit Zentralasien.

8. Der größte [_See] Europas liegt im Nordwesten Russlands unweit der finnischen Grenze. Es ist der Ladoga [_Ladogasee]. Er ist 120 Tage im Jahr zugefroren.

9. Die größte [_Düne] Europas befindet sich in Frankreich: die [_Düne] von Pyla.
Da der feine Sand ständig verweht wird, schwankt ihre Höhe zwischen 100 und 120 Metern.

10. In Finnland gibt es so viele [_Handynutzer] nutzer wie in keinem anderen europäischen Land. Aber die Finnen telefonieren nicht nur mit ihrem [_Handy], sie werfen auch damit. In Finnland findet seit Jahren eine [_Handy]-Weitwurf-Weltmeisterschaft statt. Der Rekord liegt bei über 100 Metern.

11. Die niederländische Flotte hat eine lange Tradition: Im 17. Jahrhundert war sie doppelt so groß wie die britische und französische Flotte zusammen. Rotterdam hat den größten [_Hafen] und die Niederländer besitzen bis heute die meisten [_Schiffe] Europas.

12. Deutschland galt lange Zeit als das Land der Dichter und Denker. Heute ist es das Land der Erfinder, denn in Deutschland werden die meisten [_Patente] angemeldet.

13. Am gesündesten ernähren sich in Europa die Griechen. Sie essen das meiste [_Obst] und [_Gemüse].

14. In Dänemark verbringt man seine Freizeit nicht gerne allein. Die meisten Dänen sind deshalb Mitglied in einem [_Verein]. Prozentual gesehen sind sie in diesem Bereich Europameister.



[.assignment:bitmark++&image]
[%A2]
[!Lesen Sie den folgenden Text.]

[&image:https://docs.bitbook.education/bit-books/schubert/schubert_erkundungen_b2/web-resources/images/l1030229_80-81.jpg]
||very pixelated image||
**Die Europäer im Vergleich**

Im statistischen Amt der Europäischen Union __Eurostat__ werden viele Daten des Lebens der Europäer von der Geburt bis zum Tod erfasst. Eine Dokumentation von 2013 enthüllt, dass die Deutschen in vielen Bereichen im Mittelfeld liegen.

Nach den Angaben dieser Dokumentation haben die Spanierinnen mit 86,1Jahren die höchste Lebenserwartung, bei den Männern können die Italiener mit 80,3Jahren auf ein langes Leben hoffen. In Deutschland werden die Frauen 83,2 Jahre die Männer 78,6 Jahre alt und liegen damit knapp über dem EU-Durchschnitt.

Bei den Geburtenzahlen befinden sich die deutschen Frauen mit je 1,4 unterhalb des EU-Durchschnitts von 1,6 Kindern pro Frau. Eine besonders 25 niedrige Geburtenrate weist Portugal mit 1,2 Kindern pro Frau auf, Spitzenreiter sind die Franzosen mit 2,0.

Die meisten Selbstmorde verübten die Litauer – bei den Männern schieden dort statistisch gesehen 60 von 100000 freiwillig aus dem Leben. Trauriger Spitzenreiter beim Tod durch Verbrechen sind die Letten. In Lettland wurden 6 von 100 000 Bürgern Opfer von Gewalttaten, in Luxemburg dagegen nur 0,3 von 100 000 Menschen.

Die höchsten Konsumausgaben für Alkohol, Tabak und Betäubungsmittel verzeichneten die Esten mit 8,9 Prozent, gefolgt von den Luxemburgern mit 8,3 Prozent. Die Deutschen gaben mit 3,2 Prozent ihres Geldes anteilig am wenigsten für Alkohol und Zigaretten aus. Auch bei der Anzahl der erlernten Fremdsprachen liegen die Deutschen mit 1,3 Fremdsprachen pro Schüler unter dem europäischen Durchschnitt. Demgegenüber können Schüler in Luxemburg immerhin durchschnittlich 2,5 Fremdsprachen vorweisen.

Fleißigste EU-Bürger waren __Eurostat__ zufolge die Griechen mit einer wöchentlichen Arbeitszeit von 44,2 Stunden bei Vollzeiterwerbstätigkeit. Deutsche Arbeitnehmer lagen genau beim EU-Durchschnitt von 41,5 Stunden pro Woche. Beim technischen Fortschritt, z. B. der Nutzung des Internets, liegen die Schweden vorn. 95 Prozent aller Einwohner nutzen in Schweden das Internet, bei den Deutschen sind es nur 84 Prozent. Im Durchschnitt nutzen jedoch nur 75 Prozent der Einwohner der EU das Internet.

[@reference: Die Europäer im Vergleich. Daten aus EUROSTAT-Jahrbuch 2015]



[.interview:bitmark++]
[%A3a]
[!Textarbeit

Beantworten Sie die Fragen zum Text. Arbeiten Sie zu zweit.]
===
1. Welche Daten über das Leben der Europäer werden im statistischen Amt der Europäischen Union Eurostat erfasst?[@shortAnswer]
[$Alle Daten des Lebens der Europäer von der Geburt bis zum Tod, z. B. die Lebenserwartung, die Geburtenzahlen, die Selbstmordrate, die Anzahl der Verbrechen (Verbrechensrate), die Konsumausgaben, die Anzahl der Fremdsprachen, die Arbeitszeit, die Internetnutzung, das Einkommen/der Bruttojahresverdienst]
===
2. Welche Nationalitäten werden in dem Text genannt?[@shortAnswer]
[$die Spanier, die Italiener, die Deutschen, die Portugiesen, die Litauer, die Letten, die Esten, die Luxemburger, die Griechen, die Schweden]
===
3. In welchen Bereichen liegen die Deutschen genau im EU-Durchschnitt, wo liegen Sie darunter, wo darüber?[@shortAnswer]
[$Die Deutschen liegen im EU-Durchschnitt: bei der Arbeitszeit; über dem EU-Durchschnitt: bei der Lebenserwartung, bei der Internetnutzung; unter dem EU-Durchschnitt: bei den Geburtenzahlen, beim Alkohol- und Zigarettenkonsum, beim Fremdsprachenlernen]
===
4. Welche Angaben im Text haben Sie überrascht, welche haben Sie erwartet?[@shortAnswer]
===

|remark
**Die Europäer im Vergleich**

Im statistischen Amt der Europäischen Union __Eurostat__ werden viele Daten des Lebens der Europäer von der Geburt bis zum Tod erfasst. Eine Dokumentation von 2013 enthüllt, dass die Deutschen in vielen Bereichen im Mittelfeld liegen.

Nach den Angaben dieser Dokumentation haben die Spanierinnen mit 86,1Jahren die höchste Lebenserwartung, bei den Männern können die Italiener mit 80,3Jahren auf ein langes Leben hoffen. In Deutschland werden die Frauen 83,2 Jahre die Männer 78,6 Jahre alt und liegen damit knapp über dem EU-Durchschnitt.

Bei den Geburtenzahlen befinden sich die deutschen Frauen mit je 1,4 unterhalb des EU-Durchschnitts von 1,6 Kindern pro Frau. Eine besonders 25 niedrige Geburtenrate weist Portugal mit 1,2 Kindern pro Frau auf, Spitzenreiter sind die Franzosen mit 2,0.

Die meisten Selbstmorde verübten die Litauer – bei den Männern schieden dort statistisch gesehen 60 von 100000 freiwillig aus dem Leben. Trauriger Spitzenreiter beim Tod durch Verbrechen sind die Letten. In Lettland wurden 6 von 100 000 Bürgern Opfer von Gewalttaten, in Luxemburg dagegen nur 0,3 von 100 000 Menschen.

Die höchsten Konsumausgaben für Alkohol, Tabak und Betäubungsmittel verzeichneten die Esten mit 8,9 Prozent, gefolgt von den Luxemburgern mit 8,3 Prozent. Die Deutschen gaben mit 3,2 Prozent ihres Geldes anteilig am wenigsten für Alkohol und Zigaretten aus. Auch bei der Anzahl der erlernten Fremdsprachen liegen die Deutschen mit 1,3 Fremdsprachen pro Schüler unter dem europäischen Durchschnitt. Demgegenüber können Schüler in Luxemburg immerhin durchschnittlich 2,5 Fremdsprachen vorweisen.

Fleißigste EU-Bürger waren __Eurostat__ zufolge die Griechen mit einer wöchentlichen Arbeitszeit von 44,2 Stunden bei Vollzeiterwerbstätigkeit. Deutsche Arbeitnehmer lagen genau beim EU-Durchschnitt von 41,5 Stunden pro Woche. Beim technischen Fortschritt, z. B. der Nutzung des Internets, liegen die Schweden vorn. 95 Prozent aller Einwohner nutzen in Schweden das Internet, bei den Deutschen sind es nur 84 Prozent. Im Durchschnitt nutzen jedoch nur 75 Prozent der Einwohner der EU das Internet.

[@reference: Die Europäer im Vergleich. Daten aus EUROSTAT-Jahrbuch 2015]









[.essay]
[%A3b]
[!Textarbeit

Berichten Sie aus Ihrer Perspektive über die Bewohner Ihres Heimatlandes (Lebenserwartung/Einkommen/Arbeitszeit ...) oder über Besonderheiten im täglichen Leben.]



[.cloze-instruction-grouped]
[%A3c]
[!Textarbeit

Ergänzen Sie die fehlenden Verben in der richtigen Form.]
1. Das statistische Amt der Europäischen Union [_erfasst][!erfassen] alle Daten des Lebens der Europäer.
2. Die Deutschen [_liegen][!liegen] in einigen Bereichen im Mittelfeld.
3. Bei den Männern können die Italiener auf ein langes Leben [_hoffen][!hoffen].
4. Die meisten Selbstmorde [_verübten][!verüben] die Litauer.
5. Statistisch gesehen [_schieden][!scheiden] 60 von 100 000 Litauern freiwillig aus dem Leben.
6. Die Deutschen [_geben][_gaben][!ausgeben] 3,2 Prozent ihres Geldes für Alkohol und Zigaretten [_aus], damit [_befinden][!befinden] sie sich am unteren Ende der Skala.
7. 95 Prozent aller Einwohner [_nutzen][!nutzen] in Schweden das Internet.



[.interview:bitmark--]
[%A4]
[!Interview: Europa

Fragen Sie zwei Gesprächspartnerinnen oder Gesprächspartner und berichten Sie.]
===
**Gesprächspartnerinnen/Gesprächspartner 1:**

Welche europäischen Länder möchten Sie unbedingt einmal kennenlernen? Warum?[@shortAnswer]
===
In welchem europäischen Land würden Sie immer wieder Urlaub machen?[@shortAnswer]
===
Welche Fremdsprachen beherrschen Sie? Welche Fremdsprachen möchten Sie gern noch lernen? Warum?[@shortAnswer]
===
Welche europäische Großstadt ist Ihrer Meinung nach die schönste?[@shortAnswer]
===

**Gesprächspartnerinnen/Gesprächspartner 2:**

Welche europäischen Länder möchten Sie unbedingt einmal kennenlernen? Warum?[@shortAnswer]
===
In welchem europäischen Land würden Sie immer wieder Urlaub machen?[@shortAnswer]
===
Welche Fremdsprachen beherrschen Sie? Welche Fremdsprachen möchten Sie gern noch lernen? Warum?[@shortAnswer]
===
Welche europäische Großstadt ist Ihrer Meinung nach die schönste?[@shortAnswer]
===



[.essay&image]
[%A5a]
[!Länder und Einwohner

In welchen Ländern der Europäischen Union waren Sie schon? Beschreiben Sie die Länder kurz. Verwenden Sie dafür unter anderem die Angaben aus der Grafik. (Wenn Sie noch nie in Europa waren, beschreiben Sie kurz Ihr Heimatland oder eines seiner Nachbarländer.)]
[&image:https://docs.bitbook.education/bit-books/schubert/schubert_erkundungen_b2/web-resources/images/glo-011892_sz_2.png]




[.match-matrix]
[%A5b]
[!Länder und Einwohner

Benennen Sie die Einwohner (männlich/weiblich und im Plural) der ausgewählten Länder.]
===
[#Land]
==
[#männlicher Einwohner]
==
[#Einwohnerin]
==
[#Einwohner (Plural)]
===
[%◇]Irland
==
der Ire[@example]
==
die Irin[@example]
==
die Iren[@example]
===
[%1]Litauen
==
der Litauer[@example]
==
die Litauerin
==
die Litauer
===
[%2]Dänemark
==
der Däne
==
die Dänin
==
die Dänen
===
[%3]Schweden
==
der Schwede
==
die Schwedin
==
die Schweden
===
[%4]Polen
==
der Pole
==
die Polin
==
die Polen
===
[%5]Tschechien
==
der Tscheche
==
die Tschechin
==
die Tschechen
===
[%6]Slowakei
==
der Slowake
==
die Slowakin
==
die Slowaken
===
[%7]Rumänien
==
der Rumäne
==
die Rumänin
==
die Rumänen
===
[%8]Österreich
==
der Österreicher
==
die Österreicherin
==
die Österreicher
===
[%9]Bulgarien
==
der Bulgare
==
die Bulgarin
==
die Bulgaren
===
[%10]Griechenland
==
der Grieche
==
die Griechin
==
die Griechen
===
[%11]Spanien
==
der Spanier
==
die Spanierin
==
die Spanier
===
[%12]Portugal
==
der Portugiese
==
die Portugiesin
==
die Portugiesen
===
[%13]Frankreich
==
der Franzose
==
die Französin
==
die Franzosen
===
[%14]Belgien
==
der Belgier
==
die Belgierin
==
die Belgier
===
[%15]Niederlande
==
der Niederländer
==
die Niederländerin
==
die Niederländer
===
[%16]Großbritannien
==
der Brite
==
die Britin
==
die Briten
===


[.article:bitmark--]
**◼︎ Deklination der Nomen**
Bei der Bildung und Deklination der maskulinen Nationalitätenvertreter unterscheiden wir zwei Gruppen:
1. **Nomen auf -e:** der Ir**e**
Diese Nomen gehören zur __n-__Deklination.
Bei den femininen Formen fällt die Endung __-e__ weg und an deren Stelle tritt ein __-in__: die Ir**in.**
2. **Nomen auf -er:** der Litau**er**
Diese Nomen gehören zur Deklination I maskulin.
Bei den femininen Formen wird die Endung __-in__ angefügt: die Litauer**in**.


[.internal-link]
[!Zusatzübungen zur Deklination der Nomen ➔ Teil C][►kapitel3c]





[.cloze-instruction-grouped:bitmark--&image]
[%A6]
[!Persönlichkeiten aus Osteuropa

Ordnen Sie den folgenden Persönlichkeiten die entsprechende Nationalität zu. Ergänzen Sie außerdem die fehlenden Verben in der richtigen Form.]

[&image:https://docs.bitbook.education/bit-books/schubert/schubert_erkundungen_b2/web-resources/images/dvorak.png]

[&image:https://docs.bitbook.education/bit-books/schubert/schubert_erkundungen_b2/web-resources/images/smetana.png]

[&image:https://docs.bitbook.education/bit-books/schubert/schubert_erkundungen_b2/web-resources/images/curie.png]

[&image:https://docs.bitbook.education/bit-books/schubert/schubert_erkundungen_b2/web-resources/images/2390-001-netrepko.png]

**1. Antonín Dvořák und Bedřich Smetana**
Antonín Dvořák und Bedřich Smetana [_gehören][@example] zu den berühmtesten slawischen Komponisten im 19. Jahrhundert. Durch ihre Opern (z. B. __Rusalka, Die verkaufte Braut__), Orchesterwerke, Kammer- und Klaviermusikstücke [_erlangten][!erlangen] die beiden Komponisten auch über die Landesgrenzen hinweg Berühmtheit. Smetana und Dvořák sind [_Tschechen][@example].

**2. Marie Skłodowska Curie**
Sie [_entdeckte][!entdecken] mit ihrem Mann Pierre Curie die radioaktiven Elemente Polonium und Radium. 1903 [_erhielt][!erhalten] sie (mit ihrem Mann zusammen) den Nobelpreis für Physik und 1911 den Nobelpreis für Chemie. Ihr Mann ist Franzose, aber sie ist von Geburt [_Polin]

**3. Michail Gorbatschow**
Er war von 1985 bis 1991 Generalsekretär der Kommunistischen Partei der Sowjetunion. Er [_leitete][!einleiten] in den 1980er-Jahren innenpolitische Reformen [_ein]. Gorbatschow forderte in der Sowjetunion Glasnost (Öffentlichkeit) und Perestrojka (Umgestaltung) des Kommunismus und [_ermöglichte][!ermöglichen] damit die Wiedervereinigung Deutschlands. 1990 wurde er mit dem Friedensnobelpreis geehrt. Gorbatschow ist [_Russe].

**4. Christo**
Der Künstler, der mit seinem vollständigen Namen Christo Vladimirov Javacheff heißt, verhüllt vorübergehend Gegenstände, Gebäude oder Teile einer Landschaft. In Deutschland [_weckte][!wecken] er 1995 mit der Verhüllung des Reichstagsgebäudes das Interesse vieler Millionen Menschen. Er [_lebt][!leben] heute in den USA, aber ursprünglich ist er [_Bulgare].

**5. Franz Liszt und Béla Bartók**
Liszt und Bartók sind nicht nur Komponisten. Im 19. Jahrhundert [_genossen][!genießen] sie auch als Pianisten wegen ihres virtuosen Klavierspiels Anerkennung und Ruhm. Sie knüpften in ihren Kompositionen an die osteuropäischen historischen Volksmusiken an und [_schrieben][!schreiben] sinfonische Dichtungen, Oratorien, Messen und Rhapsodien. Beide sind [_Ungarn].

**6. Anna Netrebko**
Anna Netrebko wurde 1971 in Krasnodar geboren. Ihr Gesangsstudium [_absolvierte][!absolvieren] sie am Rimski-Korsakow-Konservatorium in Sankt Petersburg. 1994 [_feierte][!feiern] sie am Mariinski-Theater ihr Debüt. Auftritte in den USA und auf vielen europäischen Opernbühnen folgten. Heute singt Anna Netrebko als Sopranistin an der Metropolitan Opera in New York, an der Wiener Staatsoper und an der Mailänder Scala. Anna ist [_Russin].  


**7. Alexander Dubček**
Der Politiker war 1968 Mitinitiator und Symbolfigur des Prager Frühlings. Er [_kämpfte][!kämpfen] für einen menschlicheren Sozialismus. Als der Prager Aufstand [_niedergeschlagen][!niederschlagen] wurde, schloss man ihn aus der Kommunistischen Partei aus. Dubček konnte 1992 sein Comeback feiern und wurde Vorsitzender der Sozialdemokratischen Partei der Slowakei. Alexander Dubček ist nämlich kein Tscheche – wie viele Menschen denken – sondern [_Slowake].


**8. Karol Wojtyła**
Unter diesem Namen ist er ziemlich unbekannt. Nennt man ihn jedoch Johannes Paul II., dann wissen alle Bescheid. Bevor er 1978 von den Kardinälen zum Papst [_gewählt][!wählen] wurde, war er Erzbischof von Krakau und ab 1967 Kardinal. Davor [_lehrte][!lehren] er als Professor für Moraltheologie an den Universitäten Krakau und Lublin. Karel Wojtyła ist [_Pole].



[.chapter]
[###Abenteuer in der Fremde]
[@leave.subject:Abenteuer in der Fremde]
[@leave.context:travel]



[.essay:bitmark++&audio]
[%A7a]
[!Lesen und hören Sie den folgenden Text von Franz Hohler. 
Geben Sie die Geschichte ganz kurz mit eigenen Worten wieder.]
[&audio:https://docs.bitbook.education/bit-books/schubert/schubert_erkundungen_b2/web-resources/audio/05_erkundungen_b2_3a.mp3]
**Die ungleichen Regenwürmer**

Tief unter einem ==Sauerampferfeld==(@remark:Sauerampfer = Wildgemüse) lebten einmal zwei Regenwürmer und ernährten sich von Sauerampferwurzeln.

Eines Tages sagte der erste Regenwurm: „Wohlan, ==ich bin es satt==(@remark:ich bin es satt = ich habe keine Lust mehr ), hier unten zu leben, ich will eine Reise machen und die Welt kennenlernen.“ Er packte sein Köfferchen und bohrte sich nach oben, und als er sah, wie die Sonne schien und der Wind über das Sauerampferfeld strich, wurde es ihm leicht ums Herz, und er schlängelte sich fröhlich zwischen den Stengeln hindurch. Doch er war kaum drei ==Fuß==(@remark: Fuß = Maßeinheit: 1 Fuß = 30,48 cm) weit gekommen, da entdeckte ihn eine ==Amsel==(@remark:Amsel = Singvogel) und fraß ihn auf.

Der zweite Regenwurm hingegen blieb immer in seinem Loch unter dem Boden, fraß jeden Tag seine Sauerampferwurzeln und blieb die längste Zeit am Leben.

Aber sagt mir selbst – ist das ein Leben?
[@reference: Franz Hohler: Die ungleichen Regenwürmer. © Franz Hohler]



[.interview:bitmark++]
[%A7b]
[!Welche Einstellung hat der Autor Ihrer Meinung nach zum Thema __In die Fremde__ gehen?]
◇ eine positive Einstellung 
◇ eine skeptische/negative Einstellung
===
[@shortAnswer]
===

|note:
**Die ungleichen Regenwürmer**

Tief unter einem ==Sauerampferfeld==(@remark:Sauerampfer = Wildgemüse) lebten einmal zwei Regenwürmer und ernährten sich von Sauerampferwurzeln.

Eines Tages sagte der erste Regenwurm: „Wohlan, ==ich bin es satt==(@remark:ich bin es satt = ich habe keine Lust mehr ), hier unten zu leben, ich will eine Reise machen und die Welt kennenlernen.“ Er packte sein Köfferchen und bohrte sich nach oben, und als er sah, wie die Sonne schien und der Wind über das Sauerampferfeld strich, wurde es ihm leicht ums Herz, und er schlängelte sich fröhlich zwischen den Stengeln hindurch. Doch er war kaum drei ==Fuß==(@remark: Fuß = Maßeinheit: 1 Fuß = 30,48 cm) weit gekommen, da entdeckte ihn eine ==Amsel==(@remark:Amsel = Singvogel) und fraß ihn auf.

Der zweite Regenwurm hingegen blieb immer in seinem Loch unter dem Boden, fraß jeden Tag seine Sauerampferwurzeln und blieb die längste Zeit am Leben.

Aber sagt mir selbst – ist das ein Leben?
[@reference: Franz Hohler: Die ungleichen Regenwürmer. © Franz Hohler]




[.interview:bitmark--]
[%A8a]
[!Heimat

Was verbinden Sie mit dem Wort __Heimat__, was mit dem Wort __Fremde__? Assoziieren Sie.]
===
Heimat
===
Fremde
===



[.assignment:bitmark--]
[%A8b]
[!Heimat

Gruppenarbeit: Diskussion über Heimat]
1. Diskutieren Sie in der Gruppe die Aussage __Heimat ist kein Ort, Heimat ist ein Gefühl.__ Sind Sie mit dieser Aussage einverstanden? Begründen Sie Ihre Meinung und nennen Sie Beispiele.

2. Präsentieren Sie die wichtigsten Aussagen und einige Beispiele im Plenum.
 


[.interview]
[%A9]
[!Partnerarbeit: Auswandern

Fragen Sie Ihre Nachbarin/Ihren Nachbarn und berichten Sie.]
===
1. Können Sie sich vorstellen, in ein anderes Land auszuwandern oder in einem anderen Land für mehrere Jahre zu wohnen?[@shortAnswer]
===
2. Welches Land wäre (außer Ihrem Heimatland) Ihr Traumland? Warum?[@shortAnswer]
===
3. Welche Gründe gibt es, das eigene Land für mehrere Jahre oder für immer zu verlassen?[@shortAnswer]
===



[.assignment:bitmark--]
[%A10a]
[!Gründe und Folgen

Lesen Sie die folgenden Beispielsätze.]
__◼︎ Gründe:__ Warum würdest du gern nach Italien auswandern? ➡ __Frage nach einem (konkreten) Grund__

**Angabe eines (konkreten) Grundes:**
Ich würde gern nach Italien auswandern, **weil** das Essen dort so gut __schmeckt.__
Ich würde gern nach Italien auswandern, **denn** das Essen __schmeckt__ dort so gut.
Das Essen schmeckt in Italien so gut, **deshalb/deswegen/darum** __würde__ ich gern nach Italien auswandern.
Das Essen schmeckt in Italien so gut, ich __würde__ **deshalb/deswegen/darum** gern nach Italien auswandern. __(Verweis auf den Grund im ersten Hauptsatz)__
Ich würde gern **wegen** des leckeren Essens nach Italien auswandern. __(eher Schriftsprache)__

__◼︎ Folgen:__ **Angabe einer (konkreten) Folge:**
Das Essen schmeckt in Italien **so** gut, **dass** ich gern nach Italien auswandern __würde.__




[.interview:bitmark--]
[%A10b]
[!Gründe und Folgen

Warum würden Sie gern nach __Traumalia__ auswandern? Nennen Sie Gründe. Nutzen Sie jeweils zwei verschiedene grammatische Möglichkeiten.]
===
[%◇] **gutes Essen**
[@example:Ich würde gern nach Traumalia auswandern, __weil mir das Essen dort so gut schmeckt.__ ]
[@example:Ich würde gern __wegen des guten Essens__ nach Traumalia auswandern.]
[@example:Das Essen schmeckt dort so gut, __deshalb würde ich gern nach Traumalia__ auswandern.][@shortAnswer]
===
[%1] **weiße Strände**

Möglichkeit 1[@shortAnswer]
===
Möglichkeit 2[@shortAnswer]
===
[%2] **gutes Wetter**

Möglichkeit 1[@shortAnswer]
===
Möglichkeit 2[@shortAnswer]
===
[%3] **wilde Tiere**

Möglichkeit 1[@shortAnswer]
===
Möglichkeit 2[@shortAnswer]
===
[%4] **gute und preiswerte Verkehrsmittel**

Möglichkeit 1[@shortAnswer]
===
Möglichkeit 2[@shortAnswer]
===
[%5] **hervorragende Arbeitsmöglichkeiten**

Möglichkeit 1[@shortAnswer]
===
Möglichkeit 2[@shortAnswer]
===


[?(Beispielsätze) 1. a) Ich würde gern nach Traumalia auswandern, weil die Strände dort so weiß sind./Ich würde gern wegen der weißen Stände nach Traumalia auswandern. b) Die Strände sind dort so weiß, deshalb würde ich gern nach Traumalia auswandern.
2. a) Ich würde gern nach Traumalia auswandern, weil das Wetter dort immer gut ist./Ich würde gern wegen des guten Wetters nach Traumalia auswandern. b) Das Wetter ist dort so gut, deshalb würde ich gern nach Traumalia auswandern.
3. a) Ich würde gern nach Traumalia auswandern, weil es dort wilde Tiere gibt./Ich würde gern wegen der wilden Tiere nach Traumalia auswandern. b) Es gibt dort wilde Tiere, deshalb würde ich gern nach Traumalia auswandern. 4. a) Ich würde gern nach Traumalia auswandern, weil es dort gute und preiswerte Verkehrsmittel gibt./Ich würde gern wegen der guten und preiswerten Verkehrsmittel nach Traumalia auswandern. b) Es gibt dort gute und preiswerte Verkehrsmittel, deshalb würde ich gern nach Traumalia auswandern.
5. a) Ich würde gern nach Traumalia auswandern, weil die Arbeitsmöglichkeiten dort hervorragend sind./Ich würde gern wegen der hervorragenden Arbeitsmöglichkeiten nach Traumalia auswandern. b) Die Arbeitsmöglichkeiten sind dort hervorragend, deshalb würde ich gern nach Traumalia auswandern.]


[.internal-link]
[!Zusatzübungen zur Angabe von Gründen und Folgen ➔ Teil C][►kapitel3c]




[.assignment:bitmark--&image]
[%A11]
[!Lesen Sie den folgenden Text.]


[&image:https://docs.bitbook.education/bit-books/schubert/schubert_erkundungen_b2/web-resources/images/seite_73.png]
**Abenteuer Ausland**

Viele Deutsche zog und zieht es ins Ausland. Dabei waren Abenteuerlust, Abwechslung und die Suche nach einer interessanten Herausforderung im beruflichen Bereich früher die stärksten Motive. Vor allem intellektuelle Weltenbummler hielten einst Ausschau nach vielfältigen Erfahrungen und Karrieremöglichkeiten, denn die besten Chancen auf einen gut bezahlten Job im Ausland hatten in der Vergangenheit hauptsächlich Arbeitskräfte mit einem akademischen Abschluss.

Das hat sich nach der Jahrtausendwende verändert. Deutsche Facharbeiter (auch die über 50-Jährigen) werden wegen ihrer soliden Ausbildung sowohl im praktischen als auch im theoretischen Bereich immer mehr geschätzt. Zeitarbeitsagenturen und Personaldienstleistungsfirmen bieten auf Jobbörsen viele Stellen für Handwerker in Skandinavien an: Kfz-Mechaniker, Elektriker, Zimmermänner, Maurer, Dachdecker, Schweißer usw.

Bei den Arbeitssuchenden aus Deutschland sind auch Länder wie Österreich, die Schweiz und Spanien sehr beliebt. Hier werden vor allem qualifizierte Arbeitskräfte in der Gastronomie- und Tourismusbranche gesucht. Die Bundesagentur für Arbeit verzeichnet hohe Vermittlungsquoten in Länder wie Norwegen, Dänemark, Niederlande, Irland, Großbritannien und Island. Dort bieten sich außer im boomenden Baugewerbe und in der metallverarbeitenden Industrie gute Möglichkeiten für Fachkräfte im medizinischen Pflegebereich, in Callcenteragenturen und im Finanz- und Bankwesen.

Offiziellen Angaben zufolge wanderten im Jahr 2013 knapp 140000 Deutsche aus und suchten ihr Glück im Ausland. Und das sind nur die, die sich ordnungsgemäß abgemeldet haben. Man weiß nicht, wie viele pendeln oder ihren deutschen Wohnsitz formal behalten haben.



[.interview&article:bitmark--]
[%A12a]
[!Textarbeit

Beantworten Sie die Fragen.]
===
[%1] Worum geht es in dem Text? Formulieren Sie in drei bis vier Sätzen die Hauptaussagen des Textes.[@shortAnswer]
===
[$Es geht in dem Text darum, dass Deutsche ins Ausland gehen, um Arbeit zu finden. Früher waren das hauptsächlich Akademiker, seit einigen Jahren werden auch deutsche Facharbeiter zunehmend ins Ausland vermittelt. Unter den Arbeitssuchenden sind vor allem Länder in West- und Nordwesteuropa beliebt.]
===
[%2] Welche Handwerksberufe werden in dem Text genannt und welche kennen Sie noch?[@shortAnswer]
===
[$Kfz-Mechaniker, Elektriker, Zimmermänner, Maurer, Dachdecker und Schweißer]
===
[%3] Arbeiten in Ihrem Heimatland Fachkräfte aus dem Ausland? Wenn ja, in welchen Berufszweigen? Woher kommen die Fachkräfte?[@shortAnswer]
===
[%4] In welche Länder wandern Fachkräfte aus Ihrem Heimatland aus? Welche Länder sind bei den Arbeitssuchenden beliebt?[@shortAnswer]
===

[&article:
**Abenteuer Ausland**

Viele Deutsche zog und zieht es ins Ausland. Dabei waren Abenteuerlust, Abwechslung und die Suche nach einer interessanten Herausforderung im beruflichen Bereich früher die stärksten Motive. Vor allem intellektuelle Weltenbummler hielten einst Ausschau nach vielfältigen Erfahrungen und Karrieremöglichkeiten, denn die besten Chancen auf einen gut bezahlten Job im Ausland hatten in der Vergangenheit hauptsächlich Arbeitskräfte mit einem akademischen Abschluss.

Das hat sich nach der Jahrtausendwende verändert. Deutsche Facharbeiter (auch die über 50-Jährigen) werden wegen ihrer soliden Ausbildung sowohl im praktischen als auch im theoretischen Bereich immer mehr geschätzt. Zeitarbeitsagenturen und Personaldienstleistungsfirmen bieten auf Jobbörsen viele Stellen für Handwerker in Skandinavien an: Kfz-Mechaniker, Elektriker, Zimmermänner, Maurer, Dachdecker, Schweißer usw.

Bei den Arbeitssuchenden aus Deutschland sind auch Länder wie Österreich, die Schweiz und Spanien sehr beliebt. Hier werden vor allem qualifizierte Arbeitskräfte in der Gastronomie- und Tourismusbranche gesucht. Die Bundesagentur für Arbeit verzeichnet hohe Vermittlungsquoten in Länder wie Norwegen, Dänemark, Niederlande, Irland, Großbritannien und Island. Dort bieten sich außer im boomenden Baugewerbe und in der metallverarbeitenden Industrie gute Möglichkeiten für Fachkräfte im medizinischen Pflegebereich, in Callcenteragenturen und im Finanz- und Bankwesen.

Offiziellen Angaben zufolge wanderten im Jahr 2013 knapp 140000 Deutsche aus und suchten ihr Glück im Ausland. Und das sind nur die, die sich ordnungsgemäß abgemeldet haben. Man weiß nicht, wie viele pendeln oder ihren deutschen Wohnsitz formal behalten haben.]






[.interview:bitmark--]
[%A12b]
[!Textarbeit

Bilden Sie aus den vorgegebenen Wörtern Sätze. Achten Sie auf die fehlenden Präpositionen, den richtigen Kasus der Nomen und die in Klammern angegebene Zeitform der Verben. Arbeiten Sie zu zweit und vergleichen Sie Ihre Ergebnisse mit anderen Teilnehmern.]
===
[%◇]viele Deutsche – es – Ausland – ziehen __(Präsens)__
[@example: Viele Deutsche zieht es ins Ausland.][@shortAnswer]
===
[%1]ein wichtiges Motiv – der Umzug – Ausland – die Suche – eine interessante berufliche Herausforderung – sein
__(Präsens)__[@shortAnswer]
[_Ein wichtiges Motiv für den Umzug ins Ausland ist die Suche nach einer interessanten beruflichen Herausforderung.]
===
[%2]die besten Chancen – ein gut bezahlter Job – früher – hauptsächlich – Arbeitskräfte – ein akademischer Abschluss – haben __(Präteritum)__[@shortAnswer]
[_Die besten Chancen auf einen gut bezahlten Job hatten früher hauptsächlich Arbeitskräfte mit einem akademischen Abschluss.]
===
[%3]das – sich verändern __(Perfekt)__[@shortAnswer]
[_Das hat sich verändert.]
===
[%4]deutsche Facharbeiter – ihre solide Ausbildung – sehr geschätzt werden __(Präsens)__[@shortAnswer]
[_Deutsche Facharbeiter werden aufgrund/wegen ihrer soliden Ausbildung sehr geschätzt.]
===
[%5]Arbeitsagenturen – viele Stellen – Handwerker – Skandinavien – anbieten __(Präsens)__[@shortAnswer]
[_Arbeitsagenturen bieten viele Stellen für Handwerker in Skandinavien an.]
===
[%6]deutsche Arbeitssuchende – Länder wie Österreich, die Schweiz und Spanien – sehr beliebt sein __(Präsens)__[@shortAnswer]
[_Deutsche Arbeitssuchende sind in Ländern wie Österreich, der Schweiz und Spanien sehr beliebt.]
===
[%7]die Bundesagentur für Arbeit – hohe Vermittlungsquoten – nordwesteuropäische Länder – verzeichnen __(Präsens)__[@shortAnswer]
[_Die Bundesagentur für Arbeit verzeichnet hohe Vermittlungsquoten in nordwesteuropäische Länder.]
===




[.cloze:bitmark--&imageWithAudio]
[&audio:https://docs.bitbook.education/bit-books/schubert/schubert_erkundungen_b2/web-resources/audio/06_erkundungen_b2_3a.mp3]
[&image:https://docs.bitbook.education/bit-books/schubert/schubert_erkundungen_b2/web-resources/images/l1030952-bea.png]
[&image:https://docs.bitbook.education/bit-books/schubert/schubert_erkundungen_b2/web-resources/images/img_6352haas.png]
[%A13]
[!Hören Sie Erfahrungsberichte zum Thema __Arbeiten im Ausland__.

Hören Sie die Berichte zweimal und korrigieren Sie während des Hörens die falschen Informationen und ergänzen Sie die fehlenden Informationen.]

Der Journalist Tobias Schade hat für einen Artikel im Werbeblatt einer Jobbörse mit vier Deutschen, die ins europäische Ausland gegangen sind, kurze Interviews geführt. Der Journalist hat schnell Stichpunkte für seinen Artikel notiert.

1. Name: Frank Wagner
Jahr: [_2001]
Grund: Job in einer Gartenbaufirma
Land: Dänemark
Beruf: Baumaschinen-Fahrer
Pluspunkte im neuen Land: eigenes Haus und traumhafte Winter
Anfangsschwierigkeiten und Minuspunkte: musste sich an die Mentalität der Menschen gewöhnen
Rückkehrabsicht: will sobald wie möglich zurück

2. Name: Paula Fischer
Jahr: Januar 2005
Grund: fand keine Stelle in Deutschland
Land: [_Norwegen]
Beruf: Kundenberaterin bei Google
Pluspunkte im neuen Land: Einheimische sind kontaktfreudig, man findet leicht Anschluss
Anfangsschwierigkeiten und Minuspunkte: niedrige Lebenshaltungskosten
Rückkehrabsicht: weiß es noch nicht

3. Name: Ulrich Haas
Jahr: [_][?Anfang der 80er-Jahre]
Grund: flüchtete vor Hektik und Alltagsproblemen
Land: Griechenland
Beruf: [_Arzt]
Pluspunkte im neuen Land: Sonne, Wärme, Ruhe, zufriedenes und einfaches Leben
Anfangsschwierigkeiten und Minuspunkte: Bürokratie auf den Ämtern Rückkehrabsicht: erst im Alter

4. Name: Anke Seidel
Jahr: [_2006][_Juli 2006]
Grund: [_][?Sie und ihr Mann haben eine Stelle gefunden.]
Land: Österreich (Tirol)
Beruf: [_Kellnerin]
Pluspunkte im neuen Land: Sie liebt die bergige Landschaft und man findet in Österreich immer einen Job.
Anfangsschwierigkeiten und Minuspunkte: kann sich nicht mehr richtig um ihre Eltern kümmern, hat oft Heimweh
Rückkehrabsicht: will später nach Deutschland zurück]



[.cloze-and-multiple-choice-text]
[%A14]
[!Ergänzen Sie die fehlenden Präpositionen, die fehlenden Endungen und den Kasus.]

◇ Frank Wagner brauchte Zeit, bis er sich [_an][@example] d[_as][@example] Land gewöhnte. 
sich gewöhnen +[_an][@example] +[+Akkusativ][-Dativ][@example]

1. In Norwegen wird niemand laut, auch wenn er sich [_über] ein[_en] Kollegen ärgert. 
sich ärgern +[_über] [+Akkusativ][-Dativ]

2. Er beschäftigt sich in der Firma jetzt [_mit] wichtig[_en] Leitungsaufgaben.
sich beschäftigen +[_mit] +[-Akkusativ][+Dativ]

3. Inzwischen fühlt er sich [_mit] d[_em] neu[_en] Land verbunden.
sich verbunden fühlen +[_mit] +[-Akkusativ][+Dativ]

4. [_Von] ein[_em] Leben in Deutschland träumt er schon lange nicht mehr.
träumen +[_von] +[-Akkusativ][+Dativ]

5. Paula Fischer fürchtete sich [_vor] d[_em] Neuanfang.
sich fürchten +[_vor] +[-Akkusativ][+Dativ]

6. Aber sie hat sich [_auf] ihr Gefühl verlassen.
sich verlassen +[_auf] +[+Akkusativ][-Dativ]

7. Genau [_nach] dies[_er] Stelle hatte sie gesucht.
suchen +[_nach] +[-Akkusativ][+Dativ]

8. Sie ist offen und interessiert sich [_für] viel[_e] Dinge.
sich interessieren +[_für] +[+Akkusativ][-Dativ]

9. Sie hofft, dass sie sich [_in] ein[_en] Iren verliebt.
sich verlieben +[_in] +[+Akkusativ][-Dativ]

10. Ulrich Haas flüchtete Anfang der 1980er-Jahre [_vor] d[_em] Stress und d[_er] Hektik.
flüchten +[_vor] +[-Akkusativ][+Dativ]

11. Er sehnte sich [_nach] Sonne, Wärme und Ruhe.
sich sehnen +[_nach] +[-Akkusativ][+Dativ]

12. Jetzt begnügt er sich [_mit] ein[_em] einfach[_en] zurückgezogen[_en] Leben.
sich begnügen +[_mit] +[-Akkusativ][+Dativ]

13. Er gehört nun [_zur] Dorfgemeinschaft.
gehören +[_zu] +[-Akkusativ][+Dativ]

14. Ulrich Haas kann nicht verstehen, wenn jemand [_auf] d[_ie] deutsch[_e] Bürokratie schimpft.
schimpfen +[_auf] +[+Akkusativ][-Dativ]

15. Wer die griechischen Ämter kennt, wird in Zukunft [_von] Deutschland schwärmen.
schwärmen +[_von] +[-Akkusativ][+Dativ]

16. Anke Seidel wurde [_vor] ein[_em] schnell[_en] Umzug ins Ausland gewarnt.
warnen +[_vor] +[-Akkusativ][+Dativ]

17. [_Über] ein[_en] Mangel an Arbeit kann sie sich nicht beklagen.
sich beklagen +[_über] +[+Akkusativ][-Dativ]

18. Sie findet es schade, dass sie sich nicht mehr richtig [_um] ihr[_e] Eltern kümmern kann.
sich kümmern +[_um] +[+Akkusativ][-Dativ]

19. Aber ihre Familie will [_auf] d[_ie] bergig[_e] Landschaft nicht mehr verzichten.
verzichten +[_auf] +[+Akkusativ][-Dativ]

[.internal-link]
[!Zusatzübungen zu Verben mit präpositionalem Kasus ➔ Teil C][►kapitel3c]




[.chapter]
[###Kulturelle Unterschiede im Berufsleben]
[@leave.subject:Kulturelle Unterschiede im Berufsleben]




[.assignment:bitmark++&image]
[%A15]
[! Lesen Sie den folgenden Text.]

[&image:https://docs.bitbook.education/bit-books/schubert/schubert_erkundungen_b2/web-resources/images/rot_plastik_korb_von_franz_sisch_pommes_frites_1.png]
**Kostspielige Missverständnisse**

Verschwitzt kommen die Entsandten eines deutschen Unternehmens am Flughafen von Casablanca an. Von einer Gruppe
einheimischer Geschäftsleute werden sie freundlich empfangen. Die Gastgeber haben sich Gedanken gemacht, wie sie den Verhandlungen mit den zukünftigen Geschäftspartnern ==einen günstigen Boden bereiten==(@remark: einen günstigen Boden bereiten = etwas gut vorbereiten) können: Ein schmackhaftes Essen zum Auftakt kann da doch nicht verkehrt sein. Die Deutschen erwarten ein vornehmes Essen, stattdessen türmen sich auf ihrem Tisch Cheeseburger und fettige Pommes. Den deutschen Gästen sieht man ihr Unbehagen an, das Lächeln der Gastgeber gefriert ebenfalls. Sie sind über die ausbleibende Freude enttäuscht, denn sie hatten es ja nur gut gemeint. Ein schlechter Start für die erste Verhandlungsrunde.

Keiner der beiden Partner hatte sich zuvor ausreichend über die ==Gepflogenheiten==(@remark:Gepflogenheiten = Gewohnheiten, Sitten) im anderen Land informiert. In arabischen Ländern gilt Essen wie bei McDonalds als etwas Besonderes, in Deutschland ist es zumindest als Geschäftsessen ==verpönt==(@remark:verpönt sein = nach herrschender Sitte untersagt sein).

Mangelndes Wissen über die kulturellen Eigenheiten der Nation, mit der man verhandelt, führt oft dazu, dass Manager erfolglos von Gesprächen zurückkehren und sich gar nicht erklären können, wie die Barrieren zwischen ihnen und den Gesprächspartnern entstanden sind.

Viele Unternehmen senden deshalb ihre Mitarbeiter zu länderspezifischen Seminaren, bei denen man Dinge, auf die man bei Geschäftsverhandlungen achten muss, erfährt. So lernt man z. B., dass Japaner die Farbe Grau bei Anzügen schätzen, nicht so sehr aber bunte Krawatten oder Hemden, oder dass man beim Geschäftsessen mit französischen Partnern in der Pause zwischen Dessert und Käse auf keinen Fall abschalten sollte, denn in dieser Zeit werden bevorzugt delikate Geschäftsfragen besprochen und gelöst.

Man muss nicht gleich in die Rolle eines Franzosen oder Briten schlüpfen, um erfolgreich zu verhandeln, aber es ist wichtig, ein Gespür für die fremde Nation im Allgemeinen zu entwickeln und sich über Strukturen und Gepflogenheiten vorher zu informieren. Das vereinfacht den Umgang miteinander enorm.

[@reference: Kostspielige Missverständnisse. Süddeutsche Zeitung, 17.6.2000 (Stephanie Schmidt)]






[.interview&article:bitmark++]
[%A16a]
[!Textarbeit

Beantworten Sie die Fragen zum Text.]
===
[%1] Welche Gründe nennt der Text für das Scheitern von Verhandlungen?[@shortAnswer]
[$Ungenügende Informationen und mangelndes Wissen über die kulturellen Eigenheiten der Nation, mit der man verhandelt, führen zum Scheitern von Verhandlungen.]
===
[%2] Wie reagieren die Unternehmen?[@shortAnswer]
[$Betriebe organisieren Schulungen und Seminare für Mitarbeiter, bei denen man wichtige Verhaltensregeln für Geschäftsverhandlungen lernt, z. B. über die Anzugsordnung oder die Rolle eines Geschäftsessens.]
===
[%3] Worauf kommt es bei Gesprächen mit ausländischen Partnern an?[@shortAnswer]
[$Es kommt auf das richtige Gespür/Gefühl für die fremde Nation und auf eine gute Vorbereitung an.]
===

[&article:

**Kostspielige Missverständnisse**

Verschwitzt kommen die Entsandten eines deutschen Unternehmens am Flughafen von Casablanca an. Von einer Gruppe einheimischer Geschäftsleute werden sie freundlich empfangen. Die Gastgeber haben sich Gedanken gemacht, wie sie den Verhandlungen mit den zukünftigen Geschäftspartnern ==einen günstigen Boden bereiten==(@remark: einen günstigen Boden bereiten = etwas gut vorbereiten) können: Ein schmackhaftes Essen zum Auftakt kann da doch nicht verkehrt sein. Die Deutschen erwarten ein vornehmes Essen, stattdessen türmen sich auf ihrem Tisch Cheeseburger und fettige Pommes. Den deutschen Gästen sieht man ihr Unbehagen an, das Lächeln der Gastgeber gefriert ebenfalls. Sie sind über die ausbleibende Freude enttäuscht, denn sie hatten es ja nur gut gemeint. Ein schlechter Start für die erste Verhandlungsrunde.

Keiner der beiden Partner hatte sich zuvor ausreichend über die ==Gepflogenheiten==(@remark:Gepflogenheiten = Gewohnheiten, Sitten) im anderen Land informiert. In arabischen Ländern gilt Essen wie bei McDonalds als etwas Besonderes, in Deutschland ist es zumindest als Geschäftsessen ==verpönt==(@remark:verpönt sein = nach herrschender Sitte untersagt sein).

Mangelndes Wissen über die kulturellen Eigenheiten der Nation, mit der man verhandelt, führt oft dazu, dass Manager erfolglos von Gesprächen zurückkehren und sich gar nicht erklären können, wie die Barrieren zwischen ihnen und den Gesprächspartnern entstanden sind.

Viele Unternehmen senden deshalb ihre Mitarbeiter zu länderspezifischen Seminaren, bei denen man Dinge, auf die man bei Geschäftsverhandlungen achten muss, erfährt. So lernt man z. B., dass Japaner die Farbe Grau bei Anzügen schätzen, nicht so sehr aber bunte Krawatten oder Hemden, oder dass man beim Geschäftsessen mit französischen Partnern in der Pause zwischen Dessert und Käse auf keinen Fall abschalten sollte, denn in dieser Zeit werden bevorzugt delikate Geschäftsfragen besprochen und gelöst.

Man muss nicht gleich in die Rolle eines Franzosen oder Briten schlüpfen, um erfolgreich zu verhandeln, aber es ist wichtig, ein Gespür für die fremde Nation im Allgemeinen zu entwickeln und sich über Strukturen und Gepflogenheiten vorher zu informieren. Das vereinfacht den Umgang miteinander enorm.

[@reference: Kostspielige Missverständnisse. Süddeutsche Zeitung, 17.6.2000 (Stephanie Schmidt)]





[.true-false&article:bitmark++]
[%A16b]
[!Textarbeit

Stellen Sie fest, wie der Autor des Textes die folgenden Fragen beurteilt: positiv oder negativ.]
[@labelTrue:positiv][@labelFalse:negativ]
Wie beurteilt der Autor...
===
[+Maßnahmen zur Weiterbildung der Mitarbeiter in länderspezifischen Seminaren?][@example]
===
[-1. die Reaktion der deutschen Gäste nach dem Auftaktessen?]
===
[-2. mangelndes Wissen über kulturelle Eigenheiten der Nation, mit der man verhandelt?]
===
[-3. das Tragen bunter Krawatten und Hemden bei Verhandlungen mit japanischen Gesprächspartnern?]
===
[+4. aufmerksames Zuhören während der Pause zwischen Dessert und Käse in Frankreich?]
===
[+5. ein gründliches Studium der Gepflogenheiten im Land der Gesprächspartner?]
===

[&article:

**Kostspielige Missverständnisse**

Verschwitzt kommen die Entsandten eines deutschen Unternehmens am Flughafen von Casablanca an. Von einer Gruppe einheimischer Geschäftsleute werden sie freundlich empfangen. Die Gastgeber haben sich Gedanken gemacht, wie sie den Verhandlungen mit den zukünftigen Geschäftspartnern ==einen günstigen Boden bereiten==(@remark: einen günstigen Boden bereiten = etwas gut vorbereiten) können: Ein schmackhaftes Essen zum Auftakt kann da doch nicht verkehrt sein. Die Deutschen erwarten ein vornehmes Essen, stattdessen türmen sich auf ihrem Tisch Cheeseburger und fettige Pommes. Den deutschen Gästen sieht man ihr Unbehagen an, das Lächeln der Gastgeber gefriert ebenfalls. Sie sind über die ausbleibende Freude enttäuscht, denn sie hatten es ja nur gut gemeint. Ein schlechter Start für die erste Verhandlungsrunde.

Keiner der beiden Partner hatte sich zuvor ausreichend über die ==Gepflogenheiten==(@remark:Gepflogenheiten = Gewohnheiten, Sitten) im anderen Land informiert. In arabischen Ländern gilt Essen wie bei McDonalds als etwas Besonderes, in Deutschland ist es zumindest als Geschäftsessen ==verpönt==(@remark:verpönt sein = nach herrschender Sitte untersagt sein).

Mangelndes Wissen über die kulturellen Eigenheiten der Nation, mit der man verhandelt, führt oft dazu, dass Manager erfolglos von Gesprächen zurückkehren und sich gar nicht erklären können, wie die Barrieren zwischen ihnen und den Gesprächspartnern entstanden sind.

Viele Unternehmen senden deshalb ihre Mitarbeiter zu länderspezifischen Seminaren, bei denen man Dinge, auf die man bei Geschäftsverhandlungen achten muss, erfährt. So lernt man z. B., dass Japaner die Farbe Grau bei Anzügen schätzen, nicht so sehr aber bunte Krawatten oder Hemden, oder dass man beim Geschäftsessen mit französischen Partnern in der Pause zwischen Dessert und Käse auf keinen Fall abschalten sollte, denn in dieser Zeit werden bevorzugt delikate Geschäftsfragen besprochen und gelöst.

Man muss nicht gleich in die Rolle eines Franzosen oder Briten schlüpfen, um erfolgreich zu verhandeln, aber es ist wichtig, ein Gespür für die fremde Nation im Allgemeinen zu entwickeln und sich über Strukturen und Gepflogenheiten vorher zu informieren. Das vereinfacht den Umgang miteinander enorm.

[@reference: Kostspielige Missverständnisse. Süddeutsche Zeitung, 17.6.2000 (Stephanie Schmidt)]




[.cloze-and-multiple-choice-text]
[%A17]
[!Welche drei Nomen haben jeweils ähnliche Bedeutung? Ordnen Sie zu.]
der Beginn [-das Empfinden][-die Besonderheit][-die Gewohnheit][-der Fehlschlag][-die Sitzung][+der Anfang][@example] [-das Scheitern][-die Sitte][-die Besprechung][-die Eigenheit][+der Auftakt][-das Einfühlungsvermögen][@example]
die Versammlung [-das Empfinden][-die Besonderheit][-die Gewohnheit][-der Fehlschlag][+die Sitzung][-der Anfang] [-das Scheitern][-die Sitte][+die Besprechung][-die Eigenheit][-der Auftakt][-das Einfühlungsvermögen]
das Gespür [+das Empfinden][-die Besonderheit][-die Gewohnheit][-der Fehlschlag][-die Sitzung][-der Anfang] [-das Scheitern][-die Sitte][-die Besprechung][-die Eigenheit][-der Auftakt][+das Einfühlungsvermögen]
die Enttäuschung [-das Empfinden][-die Besonderheit][-die Gewohnheit][+der Fehlschlag][-die Sitzung][-der Anfang] [+das Scheitern][-die Sitte][-die Besprechung][-die Eigenheit][-der Auftakt][-das Einfühlungsvermögen]
die Gepflogenheit [-das Empfinden][-die Besonderheit][+die Gewohnheit][-der Fehlschlag][-die Sitzung][-der Anfang] [-das Scheitern][+die Sitte][-die Besprechung][-die Eigenheit][-der Auftakt][-das Einfühlungsvermögen]
die Eigenart [-das Empfinden][+die Besonderheit][-die Gewohnheit][-der Fehlschlag][-die Sitzung][-der Anfang] [-das Scheitern][-die Sitte][-die Besprechung][+die Eigenheit][-der Auftakt][-das Einfühlungsvermögen]




 
[.cloze-solution-grouped]
[%A18]
[!Ergänzen Sie die fehlenden Nomen.]
1. Vor geschäftlichen [_Verhandlungen] sollten sich die Gastgeber darüber [_Gedanken] machen, wie sie für künftige Geschäftsbeziehungen einen günstigen [_Boden] bereiten können.
2. Sie sollten sich zuvor ausreichend über die [_Gepflogenheiten] des Landes informieren, damit ihnen eine [_Enttäuschung], z. B. bei einem Geschäftsessen, erspart bleibt.
3. Mangelndes Wissen über die kulturellen [_Eigenheiten] einer Nation kann zum [_Scheitern] von Geschäftsverhandlungen führen.
4. Man muss nicht gleich in die [_Rolle] des fremden Geschäftspartners schlüpfen, um erfolgreich zu verhandeln, aber es ist wichtig, ein [_Gespür] für die fremde Nation im Allgemeinen zu entwickeln und auf kulturelle Besonderheiten [_Rücksicht] und zu nehmen. 
5. Das vereinfacht den [_Umgang] miteinander enorm.




[.interview:bitmark--]
[%A19]
[!Worauf achtet man in Ihrem Heimatland und in Deutschland Ihrer Meinung nach im beruflichen Umfeld?

Ergänzen Sie in der Kleingruppe die Lücken und diskutieren Sie Gemeinsamkeiten und Unterschiede.]
===

**Begrüßung:** Hand geben? Küssen?[@shortAnswer]

Deutschland
[@example:Bei der Begrüßung gibt man sich die Hand.]
===
Ihr Heimatland[@shortAnswer]
===
**Anrede:** Du/Sie? Herr/Frau ...? Vorname? Akademische Titel?

Deutschland[@shortAnswer]
===
Ihr Heimatland[@shortAnswer]
===
**Geschäftsgespräche und Verhandlungen:** Gleich zur Sache kommen? Sich zum gegenseitigen Kennenlernen viel Zeit nehmen? Gespräch mit Witzen auflockern? Private Themen? Mitten in den Verhandlungen mit den eigenen Leuten beraten? Blickkontakt?

Deutschland[@shortAnswer]
===
Ihr Heimatland[@shortAnswer]
===
**Geschäftsessen:** Gesprächsthemen? Alkohol? Esssitten?

Deutschland[@shortAnswer]
===
Ihr Heimatland[@shortAnswer]
===
**Umgang mit der Zeit:** Einhalten von Terminen?

Deutschland[@shortAnswer]
===
Ihr Heimatland[@shortAnswer]
===
**Umgang mit Gesprächspartnern:** Private Einladungen? Zu Hause anrufen? Gastgeschenke?

Deutschland[@shortAnswer]
===
Ihr Heimatland[@shortAnswer]
===
**Umgang mit Kollegen:** Hierarchische Strukturen? Lange oder kurze Entscheidungswege?Einhalten von Zuständigkeiten? Anrede? Private Kontakte? Kritik üben?

Deutschland[@shortAnswer]
===
Ihr Heimatland[@shortAnswer]
===
**Begrüßung:** Hand geben? Küssen?

Deutschland[@shortAnswer]
===
Ihr Heimatland[@shortAnswer]
===
**Anrede:** Du/Sie? Herr/Frau ...? Vorname? Akademische Titel?

Deutschland[@shortAnswer]
===
Ihr Heimatland[@shortAnswer]
===
**Geschäftsgespräche und Verhandlungen:** Gleich zur Sache kommen? Sich zum gegenseitigen Kennenlernen viel Zeit nehmen? Gespräch mit Witzen auflockern? Private Themen? Mitten in den Verhandlungen mit den eigenen Leuten beraten? Blickkontakt?

Deutschland[@shortAnswer]
===
Ihr Heimatland[@shortAnswer]
===
**Geschäftsessen:** Gesprächsthemen? Alkohol? Esssitten?

Deutschland[@shortAnswer]
===
Ihr Heimatland[@shortAnswer]
===
**Umgang mit der Zeit:** Einhalten von Terminen?

Deutschland[@shortAnswer]
===
Ihr Heimatland[@shortAnswer]
===

|remark: Wenn Sie überhaupt keine Erfahrungen mit deutschen Geschäftsleuten oder dem deutschen Geschäftsleben haben, dann finden Sie hier ein paar kurze (allgemeine) Informationen:
– Bei der Begrüßung gibt man sich die Hand.
– Die Anrede erfolgt in der Regel mit: Herr ... und Frau ... und den akademischen Titeln. Siezen Sie Ihre Geschäfts-partner.
– Als Gesprächsbeginn sind humoristische Einlagen (Witze o. Ä.), vor allem, wenn man sich nicht kennt, nicht
geeignet. Sie führen eher zur „Versteifung“ der Situation. Deutsche beginnen nach einem kurzen Smalltalk gern relativ schnell mit dem geschäftlichen Teil. Private Gesprächsthemen sollten Sie bei geschäftlichen Besprechungen meiden. Suchen Sie Blickkontakt, bleiben Sie höflich und bei der Sache.
– Themen, die Sie auch z. B. bei einem Geschäftsessen nicht von sich aus ansprechen sollten, sind: Politik, Religion, die Konkurrenz, private Missgeschicke, Ihre Krankheitsgeschichte o. Ä.
– In Deutschland wird das Privatleben vom Geschäftsleben strikt getrennt, dass bedeutet, dass z. B. Anrufe zu Hause nur nach vorheriger Absprache möglich sind und private Einladungen seltener als vielleicht in Ihrem Heimatland ausgesprochen werden.
– Weitere wichtige Punkte sind: Pünktlichkeit (sowohl bei Terminen, wie z. B. Besprechungen, als auch bei abgesprochenen Fristen, z. B. Liefer- oder Zahlungsfristen) und die Einhaltung von Zuständigkeiten und Dienstwegen. Es wird nicht so gern gesehen, wenn in der dienstlichen Hierarchie Mitarbeiter übersprungen werden oder Personen angesprochen bzw. beauftragt werden, die in einem anderen Gebiet arbeiten. Die viel beschriebenen flachen Hierarchien und kurzen Entscheidungswege stehen bei einigen Firmen nur in der Firmenbeschreibung und sind nicht in die Praxis umgesetzt worden.






[.essay]
[%A20]
[!Entwerfen Sie anhand der Angaben in Übung A19 sieben kurze Regeln für den erfolgreichen Umgang mit Geschäftsleuten in Ihrem Heimatland. Präsentieren Sie die Regeln dann vor der Gruppe.]



[.group*]
[*Wie Europa verhandelt]
[#Wie Europa verhandelt]
Lesen Sie die Beschreibungen in den Übungen A21a-d und ergänzen Sie während des Lesens die fehlenden Verben in der richtigen Form. Ordnen Sie in der letzten Übung (A21e) die Ihrer Meinung nach zu Texten der Übungen A21a-e jeweils passende Nationalität zu. 

[.group*]
[*Wie Europa verhandelt]
[#Wie Europa verhandelt]


[.cloze-instruction-grouped]
[%A21a]
[!Wie Europa verhandelt

Auch innerhalb Europas gibt es unterschiedliche Verhandlungskulturen. Lesen Sie die folgenden Beschreibung und ergänzen Sie während des Lesens die fehlenden Verben in der richtigen Form.]

Sie [_legen][!legen][@example] viel Wert auf Höflichkeit, bedanken und [_entschuldigen][!entschuldigen][%1] sich häufig. Auf viele Deutsche [_wirken][!wirken][%2] sie anfangs sehr freundlich. Aufforderungen werden nie direkt, sondern immer im Konjunktiv [_formuliert][!formulieren][%3]. „Meetings beginnen, bevor sie angefangen haben“, [_erklärt][!erklären][%4] ein Kulturexperte. „Es ist ganz normal, sich schon vor dem Treffen mit allen Beteiligten über ihre Standpunkte [_auszutauschen][!auszutauschen][%5]. Es [_herrschen][!herrschen][%6] flache Hierarchien, Gruppenentscheidungen sind heilig.“

[@reference: Wie die Welt verhandelt. DIE ZEIT online, 13.9.2012 (Kathrin Fromm/Jenni Roth/Arnfrid Schenk/Catalina Schröder)
In: https://www.zeit.de/2012/38/interkulturelle-kompetenzen-karriere]


[.cloze-instruction-grouped]
[%A21b]
[!Wie Europa verhandelt

Auch innerhalb Europas gibt es unterschiedliche Verhandlungskulturen. Lesen Sie die folgenden Beschreibung und ergänzen Sie während des Lesens die fehlenden Verben in der richtigen Form.]

„Sie verkaufen nicht, sie [_verführen][!verführen][%1]“, heißt es. Mit anderen Worten: Eine starre Tagesordnung, das sture Abhaken von Gesprächspunkten oder faktenlastige Vorträge können in Verhandlungen tödlich sein. Um an Informationen zu [_kommen][!kommen][%2], muss man selbst aktiv [_werden][!werden][%3]. Ein geeigneter Weg dazu ist das Geschäftsessen: Sobald die zwischenmenschliche Beziehung enger wird, sind auch die Infos leichter zu [_haben][!haben][%4]. Beim Essen ist allerdings Geduld gefragt, denn manchmal [_kommen][!kommen][%5] das gute Angebot oder die Information, die man [_braucht][!][%6], erst zum
Schluss.

[@reference: Wie die Welt verhandelt. DIE ZEIT online, 13.9.2012 (Kathrin Fromm/Jenni Roth/Arnfrid Schenk/Catalina Schröder)
In: https://www.zeit.de/2012/38/interkulturelle-kompetenzen-karriere]


[.cloze-instruction-grouped]
[%A21c]
[!Wie Europa verhandelt

Auch innerhalb Europas gibt es unterschiedliche Verhandlungskulturen. Lesen Sie die folgenden Beschreibung und ergänzen Sie während des Lesens die fehlenden Verben in der richtigen Form.]

Sie [_schätzen][!schätzen][%1] die Distanz. Sie [_begrüßen][!begrüßen][%2] sich nur dann per Händedruck, wenn sie sich zum ersten Mal [_treffen][!treffen][%3] oder sehr lange nicht gesehen haben. Der Abstand zum Gegenüber wird auch beim Smalltalk [_gewahrt][!wahren][%4]: Überaus angeregt können sich die Geschäftspartner über das Wetter, die Anreise oder die Premiere in der Oper [_unterhalten][!unterhalten][%5] – Privates aber [_bleibt][!bleiben][%6] privat. Trotz der Distanz sind sie sehr höflich, selbst Anweisungen werden als höfliche Bitten [_formuliert][!formulieren][%7].

[@reference: Wie die Welt verhandelt. DIE ZEIT online, 13.9.2012 (Kathrin Fromm/Jenni Roth/Arnfrid Schenk/Catalina Schröder)
In: https://www.zeit.de/2012/38/interkulturelle-kompetenzen-karriere]


[.cloze-instruction-grouped]
[%A21d]
[!Wie Europa verhandelt

Auch innerhalb Europas gibt es unterschiedliche Verhandlungskulturen. Lesen Sie die folgenden Beschreibung und ergänzen Sie während des Lesens die fehlenden Verben in der richtigen Form.]

Wer sich auf die Gesten seiner Geschäftspartner [_verlässt][!verlassen][%1], kann schnell in die Irre [_geführt][!führen][%2] werden. Denn Kopfschütteln [_bedeutet][!bedeuten][%3] Zustimmung, zweimaliges Nicken hingegen Ablehnung. Eine bestimmte Lautstärke und starkes Gestikulieren [_gehören][!gehören][%4] zum normalen Gesprächsverhalten dazu und [_zeigen][!zeigen][%5] besonderes Interesse für das Thema. Gleichzeitig werden Informationen viel indirekter [_ausgetauscht][!][%6]. Jemandem direkt zu sagen, was man [_denkt][!denken][%7], [_gilt][!gelten][%8] als unhöflich. Die Hierarchien sind wesentlich ausgeprägter als in Deutschland, von ihrem Chef [_erwarten][!erwarten][%9] die Mitarbeiter in größeren Besprechungen klare Anweisungen.

[@reference: Wie die Welt verhandelt. DIE ZEIT online, 13.9.2012 (Kathrin Fromm/Jenni Roth/Arnfrid Schenk/Catalina Schröder)
In: https://www.zeit.de/2012/38/interkulturelle-kompetenzen-karriere]


[.cloze-instruction-grouped]
[%A21e]
[!Wie Europa verhandelt

Auch innerhalb Europas gibt es unterschiedliche Verhandlungskulturen. Lesen Sie die folgenden Beschreibung und ergänzen Sie während des Lesens die fehlenden Verben in der richtigen Form.]

Der Anzug aus feinstem Stoff, das Auto ein Porsche, ein Doktortitel auf der Visitenkarte – beste Voraussetzungen, um sich das Geschäft mit ihnen gründlich zu [_verderben][!verderben][%1]. 
Das Schlüsselwort für Erfolg [_heißt][!heißen][%2] Gleichheit, Hierarchien werden [_kleingeschrieben][!kleinschreiben][%3]. Werte wie Bescheidenheit, Kompromissbereitschaft, Zusammenarbeit [_stehen][!stehen][%4] in Verhandlungen im Vordergrund. Das Interesse [_gilt][!gelten][%5] schnellen und pragmatischen Lösungen. Es wird lieber [_ausprobiert][!ausprobieren][%6], als sich an Theorien und Regelwerken zu [_orientieren][!orientieren][%7].

[@reference: Wie die Welt verhandelt. DIE ZEIT online, 13.9.2012 (Kathrin Fromm/Jenni Roth/Arnfrid Schenk/Catalina Schröder)
In: https://www.zeit.de/2012/38/interkulturelle-kompetenzen-karriere]


[.multiple-choice-text]
[%A21f]
[!Wie Europa verhandelt

Ordnen Sie die Ihrer Meinung nach zu den Texten der Übungen A21a-e jeweils passende Nationalität zu.]

A21a = [+Schweizer][-Franzosen][-Briten][-Bulgaren][-Niederländer]
A21b = [-Schweizer][+Franzosen][-Briten][-Bulgaren][-Niederländer]
A21c = [-Schweizer][-Franzosen][+Briten][-Bulgaren][-Niederländer]
A21d = [-Schweizer][-Franzosen][-Briten][+Bulgaren][-Niederländer]
A21e = [-Schweizer][-Franzosen][-Briten][-Bulgaren][+Niederländer]


[.group†]
[*Wie Europa verhandelt]



[.essay&article:bitmark++]
[%A22]
[!Schreiben Sie wichtige Wendungen aus den folgenden Texten auf und formulieren Sie im Anschluss in etwa sechs Zeilen, was bei geschäftlichen Verhandlungen in Ihrem Heimatland besonders zu beachten ist.]

[&article:

**A.**
Sie legen viel Wert auf Höflichkeit, bedanken und entschuldigen sich häufig. Auf viele Deutsche wirken sie anfangs sehr freundlich. Aufforderungen werden nie direkt, sondern immer im Konjunktiv formuliert. „Meetings beginnen, bevor sie angefangen haben“, erklärt ein Kulturexperte. „Es ist ganz normal, sich schon vor dem Treffen mit allen Beteiligten über ihre Standpunkte auszutauschen. Es herrschen flache Hierarchien, Gruppenentscheidungen sind heilig.“

**B.** 
„Sie verkaufen nicht, sie verführen“, heißt es. Mit anderen Worten: Eine starre Tagesordnung, das sture Abhaken von Gesprächspunkten oder faktenlastige Vorträge können in Verhandlungen tödlich sein. Um an Informationen zu kommen, muss man selbst aktiv werden. Ein geeigneter Weg dazu ist das Geschäftsessen: Sobald die zwischenmenschliche Beziehung enger wird, sind auch die Infos leichter zu haben. Beim Essen ist allerdings Geduld gefragt, denn manchmal kommen das gute Angebot oder die Information, die man braucht, erst zum Schluss.

**C.**
Sie schätzen die Distanz. Sie begrüßen sich nur dann per Händedruck, wenn sie sich zum ersten Mal treffen oder sehr lange nicht gesehen haben. Der Abstand zum Gegenüber wird auch beim Smalltalk gewahrt: Überaus angeregt können sich die Geschäftspartner über das Wetter, die Anreise oder die Premiere in der Oper unterhalten – Privates aber bleibt privat. Trotz der Distanz sind sie sehr höflich, selbst Anweisungen werden als höfliche Bitten formuliert.

**D.**
Wer sich auf die Gesten seiner Geschäftspartner verlässt, kann schnell in die Irre geführt werden. Denn Kopfschütteln bedeutetZustimmung, zweimaliges Nicken hingegen Ablehnung. Eine bestimmte Lautstärke und starkes Gestikulieren gehören zum normalen Gesprächsverhalten dazu und zeigen besonderes Interesse für das Thema. Gleichzeitig werden Informationen viel indirekter ausgetauscht. Jemandem direkt zu sagen, was man denkt, gilt als unhöflich. Die Hierarchien sind wesentlich ausgeprägter als in Deutschland, von ihrem Chef erwarten die Mitarbeiter in größeren Besprechungen klare Anweisungen.

**E.**
Der Anzug aus feinstem Stoff, das Auto ein Porsche, ein Doktortitel auf der Visitenkarte – beste Voraussetzungen, um sich das Geschäft mit ihnen gründlich zu verderben. 
Das Schlüsselwort für Erfolg heißt Gleichheit, Hierarchien werden kleingeschrieben. Werte wie Bescheidenheit, Kompromissbereitschaft, 
Zusammenarbeit stehen in Verhandlungen im Vordergrund. Das Interesse gilt schnellen und pragmatischen Lösungen. Es wird lieber ausprobiert, als sich an Theorien und Regelwerken zu orientieren.]


[.chapter]
[###Smalltalk]
[@leave.subject:Smalltalk]
[@leave.context:personal]


[.assignment]
[%A23a]
[!Smalltalk: Kleine Gespräche mit Wirkung

Lesen Sie den Text]
Kontakte sind weltweit im Geschäftsleben die Basis für Erfolg. Und jeder Kontakt beginnt mit Smalltalk. Diese „Aufwärmphase“ schafft Vertrauen und eine gemeinsame Basis, die es erlaubt, besser über berufliche Belange zu sprechen. Durch Smalltalk zu Beginn eines beruflichen Gesprächs erhöht sich die Bereitschaft des Gegenübers zum Zuhören. Und dadurch steigt die Wahrscheinlichkeit, seine eigenen Ziele eher zu erreichen. Deshalb sprechen Kommunikationsberater heute auch eher von Smarttalk als von Smalltalk.




[.true-false]
[%A23b-1]
[!Smalltalk: Kleine Gespräche mit Wirkung

Wie gut sind Ihre Smalltalk-Fähigkeiten? Testen Sie sich selbst. Beantworten Sie die Fragen mit Ja oder Nein. Vergleichen Sie Ihre Antworten mit dem Lösungsschlüssel.]
[@labelTrue:ja][@labelFalse:nein]
===
[+1. Als Gesprächseinstieg eignen sich Themen wie Wetter und Anreise.]
===
[-3. Damit Sie richtig verstanden werden, sollten Sie sehr laut reden.]
===
[+4. Beim Smalltalk ist aufmerksames und aktives Zuhören besonders wichtig.]
===
[+5. Für den Smalltalk sind offene Fragen (Wann/Wo/Wie/Warum ...) besonders geeignet.]
===
[+6. Wenn Ihnen jemand ein Kompliment macht, sollten Sie es lächelnd und dankend annehmen.]
===
[+7. Mit einer aufrechten Körperhaltung und Blickkontakt zeigen Sie Interesse an Ihrer Gesprächspartnerin/Ihrem Gesprächspartner.]
===
[+8. Zu einem guten Gespräch gehört ein bisschen Selbstironie.]
===
[-9. Es ist ratsam, vor allem bei deutschen Geschäftspartnern das Gespräch mit einem Witz zu beginnen, um die Atmosphäre aufzulockern.]
===
[-10. Es ist immer gut, Visitenkarten zu verteilen, auch beim abendlichen Dinner.]
===
[+11. Wenn Ihnen jemand eine Visitenkarte überreicht, sollten Sie sie erst lesen, bevor Sie sie einstecken.]
===
[+12. Bei einem Empfang sollte der Abstand zwischen den Gesprächspartnern ungefähr zwei Armlängen betragen.]
===
[-13. Wenn Ihr Gesprächspartner aufdringlich oder beleidigend wird, müssen Sie ihm deutlich die Meinung sagen.]
===


[.true-false]
[%A23b-2]
[!Smalltalk: Kleine Gespräche mit Wirkung

Weitere geeignete Gesprächsthemen sind:
Vergleichen Sie Ihre Antworten mit dem Lösungsschlüssel.]
[@labelTrue:ja][@labelFalse:nein]
===
[+a) der eigene Jaguar, die eigene Penthousewohnung oder der teure Urlaub auf einer Südseeinsel]
===
[-b) die aktuelle politische Lage und Ihre Meinung dazu]
===
[-c) Ihr Lieblingsrestaurant und Ihr Lieblingsessen]
===
[-d) Klatsch und Tratsch über Prominente]
===
[-e) die Erkrankung Ihres Kollegen]
===
[+f) Ihr letzter Museumsbesuch im Louvre]
===
[+g) Ihre Hobbys]
===
[+h) die Stadt, in der Sie sich befinden]
===
[-i) Ihr Einkommen]
===
[-j) die Probleme mit Ihrer Partnerin/Ihrem Partner]
===
[+k) Ihre Meinung über gute Kaffee-/Tee-/Wein-/Champagnersorten]
===
[+l) Ihre Arbeit oder die Aktivitäten Ihrer Firma]
===








[.essay]
[%A23c]
[!Smalltalk: Kleine Gespräche mit Wirkung

Berichten Sie über Erfahrungen mit Smalltalk aus Ihrem Heimatland. Was sollte man unbedingt beachten?]




[.assignment]
[%A23d]
[!Smalltalk: Kleine Gespräche mit Wirkung

Partnerarbeit: Führen Sie mit Ihrer Nachbarin/Ihrem Nachbarn einen Smalltalk. Beachten Sie: Wer fragt, führt das Gespräch!]
Wetter Anreise ◇ Stadt ◇ Kunst ◇ Kino ◇ Essen/Trinken ◇ Hobbys ◇ Reisen ◇ Arbeit ◇ Firma ◇ Konferenzen ◇ ...




[.chapter]
[###Kulturelle Unterschiede im Alltagsleben]
[@leave.subject:Kulturelle Unterschiede im Alltagsleben]
[@leave.context:personal]



[.interview:bitmark--]
[%A24a]
[!Wie reagieren Sie?

Wie reagieren Sie in den folgenden Situationen oder wie reagiert man Ihrer Ansicht nach in Ihrem Heimatland? Schreiben Sie etwas zu jeder Situation.]
===
[%1]Sie stehen an einer leeren Straßenkreuzung und haben es eilig. Doch die Ampel für die Fußgänger steht auf Rot.

__In diesem Fall bleibe 2 ich immer stehen und ...__[@shortAnswer]
===
__Aber in meinem Heimatland ...__[@shortAnswer]
===
[%2]Sie sind Student und haben sich gut auf die Prüfungen vorbereitet. Ein Ihnen gut bekannter Kommilitone hat das nicht getan. Er sitzt während der Prüfung direkt neben Ihnen und versucht, von Ihnen abzuschreiben
===
[%3]Sie sitzen im Restaurant und am Nachbartisch sitzt eine Familie mit vielen Kindern. Ein Kind spielt mit einem Papierflugzeug und das landet in Ihrem Essen
===
[%4]Vor einem Fahrstuhl stehen Sie, eine Frau und ein Mann. Der Fahrstuhl kommt, die Tür geht auf.
===
[%5]Ein Polizist hält Sie auf der Straße an und möchte Ihren Ausweis sehen.
===
[%6]Sie möchten jemandem etwas erzählen und werden von ihm immer wieder unterbrochen.
===
[%7]Sie werden in einem teuren Geschäft von einer Verkäuferin/einem Verkäufer unfreundlich behandelt.
===



[.assignment&image]
[%A24b]
[&image:https://docs.bitbook.education/bit-books/schubert/schubert_erkundungen_b2/web-resources/images/l101045680-81.png]
[!Wie reagieren Sie?

Sie werden manchmal auch mit Alltagssituationen konfrontiert, in denen Sie schnell reagieren müssen. Spielen Sie die folgenden Situationen zu zweit.]
1. Sie stehen an der Kasse eines Supermarktes. Die Schlange ist lang und Sie stehen schon ziemlich weit vorn. Da kommt ein Fremder und bittet Sie, ihn vorzulassen.

2. Sie kommen in Ihr Büro. An Ihrem Schreibtisch steht ein Kollege und durchsucht Ihre Schubladen.

3. Es klingelt an Ihrer Wohnungstür. Sie haben eine kleine Zweizimmerwohnung. Ein Bekannter von früher steht mit seiner vierköpfigen Familie vor Ihrer Tür und möchte gern drei Wochen bei Ihnen wohnen.

4. Sie wollten sich etwas Wertvolles kaufen und bemerken im Geschäft, dass Sie Ihre Geldbörse zu Hause vergessen haben. Ein Bekannter, den Sie nur flüchtig kennen, steht zufällig hinter Ihnen. Er bietet Ihnen an, Ihnen die
Geldsumme zu borgen.

5. Sie sitzen im Zug, fühlen sich aber nicht wohl. Außerdem sind Sie sehr müde. Ihnen gegenüber sitzt eine fremde Person, die sich gern mit Ihnen unterhalten möchte.




[.essay&image]
[%A25]
[&image:https://docs.bitbook.education/bit-books/schubert/schubert_erkundungen_b2/web-resources/images/l1030221_80-81.png]
[!Persönlicher Brief]
Ein Freund/Eine Freundin von Ihnen möchte Ihr Heimatland besuchen und bittet Sie um Ratschläge, worauf er/sie besonders achten soll.
Berichten Sie in einem Brief darüber, was ein ausländischer Besucher Ihrer Meinung nach über das tägliche Leben, z. B. beim Einkaufen, im Straßenverkehr, bei der Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel, im Restaurant, in Museen, in Kirchen, bezüglich seiner Kleidung usw., wissen sollte.
Schreiben Sie ca. 200 Wörter.





[.essay:bitmark++&image]
[%A26]
[&image:https://docs.bitbook.education/bit-books/schubert/schubert_erkundungen_b2/web-resources/images/gedankenkarte.png]
[!Hinweis zum Sammeln und Darstellen von Gedanken (Mindmap)

Lesen Sie das Beispiel eines persönlicher Briefs und erstellen Sie selbst, bevor Sie den Brief schreiben, Ihre eigene Mindmap.]
 Wenn man einen Aufsatz oder einen Vortrag vorbereitet, kann man (als eine von vielen Möglichkeiten) eine Mindmap erstellen – meist geschieht dies handschriftlich.

**Beim Erstellen einer Mindmap sind folgende Regeln zu beachten:**
1. Das Thema kommt in die Mitte des Blattes.
2. Von dort aus werden Hauptund Nebenäste angelegt.
3. Die Ordnungsstruktur geht vom Allgemeinen zum Besonderen, vom Oberbegriff zum Unterbegriff.
4. Bei den Hauptästen, die Themenfelder darstellen, werden im Allgemeinen Großbuchstaben verwendet, bei den Seitenästen benutzt man die Kleinschreibung.
5. Sie können auch mit Symbolen oder Bildern arbeiten.

|remark
**Persönlicher Brief**
Ein Freund/Eine Freundin von Ihnen möchte Ihr Heimatland besuchen und bittet Sie um Ratschläge, worauf er/sie besonders achten soll.
Berichten Sie in einem Brief darüber, was ein ausländischer Besucher Ihrer Meinung nach über das tägliche Leben, z. B. beim Einkaufen, im Straßenverkehr, bei der Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel, im Restaurant, in Museen, in Kirchen, bezüglich seiner Kleidung usw., wissen sollte.





[.chapter]
[###Kennen Sie die Sorben?]
[@leave.subject:Kennen Sie die Sorben?]

[.article]
Die Texte und Aufgaben in diesem fakultativen Teil B stellen ein Angebot für Lerner und Lerngruppen dar, die ihre sprachlichen Fähigkeiten zusätzlich erweitern möchten.




[.cloze-and-multiple-choice-text&image]
[%B1]
[&image:https://docs.bitbook.education/bit-books/schubert/schubert_erkundungen_b2/web-resources/images/angelika_wuntke7158-niedersorbische_trachten-sw.jpg]
[&image:https://docs.bitbook.education/bit-books/schubert/schubert_erkundungen_b2/web-resources/images/sorben_2008.jpg]
[!Haben Sie schon einmal etwas von den Sorben gehört?

Lesen Sie den folgenden Text und ordnen Sie die passenden Teilüberschriften zu.]

[-Alles nur Folklore und Brauchtum?][+Was sind die Sorben?][-Was ist anders bei den Sorben?][-Haben die Sorben eigene politische Rechte?][-Waren die Sorben schon immer da?]
1. Die Sorben sind ein westslawisches Volk und leben nicht in Sorbistan oder in der Sorabei, sondern im Osten Deutschlands, genauer gesagt in der Lausitz: in Sachsen die Obersorben, in Brandenburg die Niedersorben/Wenden. Die kulturellen Zentren sind die Städte Bautzen und Cottbus. Die Sorben sind eine nationale (ethnische) Minderheit ohne eigenen Staat, ohne Mutterland oder gar Autonomiegebiete. Wie viele Sorben es noch gibt, kann nicht eindeutig gesagt werden, da deutsche Staatsbürger ihre Nationalitätenzugehörigkeit nirgendwo angeben müssen. Es wird jedoch geschätzt, dass es noch etwa 20 000 aktiv sprechende Sorben gibt bzw. 60000 nach subjektivem Zugehörigkeitsgefühl.

[-Alles nur Folklore und Brauchtum?][-Was sind die Sorben?][-Was ist anders bei den Sorben?][-Haben die Sorben eigene politische Rechte?][+Waren die Sorben schon immer da?]
2. Während der Völkerwanderung im 6. Jahrhundert kamen einige slawische Stämme in die Region zwischen den Flüssen Saale und Neiße. Im Laufe des Mittelalters und der frühen Neuzeit wurde der Name „Sorben“ dann allmählich auf die in der Lausitz siedelnden Stämme, Lusitzer und Milzener, übertragen. Im 8. und 9. Jahrhundert gerieten sie in zunehmende Abhängigkeit vom (ost)fränkischen Reich und wurden in dieses eingegliedert. Ein eigener Staat konnte somit von Anfang an nicht entstehen. Die heute noch in der Lausitz lebenden Sorben sind also die Reste der westslawischen Stämme, die im frühen Mittelalter das Gebiet zwischen Ostsee und Erzgebirge besiedelten.

[-Alles nur Folklore und Brauchtum?][-Was sind die Sorben?][+Was ist anders bei den Sorben?][-Haben die Sorben eigene politische Rechte?][-Waren die Sorben schon immer da?]
3. Die Sorben haben eine eigene Sprache und Kultur, die nicht nur in verschiedenen Vereinen und Gruppen gepflegt wird, sondern noch lebt. Gerade deswegen fallen vielerorts in der Lausitz zweisprachige Ortsschilder und Bezeichnungen an öffentlichen Gebäuden in deutscher und sorbischer Sprache auf. Außerdem tragen in vier Regionen vor allem ältere Frauen noch täglich die sorbische Tracht, jüngere nur zu großen Feiertagen. Nicht alle, aber viele sorbische Bräuche werden im Alltag gepflegt, wie zum Beispiel die Vogelhochzeit, das Osterreiten, das Hexenbrennen und das Maibaumwerfen.

[-Alles nur Folklore und Brauchtum?][-Was sind die Sorben?][-Was ist anders bei den Sorben?][+Haben die Sorben eigene politische Rechte?][-Waren die Sorben schon immer da?]
4. In anderer Hinsicht unterscheiden sich die Sorben nicht von ihren Mitmenschen. Sie haben keine zusätzlichen Rechte, außer, dass Sprache und Kultur gepflegt werden dürfen. Sie werden durch die Stiftung für das sorbische Volk gefördert. Dies ist in den Verfassungen Sachsens und Brandenburgs verankert. Nach außen werden die Sorben durch ihren Dachverband, die „Domowina“, vertreten. Seit März 2005 existiert auch die „Lausitzer Allianz“, die die Interessen der Volksgruppe wahrnehmen möchte.

[+Alles nur Folklore und Brauchtum?][-Was sind die Sorben?][-Was ist anders bei den Sorben?][-Haben die Sorben eigene politische Rechte?][-Waren die Sorben schon immer da?]
5. Die offensichtlichsten Merkmale der Sorben sind Sprache, Kultur und Brauchtum. Zum sorbischen Selbstbewusstsein gehören jedoch auch eine Menge moderner Einrichtungen. Dies sind nicht nur der Hörfunk und das Fernsehen, sondern auch andere Einrichtungen, die sich professionell mit der sorbischen Sprache und Kultur beschäftigen. In Leipzig entstand zum Beispiel zu DDR-Zeiten das Institut für Sorabistik an der Universität Leipzig, in Bautzen das Institut für Volksforschung, das Deutsch- Sorbische Volkstheater, das Ensemble für sorbische Volkskultur. Außerdem werden im Domowina- und im Lusatia-Verlag nicht nur neue wissenschaftliche Schriften, sondern auch Belletristik in ober- und niedersorbischer Sprache herausgegeben.
[@reference: Kennen Sie die Sorben? https://www.mdr.de/sorbisches-programm/ rundfunk/artikel75852.html]




[.true-false&article:bitmark--]
[%B2a]
[@labelTrue:richtig][@labelFalse:falsch]
[!Textarbeit

Sind die folgenden Aussagen richtig oder falsch? Kreuzen Sie an.]
===
[+1. Die Sorben sind eine in Deutschland lebende ethnische Minderheit.]
===
[-2. Sie sind sorbische Staatsbürger und kämpfen für ihre Autonomie.]
===
[+3. Die heutigen Sorben gingen aus den slawischen Stämmen hervor, die im 6. Jahrhundert aus dem Osten kamen und sich auf deutschem Gebiet ansiedelten.]
===
[+4. Das sorbische Brauchtum wird besonders von den älteren Sorben gepflegt.]
===
[-5. Die Sorben haben sowohl ihre eigene Partei als auch eigene politische Rechte.]
===
[+6. Die sorbische Sprache und Kultur wird auch heute noch von verschiedenen Einrichtungen aufrechterhalten.]
===
[&article:
**Was sind die Sorben?**
1. Die Sorben sind ein westslawisches Volk und leben nicht in Sorbistan oder in der Sorabei, sondern im Osten Deutschlands, genauer gesagt in der Lausitz: in Sachsen die Obersorben, in Brandenburg die Niedersorben/Wenden. Die kulturellen Zentren sind die Städte Bautzen und Cottbus. Die Sorben sind eine nationale (ethnische) Minderheit ohne eigenen Staat, ohne Mutterland oder gar Autonomiegebiete. Wie viele Sorben es noch gibt, kann nicht eindeutig gesagt werden, da deutsche Staatsbürger ihre Nationalitätenzugehörigkeit nirgendwo angeben müssen. Es wird jedoch geschätzt, dass es noch etwa 20 000 aktiv sprechende Sorben gibt bzw. 60000 nach subjektivem Zugehörigkeitsgefühl.

**Waren die Sorben schon immer da?**
2. Während der Völkerwanderung im 6. Jahrhundert kamen einige slawische Stämme in die Region zwischen den Flüssen Saale und Neiße. Im Laufe des Mittelalters und der frühen Neuzeit wurde der Name „Sorben“ dann allmählich auf die in der Lausitz siedelnden Stämme, Lusitzer und Milzener, übertragen. Im 8. und 9. Jahrhundert gerieten sie in zunehmende Abhängigkeit vom (ost)fränkischen Reich und wurden in dieses eingegliedert. Ein eigener Staat konnte somit von Anfang an nicht entstehen. Die heute noch in der Lausitz lebenden Sorben sind also die Reste der westslawischen Stämme, die im frühen Mittelalter das Gebiet zwischen Ostsee und Erzgebirge besiedelten.

**Was ist anders bei den Sorben?**
3. Die Sorben haben eine eigene Sprache und Kultur, die nicht nur in verschiedenen Vereinen und Gruppen gepflegt wird, sondern noch lebt. Gerade deswegen fallen vielerorts in der Lausitz zweisprachige Ortsschilder und Bezeichnungen an öffentlichen Gebäuden in deutscher und sorbischer Sprache auf. Außerdem tragen in vier Regionen vor allem ältere Frauen noch täglich die sorbische Tracht, jüngere nur zu großen Feiertagen. Nicht alle, aber viele sorbische Bräuche werden im Alltag gepflegt, wie zum Beispiel die Vogelhochzeit, das Osterreiten, das Hexenbrennen und das Maibaumwerfen.

**Haben die Sorben eigene politische Rechte?**
4. In anderer Hinsicht unterscheiden sich die Sorben nicht von ihren Mitmenschen. Sie haben keine zusätzlichen Rechte, außer, dass Sprache und Kultur gepflegt werden dürfen. Sie werden durch die Stiftung für das sorbische Volk gefördert. Dies ist in den Verfassungen Sachsens und Brandenburgs verankert. Nach außen werden die Sorben durch ihren Dachverband, die „Domowina“, vertreten. Seit März 2005 existiert auch die „Lausitzer Allianz“, die die Interessen der Volksgruppe wahrnehmen möchte.

**Alles nur Folklore und Brauchtum?**
5. Die offensichtlichsten Merkmale der Sorben sind Sprache, Kultur und Brauchtum. Zum sorbischen Selbstbewusstsein gehören jedoch auch eine Menge moderner Einrichtungen. Dies sind nicht nur der Hörfunk und das Fernsehen, sondern auch andere Einrichtungen, die sich professionell mit der sorbischen Sprache und Kultur beschäftigen. In Leipzig entstand zum Beispiel zu DDR-Zeiten das Institut für Sorabistik an der Universität Leipzig, in Bautzen das Institut für Volksforschung, das Deutsch- Sorbische Volkstheater, das Ensemble für sorbische Volkskultur. Außerdem werden im Domowina- und im Lusatia-Verlag nicht nur neue wissenschaftliche Schriften, sondern auch Belletristik in ober- und niedersorbischer Sprache herausgegeben.]
[@reference: Kennen Sie die Sorben? https://www.mdr.de/sorbisches-programm/ rundfunk/artikel75852.html]



[.cloze-solution-grouped]
[%B2b]
[!Textarbeit

Ergänzen Sie in der folgenden Textvariante die passenden Nomen.]
Die Sorben sind ein westslawisches Volk und leben im Osten Deutschlands. Sie sind eine nationale [_Minderheit][%1] ohne eigenen Staat. Es wird geschätzt, dass es noch etwa 20 000 aktiv sprechende Sorben gibt bzw. 60 000 nach subjektivem [_Zugehörigkeitsgefühl][%2]. Während der Völkerwanderung im 6. Jahrhundert kamen einige slawische [_Stämme][%3] in die Region zwischen den Flüssen Saale und Neiße. Im 8. und 9. Jahrhundert gerieten sie in zunehmende [_Abhängigkeit][%4] vom fränkischen Reich und wurden in dieses Reich eingegliedert. Die Sorben haben eine eigene Sprache und [_Kultur][%5], die in verschiedenen [_Vereinen][%6] und Gruppen gepflegt wird. In der Lausitz findet man noch heute zweisprachige [_Ortsschilder][%7] und Bezeichnungen an öffentlichen [_Gebäuden][%8] in deutscher und sorbischer Sprache. Außerdem tragen vor allem ältere Frauen noch täglich in vier Regionen die sorbische [_Tracht][%9]. Viele sorbische [_Bräuche][%10] werden im Alltag gepflegt, wie zum Beispiel die Vogelhochzeit oder das Hexenbrennen. In politischer Hinsicht haben die Sorben keine zusätzlichen [_Rechte][%11]. Die Förderung ihrer Sprache und Kultur aber ist in den [_Verfassungen][%12] der Bundesländer Sachsen und Brandenburg verankert. Seit März 2005 existiert auch die „Lausitzer [_Allianz][%13]“, die die [_Interessen][%14] der Volksgruppe vertreten möchte. Zum sorbischen [_Selbstbewusstsein][%15] gehören auch eine Menge moderner Einrichtungen, wie Hörfunk und Fernsehen. Außerdem werden in sorbischen [_Verlagen][%16] neue wissenschaftliche Schriften und Literatur in sorbischer Sprache herausgegeben.





[.cloze&article:bitmark--]
[%B2c]
[!Textarbeit

Suchen Sie die passenden Wörter aus dem Text. Die Buchstaben in den farbigen Fächern ergeben ein zusammengesetztes Nomen.]

[%1] ein sorbischer Brauch 
[_H][%1] [_e][_x][@example] [_e] [_n] [_b] [_r] [_e] [_n] [_n] [_e] [_n]

[%2] Synonym für das Verb verlassen 
[_w][@example] [_e][%2][@example] [_g][@example] [_z][@example] [_i][@example] [_e][@example] [_h][@example] [_e][@example] [_n][@example]

[%3] Gegend, in der die Sorben jetzt wohnen 
[_L][@example] [_a] [_u] [_s] [_i][%3] [_t] [_z]

[%4] der Name eines sorbischen Verlags 
[_D] [_o] [_m][%4] [_o] [_w][@example] [_i] [_n] [_a]

[%5] ein Bundesland, in dem die Sorben zu Hause sind 
[_S] [_a][%5] [_c] [_h] [_s] [_e] [_n]

[%6] eine Stadt in Ostsachsen 
[_B][@example] [_a] [_u] [_t][%6] [_z] [_e] [_n]

[%7] sorbischer Brauch 
[_V] [_o][@example] [_g] [_e] [_l][%7] [_h][@example] [_o] [_c] [_h] [_z] [_e] [_i] [_t]

[%8] ein Fluss in Brandenburg 
[_S] [_a][%8] [_a] [_l][@example] [_e]

[%9] slawischer Stamm 
[_M][@example] [_i][@example] [_l] [_z] [_e] [_n][%9] [_e] [_r]

[%10] ein anderer Name für die Sorben 
[_W] [_e][@example] [_n] [_d][%10] [_e] [_n]

Lösung: [_H][!1] [_e][!2][@example] [_i][!3] [_m][!4] [_a][!5] [_t][!6] [_l][!7] [_a][!8] [_n][!9] [_d][!10]


[&article:
**Was sind die Sorben?**
1. Die Sorben sind ein westslawisches Volk und leben nicht in Sorbistan oder in der Sorabei, sondern im Osten Deutschlands, genauer gesagt in der Lausitz: in Sachsen die Obersorben, in Brandenburg die Niedersorben/Wenden. Die kulturellen Zentren sind die Städte Bautzen und Cottbus. Die Sorben sind eine nationale (ethnische) Minderheit ohne eigenen Staat, ohne Mutterland oder gar Autonomiegebiete. Wie viele Sorben es noch gibt, kann nicht eindeutig gesagt werden, da deutsche Staatsbürger ihre Nationalitätenzugehörigkeit nirgendwo angeben müssen. Es wird jedoch geschätzt, dass es noch etwa 20 000 aktiv sprechende Sorben gibt bzw. 60000 nach subjektivem Zugehörigkeitsgefühl.

**Waren die Sorben schon immer da?**
2. Während der Völkerwanderung im 6. Jahrhundert kamen einige slawische Stämme in die Region zwischen den Flüssen Saale und Neiße. Im Laufe des Mittelalters und der frühen Neuzeit wurde der Name „Sorben“ dann allmählich auf die in der Lausitz siedelnden Stämme, Lusitzer und Milzener, übertragen. Im 8. und 9. Jahrhundert gerieten sie in zunehmende Abhängigkeit vom (ost)fränkischen Reich und wurden in dieses eingegliedert. Ein eigener Staat konnte somit von Anfang an nicht entstehen. Die heute noch in der Lausitz lebenden Sorben sind also die Reste der westslawischen Stämme, die im frühen Mittelalter das Gebiet zwischen Ostsee und Erzgebirge besiedelten.

**Was ist anders bei den Sorben?**
3. Die Sorben haben eine eigene Sprache und Kultur, die nicht nur in verschiedenen Vereinen und Gruppen gepflegt wird, sondern noch lebt. Gerade deswegen fallen vielerorts in der Lausitz zweisprachige Ortsschilder und Bezeichnungen an öffentlichen Gebäuden in deutscher und sorbischer Sprache auf. Außerdem tragen in vier Regionen vor allem ältere Frauen noch täglich die sorbische Tracht, jüngere nur zu großen Feiertagen. Nicht alle, aber viele sorbische Bräuche werden im Alltag gepflegt, wie zum Beispiel die Vogelhochzeit, das Osterreiten, das Hexenbrennen und das Maibaumwerfen.

**Haben die Sorben eigene politische Rechte?**
4. In anderer Hinsicht unterscheiden sich die Sorben nicht von ihren Mitmenschen. Sie haben keine zusätzlichen Rechte, außer, dass Sprache und Kultur gepflegt werden dürfen. Sie werden durch die Stiftung für das sorbische Volk gefördert. Dies ist in den Verfassungen Sachsens und Brandenburgs verankert. Nach außen werden die Sorben durch ihren Dachverband, die „Domowina“, vertreten. Seit März 2005 existiert auch die „Lausitzer Allianz“, die die Interessen der Volksgruppe wahrnehmen möchte.

**Alles nur Folklore und Brauchtum?**
5. Die offensichtlichsten Merkmale der Sorben sind Sprache, Kultur und Brauchtum. Zum sorbischen Selbstbewusstsein gehören jedoch auch eine Menge moderner Einrichtungen. Dies sind nicht nur der Hörfunk und das Fernsehen, sondern auch andere Einrichtungen, die sich professionell mit der sorbischen Sprache und Kultur beschäftigen. In Leipzig entstand zum Beispiel zu DDR-Zeiten das Institut für Sorabistik an der Universität Leipzig, in Bautzen das Institut für Volksforschung, das Deutsch- Sorbische Volkstheater, das Ensemble für sorbische Volkskultur. Außerdem werden im Domowina- und im Lusatia-Verlag nicht nur neue wissenschaftliche Schriften, sondern auch Belletristik in ober- und niedersorbischer Sprache herausgegeben.]


[.cloze-and-multiple-choice-text]
[%B2d]
[!Textarbeit

Was kann man? Ordnen Sie zu.]
1. eine Tracht [-vertreten][-pflegen][-herausgeben][-verankern][-ansiedeln][-fördern][+tragen][-geraten][-wahrnehmen]
2. etwas in der Verfassung [-vertreten][-pflegen][-herausgeben][+verankern][-ansiedeln][-fördern][-tragen][-geraten][-wahrnehmen]
3. Interessen [+vertreten][-pflegen][-herausgeben][-verankern][-ansiedeln][-fördern][-tragen][-geraten][-wahrnehmen] [-vertreten][-pflegen][-herausgeben][-verankern][-ansiedeln][-fördern][-tragen][-geraten][+wahrnehmen]
4. Sitten und Gebräuche [-vertreten][+pflegen][-herausgeben][-verankern][-ansiedeln][-fördern][-tragen][-geraten][-wahrnehmen]
5. die Kultur und die Sprache [-vertreten][-pflegen][-herausgeben][-verankern][-ansiedeln][+fördern][-tragen][-geraten][-wahrnehmen]
6. in Abhängigkeit [-vertreten][-pflegen][-herausgeben][-verankern][-ansiedeln][-fördern][-tragen][+geraten][-wahrnehmen]
7. sich in einem Gebiet [-vertreten][-pflegen][-herausgeben][-verankern][+ansiedeln][-fördern][-tragen][-geraten][-wahrnehmen]
8. Bücher und Zeitschriften [-vertreten][-pflegen][+herausgeben][-verankern][-ansiedeln][-fördern][-tragen][-geraten][-wahrnehmen]



[.essay&article:bitmark--]
[%B2e]
[!Textarbeit

Fassen Sie den Text B1 mit eigenen Worten zusammen.]


Texte zusammenfassen
◇ Das Thema des Textes ist ...
◇ Im Text geht es hauptsächlich/in erster Linie um ...
◇ Die wichtigsten Aussagen/Hauptaussagen des Textes sind ...
[&article:
**Was sind die Sorben?**
1. Die Sorben sind ein westslawisches Volk und leben nicht in Sorbistan oder in der Sorabei, sondern im Osten Deutschlands, genauer gesagt in der Lausitz: in Sachsen die Obersorben, in Brandenburg die Niedersorben/Wenden. Die kulturellen Zentren sind die Städte Bautzen und Cottbus. Die Sorben sind eine nationale (ethnische) Minderheit ohne eigenen Staat, ohne Mutterland oder gar Autonomiegebiete. Wie viele Sorben es noch gibt, kann nicht eindeutig gesagt werden, da deutsche Staatsbürger ihre Nationalitätenzugehörigkeit nirgendwo angeben müssen. Es wird jedoch geschätzt, dass es noch etwa 20 000 aktiv sprechende Sorben gibt bzw. 60000 nach subjektivem Zugehörigkeitsgefühl.

**Waren die Sorben schon immer da?**
2. Während der Völkerwanderung im 6. Jahrhundert kamen einige slawische Stämme in die Region zwischen den Flüssen Saale und Neiße. Im Laufe des Mittelalters und der frühen Neuzeit wurde der Name „Sorben“ dann allmählich auf die in der Lausitz siedelnden Stämme, Lusitzer und Milzener, übertragen. Im 8. und 9. Jahrhundert gerieten sie in zunehmende Abhängigkeit vom (ost)fränkischen Reich und wurden in dieses eingegliedert. Ein eigener Staat konnte somit von Anfang an nicht entstehen. Die heute noch in der Lausitz lebenden Sorben sind also die Reste der westslawischen Stämme, die im frühen Mittelalter das Gebiet zwischen Ostsee und Erzgebirge besiedelten.

**Was ist anders bei den Sorben?**
3. Die Sorben haben eine eigene Sprache und Kultur, die nicht nur in verschiedenen Vereinen und Gruppen gepflegt wird, sondern noch lebt. Gerade deswegen fallen vielerorts in der Lausitz zweisprachige Ortsschilder und Bezeichnungen an öffentlichen Gebäuden in deutscher und sorbischer Sprache auf. Außerdem tragen in vier Regionen vor allem ältere Frauen noch täglich die sorbische Tracht, jüngere nur zu großen Feiertagen. Nicht alle, aber viele sorbische Bräuche werden im Alltag gepflegt, wie zum Beispiel die Vogelhochzeit, das Osterreiten, das Hexenbrennen und das Maibaumwerfen.

**Haben die Sorben eigene politische Rechte?**
4. In anderer Hinsicht unterscheiden sich die Sorben nicht von ihren Mitmenschen. Sie haben keine zusätzlichen Rechte, außer, dass Sprache und Kultur gepflegt werden dürfen. Sie werden durch die Stiftung für das sorbische Volk gefördert. Dies ist in den Verfassungen Sachsens und Brandenburgs verankert. Nach außen werden die Sorben durch ihren Dachverband, die „Domowina“, vertreten. Seit März 2005 existiert auch die „Lausitzer Allianz“, die die Interessen der Volksgruppe wahrnehmen möchte.

**Alles nur Folklore und Brauchtum?**
5. Die offensichtlichsten Merkmale der Sorben sind Sprache, Kultur und Brauchtum. Zum sorbischen Selbstbewusstsein gehören jedoch auch eine Menge moderner Einrichtungen. Dies sind nicht nur der Hörfunk und das Fernsehen, sondern auch andere Einrichtungen, die sich professionell mit der sorbischen Sprache und Kultur beschäftigen. In Leipzig entstand zum Beispiel zu DDR-Zeiten das Institut für Sorabistik an der Universität Leipzig, in Bautzen das Institut für Volksforschung, das Deutsch- Sorbische Volkstheater, das Ensemble für sorbische Volkskultur. Außerdem werden im Domowina- und im Lusatia-Verlag nicht nur neue wissenschaftliche Schriften, sondern auch Belletristik in ober- und niedersorbischer Sprache herausgegeben.]





[.interview]
[%B3]
[!Berichten Sie.]
===
1. Gibt es ethnische Minderheiten in Ihrem Heimatland?[@shortAnswer]
===
2. Wenn ja, kennen Sie traditionelle Bräuche dieser ethnischen Minderheiten?[@shortAnswer]
===
3. Wissen Sie etwas über andere Minderheiten in Deutschland, zum Beispiel die in Deutschland lebenden Dänen, die Friesen oder die deutschen Sinti und Roma? Wenn nicht, informieren Sie sich im Internet über eine Minderheit und suchen Sie Unterschiede zur sorbischen Minderheit heraus.[@shortAnswer]
===




[.cloze:bitmark--&image]
[%B4]
[&image:https://docs.bitbook.education/bit-books/schubert/schubert_erkundungen_b2/web-resources/images/haus_und_heimat_10708-sw.png]

[&image:https://docs.bitbook.education/bit-books/schubert/schubert_erkundungen_b2/web-resources/images/wk-09040071-kinder-brautpaar_schleifer_tracht-vogelhochzeit.png]
[!In einer Zeitschrift werden zwei sorbische Bräuche beschrieben. Beim Kopieren des Textes sind leider einzelne Wörter unleserlich geworden. Rekonstruieren Sie die Texte und ergänzen Sie die fehlenden Wörter.]
**Die Vogelhochzeit**
Die Vogelhochzeit ist ein Brauch aus vorchristlicher [_Zeit]. Die Sorben wollten die Naturgötter für sich gewinnen und bereiteten Speisen als Opfergaben zu. Die Menschen warteten [_nach] dem langen Winter auf den Frühling. Mit der Zeit wurden aus [_den] Opfergaben Geschenke für Kinder. Die Vogelhochzeit wird [_am] 25. Januar gefeiert und hängt mit den Beobachtungen aus [_der] Tier- und Pflanzenwelt zusammen. Einige Vogelarten beginnen bereits Eier zu legen. Die Kinder füttern [_im] Winter die Vögel und dürfen zur Belohnung an der Hochzeit [_teilnehmen] Sie stellen Teller und Schüsseln ans Fenster und bekommen süßes Gebäck: eine Elster aus Teig. In Kindergärten und Schulen wird die Hochzeit mit der Elster als Braut und [_dem] Raben als Bräutigam gefeiert. Das Brautpaar ist festlich [_gekleidet][_angezogen], meist mit der sorbischen Festtagstracht. Die anderen Kinder [_sind][_haben sich] als Vögel verkleidet. Es wird gesungen und getanzt.


**Hexenbrennen**
Das Hexenbrennen ist eine alte slawische Tradition und [_findet] jedes Jahr am 30. April statt. Im gesamten Monat April [_sammeln] die Menschen Holz. Daraus entsteht ein großer „Scheiterhaufen“. Eine gebastelte Strohpuppe wird auf [_den] Haufengestellt. Sobald es dunkel wird, wird das Hexenfeuer [_angezündet][_angesteckt]. Die Strohhexe symbolisierte einst den Winter und [_das] Böse. Mit dem Hexenbrennen sollte das Unheil für [_immer]verjagt werden. Heute ist das Hexenbrennen ein nächtliches [_Spektakel][_Ereignis], das viele Menschen aus nah und fern anlockt.


 



[.assignment:bitmark--&article:bitmark++]
[%B5a]
[!Ein Ausflug in den Spreewald

Sie und Ihre Nachbarin/Ihr Nachbar machen zusammen einen Ausflug in die Lausitz, genauer gesagt in den Spreewald. Der Reiseveranstalter hat Ihnen ein Programm zur Auswahl zugesandt. Was wollen Sie im Spreewald unternehmen? Einigen Sie sich auf ein bis zwei Aktivitäten. Begründen Sie Ihre Auswahl.]

[&image:https://docs.bitbook.education/bit-books/schubert/schubert_erkundungen_b2/web-resources/images/wk-10200035-schild_leipe.png]
[&image:https://docs.bitbook.education/bit-books/schubert/schubert_erkundungen_b2/web-resources/images/speisen_&_getr_nke_1759.jpg]
[&article:
**A. Kahnfahrt durch den Spreewald**
Besuchen Sie eine Flusslandschaft, die zu den schönsten und zugleich einzigartigsten Naturschutzgebieten Europas gehört. Die Begriffe Spree und Wald verstehen sich als urwüchsiges Delta mit einem Hunderte Kilometer in sich verzweigten Wasserwegenetz auf engstem Raum. Seit 1991 ist der Spreewald ein UNESCO- Biosphärenreservat. Bestaunen auch Sie die wunderbare Flusslandschaft bei einer halbtägigen Kahnfahrt. Für Essen und Trinken ist gesorgt.

**B. Spreewald-Originale**
Man sagt, die Spreewaldgurke sei bekannter als der Spreewald. Auf jeden Fall macht sie überall Appetit – und das in geschmackvoller Art als berühmte saure Gurke, als Gewürzgurke, Pfeffergurke, Knoblauchgurke oder als Senfgurke. Als eine bedeutende Gemüsekammer Deutschlands hat der Spreewald eine lange Tradition im Gemüseanbau und in der Konservierung der Produkte. Informieren Sie sich über die Herstellung der Spreewaldgurke und die Tradition des Gemüseanbaus mit anschließender Verkostung.

**C. Relaxen in der Spreewaldtherme**
In der Spreewaldtherme in Burg finden Sie ein modernes Angebot für Gesundheit und Wellness. Solebad, Saunagarten, Wellnessgalerie und Fitnesspanorama lassen keine Wünsche offen. Die Sole kommt direkt aus den Tiefen des Spreewaldes.

**D. Fahrradtour**
Für Fahrradfreunde gibt es im Spreewald den 250 km langen „Gurkenradweg“. Einen Teil davon lernen Sie bei unserer eintägigen Tour kennen. Nutzen Sie die Gelegenheit und besichtigen Sie auf sportliche Weise zahlreiche Sehenswürdigkeiten, an denen Sie der Weg vorbeiführt.

**E. Sommertheater in der Slawenburg Raddusch**
Musikalische Abendveranstaltungen mit Ballett, Chor und Orchester des Sorbischen National- Ensembles in der spektakulär beleuchteten Slawenburg Raddusch. Am 20. und 21. August wird die Ballettoper „Krabat oder die Erschaffung der Welt”, am 20. bis 24. August die Ballettoper „Jahr der Könige” aufgeführt. Quelle und Inspiration dieser einzigartigen folkloristischen Bühnenkunst sind die lebendigen Sitten und Bräuche des sorbischen Volkes.

**F. Freilandmuseum Lehde**
Im Freilandmuseum Lehde wurden drei komplette altwendische Hofanlagen aus verschiedenen Teilen des Spreewaldes aufgebaut. In den einzelnen Gebäuden erfahren Sie Interessantes über Wohn- und Lebensweisen der Spreewälder, ihre Trachten und zu welchen Gelegenheiten sie heute noch getragen werden, die Flora und Fauna, typisches Handwerk. Außerdem finden Sie hier die älteste Kahnbauerei des Dorfes Lehde und unsere neue „Gurkenbude“ mit Gurkenkräutergarten.]



[.cloze&article:bitmark++]
[%B5b]
[!Ein Ausflug in den Spreewald

Die folgenden Personen haben auch Interesse an einem Ausflug in den Spreewald. Welches Angebot empfehlen Sie? Es ist möglich, dass Sie nicht für jede Person etwas Passendes finden. Schreiben Sie in diesem Fall „0“.]

◇ Franziska M. geht gern ins Theater. [_e][@example]
1. August K. ist ein gestresster Manager und will sich im Spreewald entspannen. [_c]
2. Otto F. sitzt den ganzen Tag im Büro und braucht in seiner Freizeit den sportlichen Ausgleich. [_d]
3. Herr und Frau Kuhn interessieren sich für alte Handwerkskunst und frühere Lebensgewohnheiten unterschiedlicher Völker. [_f]
4. Martina G. möchte die sorbische Literatur kennenlernen und etwas über den sorbischen Schriftsteller Juri Brězan erfahren. [_0]
5. Überall, wohin er fährt, sucht Günter H. nach kulinarischen Spezialitäten. [_b]
6. Hans und Bärbel sind frisch verliebt und möchten eine romantische Bootsfahrt machen. [_a]


[&article:
**A. Kahnfahrt durch den Spreewald**
Besuchen Sie eine Flusslandschaft, die zu den schönsten und zugleich einzigartigsten Naturschutzgebieten Europas gehört. Die Begriffe Spree und Wald verstehen sich als urwüchsiges Delta mit einem Hunderte Kilometer in sich verzweigten Wasserwegenetz auf engstem Raum. Seit 1991 ist der Spreewald ein UNESCO- Biosphärenreservat. Bestaunen auch Sie die wunderbare Flusslandschaft bei einer halbtägigen Kahnfahrt. Für Essen und Trinken ist gesorgt.

**B. Spreewald-Originale**
Man sagt, die Spreewaldgurke sei bekannter als der Spreewald. Auf jeden Fall macht sie überall Appetit – und das in geschmackvoller Art als berühmte saure Gurke, als Gewürzgurke, Pfeffergurke, Knoblauchgurke oder als Senfgurke. Als eine bedeutende Gemüsekammer Deutschlands hat der Spreewald eine lange Tradition im Gemüseanbau und in der Konservierung der Produkte. Informieren Sie sich über die Herstellung der Spreewaldgurke und die Tradition des Gemüseanbaus mit anschließender Verkostung.

**C. Relaxen in der Spreewaldtherme**
In der Spreewaldtherme in Burg finden Sie ein modernes Angebot für Gesundheit und Wellness. Solebad, Saunagarten, Wellnessgalerie und Fitnesspanorama lassen keine Wünsche offen. Die Sole kommt direkt aus den Tiefen des Spreewaldes.

**D. Fahrradtour**
Für Fahrradfreunde gibt es im Spreewald den 250 km langen „Gurkenradweg“. Einen Teil davon lernen Sie bei unserer eintägigen Tour kennen. Nutzen Sie die Gelegenheit und besichtigen Sie auf sportliche Weise zahlreiche Sehenswürdigkeiten, an denen Sie der Weg vorbeiführt.

**E. Sommertheater in der Slawenburg Raddusch**
Musikalische Abendveranstaltungen mit Ballett, Chor und Orchester des Sorbischen National- Ensembles in der spektakulär beleuchteten Slawenburg Raddusch. Am 20. und 21. August wird die Ballettoper „Krabat oder die Erschaffung der Welt”, am 20. bis 24. August die Ballettoper „Jahr der Könige” aufgeführt. Quelle und Inspiration dieser einzigartigen folkloristischen Bühnenkunst sind die lebendigen Sitten und Bräuche des sorbischen Volkes.

**F. Freilandmuseum Lehde**
Im Freilandmuseum Lehde wurden drei komplette altwendische Hofanlagen aus verschiedenen Teilen des Spreewaldes aufgebaut. In den einzelnen Gebäuden erfahren Sie Interessantes über Wohn- und Lebensweisen der Spreewälder, ihre Trachten und zu welchen Gelegenheiten sie heute noch getragen werden, die Flora und Fauna, typisches Handwerk. Außerdem finden Sie hier die älteste Kahnbauerei des Dorfes Lehde und unsere neue „Gurkenbude“ mit Gurkenkräutergarten.]





[.chapter][▼kapitel3c]
[##Teil C]

[.chapter]
[###n-Deklination der Nomen]
[@grammar:n-Deklination der Nomen]


[.article:bitmark--]
**Deklination maskuliner Nomen**
||add tables||
**n-Deklination:** Nach demselben Prinzip wie Junge werden folgende maskuline Nomen dekliniert:
**1. Personen und Tiere auf -e:**
**Personen:** der Bote ◇ der Bube ◇ der Erbe ◇ der Experte ◇ der Gefährte ◇ der Genosse ◇ der Hirte ◇ der Junge ◇ der Knabe ◇ der Kollege ◇ der Komplize ◇ der Kunde ◇ der Laie ◇ der Lotse ◇ der Neffe ◇ der Riese ◇ der Sklave ◇ der Zeuge
◇Nationalitäten:◇ der Brite ◇ der Bulgare ◇ der Däne ◇ der Franzose ◇ der Grieche ◇ der Ire
**Tiere:** der Affe ◇ der Bär ◇ der Bulle ◇ der Hase ◇ der Löwe ◇ der Ochse ◇ der Rabe
**2. weitere Personen:** der Bauer ◇ der Herr ◇ der Fürst ◇ der Graf ◇ der Held ◇ der Kamerad ◇ der Narr ◇ der Nachbar ◇ der Prinz
**3. Nomen auf -and, -ant, -ent, -ist:** der Doktorand ◇ der Elefant ◇ der Lieferant ◇ der Demonstrant ◇ der Student ◇ der Präsident ◇ der Produzent ◇ der Korrespondent ◇ der Polizist ◇ der Kommunist ◇ der Terrorist ◇ der Journalist
**4. Nomen aus dem Griechischen:** der Biologe ◇ der Soziologe ◇ der Fotograf ◇ der Architekt ◇ der Diplomat ◇ der Demokrat ◇ der Automat ◇ der Monarch ◇ der Katholik
**5. einige abstrakte Nomen (Genitiv mit -s):** der Name ◇ der Gedanke ◇ der Buchstabe
**Achtung!** Es gibt eine Ausnahme: Die Vertreter Deutschlands werden wie Adjektive dekliniert (der Deutsche, ein Deutscher, die Deutschen, Deutsche).




[.cloze-instruction-grouped]
[%C1]
[!Ergänzen Sie die passenden Nomen im Plural.]
1. Vom Gipfeltreffen der sieben [_Staatspräsidenten][!Staatspräsident] berichteten [_Journalisten][!Journalist] aus aller Welt.
2. Bei dem Fußballspiel waren Tausende von [_Polizisten][!Polizist] im Einsatz.
3. An der Ausschreibung für den neuen Regierungssitz beteiligten sich viele [_Architekten][!Architekt].
4. Die Anzahl der [_Studenten][!Student] in diesem Fach ist nicht gestiegen, die Anzahl der [_Interessenten][!Interessent] aber hat um ein Vielfaches zugenommen.
5. Nach dem Tod des Unternehmers streiten sich jetzt die [_Erben][!Erbe] um die Aufteilung des Vermögens.
6. Die Unfallstelle wurde von den [_Experten][!Experte] genau untersucht.




[.cloze-instruction-grouped]
[%C2]
[!Ergänzen Sie die passenden Nomen im Singular.]
1. Der Richter glaubte der Aussage des [_Zeugen][!Zeuge] nicht.
2. Nach dem Bericht unseres [_Korrespondenten][!Korrespondent] ist die Lage im Krisengebiet ernst.
3. Die berühmte Schauspielerin besuchte mit ihrem [_Lebensgefährten][!Lebensgefährte] die Salzburger Festspiele.
4. Die Ware ist wieder einmal nicht pünktlich angekommen. Mit diesem [_Lieferanten][!Lieferant] haben wir immer Ärger!
5. Wie verstehst du dich mit deinem neuen [_Nachbarn][!Nachbar]?
6. Haben Sie die Telefonnummer des [_Kunden][!Kunde] notiert? 
7. Wer war die schöne Frau an der Seite des [_Monarchen][!Monarch]?
8. Ich hätte gerne [_Herrn][!Herr] Meier gesprochen.



[.cloze:bitmark--&image]
[%C3]
[&image:https://docs.bitbook.education/bit-books/schubert/schubert_erkundungen_b2/web-resources/images/l1030559_87.png]
[!Ergänzen Sie die fehlenden Endungen.]
**Klassentreffen**
Letztes Wochenende hatten wir Klassentreffen. Meine Klasse war sehr international. Ich war vorher sehr aufgeregt und fragte mich, ob mein Banknachbar Gilles, ein Franz[_ose], wohl kommen würde. Leider kam er nicht. Er hat vor zwei Jahren eine Franz[_ösin] geheiratet und lebt jetzt in Paris. Dafür traf ich Mehmet wieder, einen Türk[_en], er ist noch Junggeselle und arbeitet in einem türkischen Restaurant. Carlos, unser einziger Span[_ier], erschien mit seiner Frau Antonella, einer Span[_ierin]. Meine Freundin Evangeliya ist Griech[_in]. Sie hat sich früher sehr für Schwed[_en] interessiert, doch leider kein Schwed[_e] für sie. Jetzt ist sie mit Marec, einem Pol[_en], verheiratet. Michael war auch da. Er ist Ir[_e] und arbeitet seit einem Jahr bei einer Computerfirma in Dublin. John, unser Schott[_e], hat sich am meisten verändert. Er hat mindestens 30 kg zugenommen. Seit ich ihn kenne, weiß ich, dass man Schott[_en] wohl als Brit[_en] , aber nicht als Engländ[_er] bezeichnen darf. Ein paar Deutsche gab es in meiner Klasse natürlich auch noch. Doch über die erzähle ich nichts, sonst wird die Geschichte zu lang.





[.match-matrix]
[%C4.1]
[!Ergänzen Sie die Bezeichnungen für die Einwohner der folgenden Länder.]
===
[#Land]
==
[#männliche Einwohner]
==
[#Einwohnerin]
==
[#Einwohner (Plural)]
===
1. der Sudan
==
der Sudanese
==
die Sudanesin
==
die Sudanesen
===
2. der Iran
==
der Iraner
==
die Iranerin
==
die Iraner
==
3. Peru
==
der Peruaner
==
die Peruanerin
==
die Peruaner
==
4. Chile
==
der Chilene
==
die Chilenin
==
die Chilenen
==
5. Kanada
==
der Kanadier
==
die Kanadierin
==
die Kanadier
==
6. die Türkei
==
der Türke
==
die Türkin
==
die Türken
==
7. China
==
der Chinese
==
die Chinesin
==
die Chinesen
==
8. Japan
==
der Japaner
==
die Japanerin
==
die Japaner
==
9. Mexiko
==
der Mexikaner
==
die Mexikanerin
==
die Mexikaner
==
10. Russland
==
der Russe
==
die Russin
==
die Russen
==
11. Indien
==
der Inder
==
die Inderin
==
die Inder
==
12. Thailand
==
der Thailänder
==
die Thailänderin
==
die Thailänder
==
13. Ukraine
==
der Ukrainer
==
die Ukrainerin
==
die Ukrainer
==
14. die Schweiz
==
der Schweizer
==
die Schweizerin
==
die Schweizer
==
15. Marokko
==
der Marokkaner
==
die Marokkanerin
==
die Marokkaner
==
16. Jordanien
==
der Jordanier
==
die Jordanierin
==
die Jordanier
===


[.match-matrix]
[%C4.2]
Aber
===
[#Land]
==
[#männliche Einwohner]
==
[#Einwohnerin]
==
[#Einwohner (Plural)]
===
17. Israel
==
der Israeli[@example]
==
die Israeli[@example]
==
die Israelis[@example]
===
18. Somalia
==
der Somali[@example]
==
die Somali[@example]
==
die Somalis[@example]
===
19. Saudi-Arabien
==
der Saudi[@example]
==
die Saudi[@example]
==
die Saudis[@example]
===
20. Pakistan
==
der Pakistani[@example]
==
die Pakistani[@example]
==
die Pakistanis[@example]
===




[.interview]
[%C5]
[!Bilden Sie Sätze. Das zuerst genannte Wort steht auch am Anfang des Satzes.]
===
[%◇] die Zuschauer – schon lange – sich freuen auf – der neue Dirigent[@shortAnswer]
[@example:Die Zuschauer freuten sich schon lange auf den neuen Dirigenten.]
===
[%1] die Dozentin – regelmäßig – sich beschäftigen mit – der begabte Student[@shortAnswer]
[_Die Dozentin beschäftigt sich regelmäßig mit dem begabten Studenten.]
===
[%2] warten auf – tatsächlich – ihr – der weltberühmte Pianist – ?[@shortAnswer]
[_Wartet ihr tatsächlich auf den weltberühmten Pianisten?]
===
[%3] der Politiker – sich ärgern über – der aufdringliche Journalist[@shortAnswer]
[_Der Politiker ärgert sich über den aufdringlichen Journalisten.]
===
[%4] der Wissenschaftler – sich interessieren für – die Westslawen[@shortAnswer]
[_Der Wissenschaftler interessiert sich für die Westslawen.]
===
[%5] die Griechin – vielleicht – sich verlieben in – der sympathische Ire[@shortAnswer]
[_Die Griechin hat sich vielleicht in den sympathischen Iren verliebt.]
===
[%6] können – man – sich verlassen auf – der neue Kollege – ?[@shortAnswer]
[_Kann man sich auf den neuen Kollegen verlassen?]
===
[%7] der Korrespondent – gern – sich erinnern an – der freundliche Türke[@shortAnswer]
[_Der Korrespondent erinnert sich gern an den freundlichen Türken.]
===
[%8] der Autofahrer – sich bedanken bei – Polizist – für – die Hilfe[@shortAnswer]
[_Der Autofahrer bedankt sich bei dem Polizisten für die Hilfe.]
===
[%9] Herr Müller – sich entschuldigen bei – sein Nachbar[@shortAnswer]
[_Herr Müller entschuldigt sich bei seinem Nachbarn.]
===



[.chapter]
[###Kausal- und Konsekutivangaben]
[@grammar:Kausal- und Konsekutivangaben]




[.article:bitmark--]
**Verbalform**

Gründe: Kausalangaben
Ich würde gern nach Italien auswandern, **weil** das Essen dort so gut __schmeckt__. **➔ Subjunktion**
➔ __Weil__ leitet einen Nebensatz ein, der einen Grund angibt. Das finite Verb steht an letzter Stelle. 

Ich würde gern nach Italien auswandern, **denn** das Essen __schmeckt__ dort so gut.
**➔Konjunktion**
➔ Der Hauptsatz nach __denn__ nennt einen Grund. Das finite Verb steht an zweiter Stelle nach __denn.__

Das Essen schmeckt in Italien so gut, **deshalb/deswegen/darum/demzufolge** __würde__ ich gern nach Italien auswandern. 
Das Essen schmeckt in Italien so gut, ich __würde__ **deshalb/deswegen/darum/demzufolge** gern nach Italien auswandern.
**➔Konjunktionaladverb**

➔ Nach __deshalb/darum__ ... folgt ein Hauptsatz: Das finite Verb steht direkt nach __deshalb/darum. 
Deshalb/darum__ ... sind Adverbien, sie können vor oder hinter dem finiten Verb stehen.
➔ Die Adverbien verweisen auf den Grund, der im ersten Hauptsatz angegeben wird.


Erwartete Folgen: Konsekutivangaben
Das Essen schmeckt in Italien **so** gut, **dass** ich gern nach Italien auswandern __würde.__
**➔Subjunktion**
➔Nebensätze mit __so ... dass__ geben die Folge der Handlung des Hauptsatzes an. Das finite Verb steht an letzter Stelle.




**Nominalform**

Gründe
Der Wettkampf musste **wegen** schlechten Wetters unterbrochen werden. 
**➔Präposition mit dem Genitiv**

**Aus** Angst schwieg er.
➔ Präposition mit dem Dativ: Aus steht bei bewussten, beabsichtigten Handlungen.

Sie sprang vor Freude in die Luft.
➔ Präposition mit dem Dativ: __Vor__ steht bei eher unbewussten körperlichen Reaktionen.
__Wegen, aus__ und __vor__ leiten keinen Satz ein. Sie sind Präpositionen und stehen direkt vor einem Nomen bzw. einer Nomengruppe. __Wegen__ wird hauptsächlich in der Schriftsprache verwendet.

Folgen
**Infolge** schlechten Wetters musste der Wettkampf unterbrochen werden. 
➔ Präposition mit dem Genitiv




[.interview:bitmark--]
[%C6]
[!Erfinden Sie Gründe. Bilden Sie abwechselnd Sätze mit __weil__ und __denn__.]
===
Herr Proll ist sehr traurig.[@shortAnswer]
[@example: Herr Proll ist sehr traurig, **weil** sein Hund gestorben ist.
Herr Proll ist sehr traurig, **denn** sein Hund ist gestorben.]
===
[%1] Marie kam zu spät zum Unterricht.[@shortAnswer]
===
[@shortAnswer]
===
[@shortAnswer]
===
[%2] Josef hat seine Hausaufgaben nicht gemacht.[@shortAnswer]
===
[@shortAnswer]
===
[@shortAnswer]
===
[%3] Willi ist beim Wettkampf als Letzter durchs Ziel gelaufen.[@shortAnswer]
===
[@shortAnswer]
===
[@shortAnswer]
===
[%4] Georgs Sachen sind sehr schmutzig.[@shortAnswer]
===
[@shortAnswer]
===
[@shortAnswer]
===
[%5] Frau Weiß ist überglücklich.[@shortAnswer]
===
[@shortAnswer]
===
[@shortAnswer]
===
[%6] Fritz hatte mit seinem Kleinwagen einen Unfall.[@shortAnswer]
===
[@shortAnswer]
===
[@shortAnswer]
===
[%7] Familie Müller kann dieses Jahr nicht in den Urlaub fahren.[@shortAnswer]
===
[@shortAnswer]
===
[@shortAnswer]
===

[?(Beispielsätze) 1. Marie kam zu spät zum Unterricht, denn sie hat mal wieder verschlafen. 2. Josef hat seine Hausaufgaben nicht gemacht, weil er eine schwere Erkältung hatte. 3. Willi ist beim Wettkampf als Letzter durchs Ziel gelaufen, denn er hat sich beim Start den Fuß verstaucht. 4. Georgs Sachen sind sehr schmutzig, weil er keine Waschmaschine hat. 5. Frau Weiß ist überglücklich, denn sie hat sich gestern verliebt. 6. Fritz hatte mit seinem Klein- wagen einen Unfall, weil er zu schnell gefahren ist. 7. Familie Müller kann dieses Jahr nicht in den Urlaub fahren, weil das ganze Geld für einen neuen Fernseher ausgegeben wurde.]



[.interview:bitmark--]
[%C7]
[!Was passiert danach? Lesen Sie die Gründe und nennen Sie mögliche Reaktionen. Lassen Sie Ihrer Fantasie freien Lauf. Verwenden Sie verschiedene grammatische Möglichkeiten].
===
[%◇] Susi war eifersüchtig.[@shortAnswer]
[@example: **Deshalb/Deswegen/Darum** durchsuchte sie Martins Kleiderschrank.
Susi war so eifersüchtig, **dass** sie Martins Kleiderschrank durchsuchte.]
===
[%1] Paul war betrunken.[@shortAnswer]
===
[@shortAnswer]
===
[@shortAnswer]
===
[%2] Marie war wütend.[@shortAnswer]
===
[@shortAnswer]
===
[@shortAnswer]
===
[%3] Christian kam wie immer zu spät zur Arbeit.[@shortAnswer]
===
[@shortAnswer]
===
[@shortAnswer]
===
[%4] Steffi gab mehr Geld aus, als sie hatte.[@shortAnswer]
===
[@shortAnswer]
===
[@shortAnswer]
===
[%5] Fritz verpasste den Zug.[@shortAnswer]
===
[@shortAnswer]
===
[@shortAnswer]
===
[%6] Karin hat Angst vorm Fliegen.[@shortAnswer]
===
[@shortAnswer]
===
[@shortAnswer]
===
[%7] Marianne arbeitet zu viel.[@shortAnswer]
===
[@shortAnswer]
===
[@shortAnswer]
===
[%8] Otto wurde von Petra verlassen.[@shortAnswer]
===
[@shortAnswer]
===
[@shortAnswer]
===
[%9] Christine liest ausschließlich Krimis.[@shortAnswer]
===
[@shortAnswer]
===
[@shortAnswer]
===
[%10] Annemarie isst sehr gern Schokolade.[@shortAnswer]
===
[@shortAnswer]
===
[@shortAnswer]
===
[%11] Anton trainierte täglich sechs Stunden.[@shortAnswer]
===
[@shortAnswer]
===
[@shortAnswer]
===
[%12] Franz machte in seiner Schulzeit nie Hausaufgaben.[@shortAnswer]
===
[@shortAnswer]
===
[@shortAnswer]
===
[%13] Marta nahm keinen Regenschirm mit.[@shortAnswer]
===
[@shortAnswer]
===
[@shortAnswer]
===

[?(Beispielsätze) 1. Paul war so betrunken, dass er nicht mehr laufen konnte. 2. Marie war so wütend, dass sie beim Rausgehen die Tür hinter sich zuschlug. 3. Christian kam wie immer zu spät zur Arbeit, deshalb bekam er vom Chef heute eine Abmahnung. 4. Steffi gab mehr Geld aus als sie hatte, deswegen ist sie jetzt pleite. 5. Fritz verpasste den Zug, darum ist er bis abends in Leipzig geblieben. 6. Karin hat Angst vorm Fliegen, demzufolge fährt sie immer mit dem Auto in den Urlaub. 7. Marianne arbeitet zu viel, deshalb ist sie immer so nervös. 8. Otto wurde von Petra verlassen, darum trinkt er im Moment etwas mehr Bier. 9. Christine liest ausschließlich Krimis, deswegen träumt sie oft von Polizisten und Mördern. 10. Annemarie isst sehr gern Schokolade, deshalb wiegt sie über 100 kg. 11. Anton trainierte täglich sechs Stunden, deswegen ist er so gut in Form. 12. Franz machte in seiner Schulzeit nie Hausaufgaben, demzufolge war sein Abitur nicht gut. 13. Marta nahm keinen Regenschirm mit, deshalb wurde sie nass.]



[.interview:bitmark--]
[%C8]
[!Verbinden Sie die beiden Sätze miteinander, indem Sie die angegebene Satzverbindung verwenden. Achten Sie besonders auf die Stellung der Verben.
]
===
[%◇]Er hat Hunger. Er kauft sich eine Currywurst.__(weil)__[@shortAnswer]
[@example: Weil er Hunger hat, kauft er sich eine Currywurst.]
[@example: Er kauft sich eine Currywurst, weil er Hunger hat.]
===
Er hat Hunger. Er kauft sich eine Currywurst.__(denn)__[@shortAnswer]
[@example: Er kauft sich eine Currywurst, denn er hat Hunger.]
===
Er hat Hunger. Er kauft sich eine Currywurst.__(deswegen)__[@shortAnswer]
[@example: Er hat Hunger, deswegen kauft er sich eine Currywurst.]
===
[%1] Er friert. Er zieht sich einen Pullover an.[!(weil)][@shortAnswer]
[_Er zieht sich einen Pullover an, weil er friert.]
===
[%2] Er war wütend. Er warf das Glas auf den Boden.[!(weil)][@shortAnswer]
[_Weil er wütend war, warf er das Glas auf den Boden.]
===
[%3] Er hat sich den Fuß verletzt. Er kann nicht mitspielen.[!(denn)][@shortAnswer]
[_Er kann nicht mitspielen, denn er hat sich den Fuß verletzt.] 
===
[%4] Sie hat Ärger mit ihrem Freund. Sie kann sich nicht auf ihre Arbeit konzentrieren.[!(darum)][@shortAnswer]
[_Sie hat Ärger mit ihrem Freund, darum kann sie sich nicht auf ihre Arbeit konzentrieren.]
===
[%5] Mein Auto ist kaputt. Ich kann dich nicht abholen.[!(weil)][@shortAnswer]
[_Ich kann dich nicht abholen, weil mein Auto kaputt ist.]
===
[%6] Ich habe starke Zahnschmerzen. Ich muss dringend zum Arzt.[!(denn)][@shortAnswer]
[_Ich muss dringend zum Arzt, denn ich habe starke Zahnschmerzen.]
===
[%7] Das Verhalten der Menschen hat sich nicht wesentlich verändert. Die Umweltprobleme sind noch groß.[!(demzufolge)][@shortAnswer]
[_Das Verhalten der Menschen hat sich nicht wesentlich verändert, demzufolge sind die Umweltprobleme noch groß.]
===
[%8] Ich muss heute länger arbeiten. Ich komme erst sehr spät nach Hause.[!(weil)][@shortAnswer]
[_Weil ich heute länger arbeiten muss, komme ich erst sehr spät nach Hause.]
===
[%9] Sie ist verliebt. Sie hat seit Tagen gute Laune.[!(so ... dass)][@shortAnswer]
[_Sie ist so verliebt, dass sie seit Tagen gute Laune hat.]
===
[%10] Sie stand im Stau. Sie kam zur Sitzung 30 Minuten zu spät.[!(deshalb)][@shortAnswer]
[_Sie stand im Stau, deshalb kam sie zur Sitzung 30 Minuten zu spät.]
===
[%11] Viele Menschen arbeiten nachts. Sie leiden unter Schlafstörungen.[!(deswegen)][@shortAnswer]
[_Viele Menschen arbeiten nachts, deswegen leiden sie unter Schlafstörungen.]
===
[%12] Herr Schneider war nervös. Er lief die ganze Zeit im Zimmer auf und ab.[!(so ... dass)][@shortAnswer]
[_Herr Schneider war so nervös, dass er die ganze Zeit im Zimmer auf und ab lief.]
===
[%13] Die Wetterverhältnisse waren sehr schlecht. Es kam zu einer Reihe von Verkehrsunfällen.[!(deshalb)][@shortAnswer]
[_Die Wetterverhältnisse waren sehr schlecht, deshalb kam es zu einer Reihe von Verkehrsunfällen.]
===
[%14] Der Betrieb leitete seine Abwässer in den Fluss. Die Wasserqualität verschlechterte sich.[!(demzufolge)][@shortAnswer]
[_Der Betrieb leitete seine Abwässer in den Fluss, demzufolge verschlechterte sich die Wasserqualität.]
===
[%15] Das Schiff havarierte. Das Öl floss ins Meer.[!(darum)][@shortAnswer]
[_Das Schiff havarierte, darum floss das Öl ins Meer.]
===
[%16] Das Öl verklebte das Gefieder. Es starben viele Vögel.[!(deswegen)][@shortAnswer]
[_Das Öl verklebte das Gefieder, deswegen starben viele Vögel.]
===
[%17] Viele junge Menschen sind in ihrem Heimatland arbeitslos. Sie gehen ins Ausland.[!(weil)][@shortAnswer]
[_Weil viele junge Menschen in ihrem Heimatland arbeitslos sind, gehen sie ins Ausland.]
===
[%18] Dort finden vor allem Fachkräfte schnell eine Anstellung. In einigen Bereichen fehlt es an ausgebildetem Personal.[!(denn)][@shortAnswer]
[_Dort finden vor allem Fachkräfte schnell eine Anstellung, denn in einigen Bereichen fehlt es an ausgebildetem Personal.]
===





[.chapter]
[###Verben mit präpositionalem Kasus]
[@grammar:Verben mit präpositionalem Kasus]



[.article:bitmark--]
Ich warte __auf meine Schwester.__
Ich denke __an meinen Freund.__
__Im Deutschen gibt es eine Reihe von Verben, die mit einer festen Präposition ge- braucht werden. Zu empfehlen ist, dass man das Verb, die Präposition und den Kasus des nachfolgenden Objekts gleich zusammen lernt.__

1. **Aussagen und Fragen**
||add tables||



[.cloze-and-multiple-choice-text]
[%C9]
[!Ordnen Sie den Verbgruppen die richtige Präposition mit dem richtigen Kasus zu.]

1. [-bei + Dativ][-auf + Dativ][+an + Dativ][-auf + Akkusativ][-an + Akkusativ][-gegen + Akkusativ][-vor + Dativ][-in + Dativ][-nach + Dativ][-in + Akkusativ][-für + Akkusativ][-mit + Dativ][-von + Dativ][-zu + Dativ][-über + Akkusativ][-um + Akkusativ][@example]
arbeiten 
erkranken 
hängen 
teilnehmen

2. [-bei + Dativ][-auf + Dativ][-an + Dativ][-auf + Akkusativ][+an + Akkusativ][-gegen + Akkusativ][-vor + Dativ][-in + Dativ][-nach + Dativ][-in + Akkusativ][-für + Akkusativ][-mit + Dativ][-von + Dativ][-zu + Dativ][-über + Akkusativ][-um + Akkusativ]
glauben 
denken
sich gewöhnen 
sich erinnern

3. [-bei + Dativ][+auf + Dativ][-an + Dativ][-auf + Akkusativ][-an + Akkusativ][-gegen + Akkusativ][-vor + Dativ][-in + Dativ][-nach + Dativ][-in + Akkusativ][-für + Akkusativ][-mit + Dativ][-von + Dativ][-zu + Dativ][-über + Akkusativ][-um + Akkusativ]
beruhen 
basieren 
bestehen 
beharren

4. [-bei + Dativ][-auf + Dativ][-an + Dativ][+auf + Akkusativ][-an + Akkusativ][-gegen + Akkusativ][-vor + Dativ][-in + Dativ][-nach + Dativ][-in + Akkusativ][-für + Akkusativ][-mit + Dativ][-von + Dativ][-zu + Dativ][-über + Akkusativ][-um + Akkusativ]
warten
sich verlassen 
sich freuen 
verzichten

5. [+bei + Dativ][-auf + Dativ][-an + Dativ][-auf + Akkusativ][-an + Akkusativ][-gegen + Akkusativ][-vor + Dativ][-in + Dativ][-nach + Dativ][-in + Akkusativ][-für + Akkusativ][-mit + Dativ][-von + Dativ][-zu + Dativ][-über + Akkusativ][-um + Akkusativ]
sich bedanken 
bleiben
sich beschweren 
sich entschuldigen

6. [-bei + Dativ][-auf + Dativ][-an + Dativ][-auf + Akkusativ][-an + Akkusativ][-gegen + Akkusativ][-vor + Dativ][-in + Dativ][-nach + Dativ][-in + Akkusativ][+für + Akkusativ][-mit + Dativ][-von + Dativ][-zu + Dativ][-über + Akkusativ][-um + Akkusativ]
sich bedanken 
sich interessieren 
sorgen
sprechen

7. [-bei + Dativ][-auf + Dativ][-an + Dativ][-auf + Akkusativ][-an + Akkusativ][+gegen + Akkusativ][-vor + Dativ][-in + Dativ][-nach + Dativ][-in + Akkusativ][-für + Akkusativ][-mit + Dativ][-von + Dativ][-zu + Dativ][-über + Akkusativ][-um + Akkusativ]
sich wehren 
protestieren 
stimmen 
verstoßen

8. [-bei + Dativ][-auf + Dativ][-an + Dativ][-auf + Akkusativ][-an + Akkusativ][-gegen + Akkusativ][-vor + Dativ][+in + Dativ][-nach + Dativ][-in + Akkusativ][-für + Akkusativ][-mit + Dativ][-von + Dativ][-zu + Dativ][-über + Akkusativ][-um + Akkusativ]
sich irren
sich täuschen 
sich üben 
unterrichten

9. [-bei + Dativ][-auf + Dativ][-an + Dativ][-auf + Akkusativ][-an + Akkusativ][-gegen + Akkusativ][-vor + Dativ][-in + Dativ][-nach + Dativ][+in + Akkusativ][-für + Akkusativ][-mit + Dativ][-von + Dativ][-zu + Dativ][-über + Akkusativ][-um + Akkusativ]
sich verlieben 
teilen 
geraten 
einwilligen

10. [-bei + Dativ][-auf + Dativ][-an + Dativ][-auf + Akkusativ][-an + Akkusativ][-gegen + Akkusativ][-vor + Dativ][-in + Dativ][-nach + Dativ][-in + Akkusativ][-für + Akkusativ][+mit + Dativ][-von + Dativ][-zu + Dativ][-über + Akkusativ][-um + Akkusativ]
anfangen
sich beschäftigen 
rechnen
sich begnügen

11. [-bei + Dativ][-auf + Dativ][-an + Dativ][-auf + Akkusativ][-an + Akkusativ][-gegen + Akkusativ][-vor + Dativ][-in + Dativ][+nach + Dativ][-in + Akkusativ][-für + Akkusativ][-mit + Dativ][-von + Dativ][-zu + Dativ][-über + Akkusativ][-um + Akkusativ]
fragen 
riechen 
schmecken 
sich sehnen

12. [-bei + Dativ][-auf + Dativ][-an + Dativ][-auf + Akkusativ][-an + Akkusativ][-gegen + Akkusativ][-vor + Dativ][-in + Dativ][-nach + Dativ][-in + Akkusativ][-für + Akkusativ][-mit + Dativ][-von + Dativ][-zu + Dativ][-über + Akkusativ][+um + Akkusativ]
sich bemühen 
beneiden
sich handeln 
bitten

13. [-bei + Dativ][-auf + Dativ][-an + Dativ][-auf + Akkusativ][-an + Akkusativ][-gegen + Akkusativ][-vor + Dativ][-in + Dativ][-nach + Dativ][-in + Akkusativ][-für + Akkusativ][-mit + Dativ][-von + Dativ][-zu + Dativ][+über + Akkusativ][-um + Akkusativ]
sich freuen 
sich ärgern 
diskutieren 
schimpfen

14. [-bei + Dativ][-auf + Dativ][-an + Dativ][-auf + Akkusativ][-an + Akkusativ][-gegen + Akkusativ][-vor + Dativ][-in + Dativ][-nach + Dativ][-in + Akkusativ][-für + Akkusativ][-mit + Dativ][+von + Dativ][-zu + Dativ][-über + Akkusativ][-um + Akkusativ]
abhängen 
leben 
träumen 
schwärmen

15. [-bei + Dativ][-auf + Dativ][-an + Dativ][-auf + Akkusativ][-an + Akkusativ][-gegen + Akkusativ][+vor + Dativ][-in + Dativ][-nach + Dativ][-in + Akkusativ][-für + Akkusativ][-mit + Dativ][-von + Dativ][-zu + Dativ][-über + Akkusativ][-um + Akkusativ]
sich fürchten 
warnen 
schützen 
flüchten

16. [-bei + Dativ][-auf + Dativ][-an + Dativ][-auf + Akkusativ][-an + Akkusativ][-gegen + Akkusativ][-vor + Dativ][-in + Dativ][-nach + Dativ][-in + Akkusativ][-für + Akkusativ][-mit + Dativ][-von + Dativ][+zu + Dativ][-über + Akkusativ][-um + Akkusativ]
gehören
neigen
sich entschließen 
zählen



[.cloze]
[%C10-1]
[!Partnerinterview

Fragen Sie Ihren Nachbarn/Ihre Nachbarin.]
◇ Wo[_ran][@example] denken Sie/denkst du gerade?
1. Wo[_vor] fürchten Sie sich manchmal?
2. Wo[_rüber] denken Sie oft nach?
3. Wo[_rüber][_rauf] freuen Sie sich besonders?
4. Wo[_rüber] haben Sie sich letzte Woche geärgert?
5. Wo[_ran] könnten Sie sich nicht gewöhnen?
6. Gibt es etwas, wo[_vor] Sie erschrecken?
7. Wo[_mit] beschäftigen Sie sich in Ihrer Freizeit?
8. Wo[_rauf] können Sie sich immer verlassen?
9. Wo[_mit] können Sie im nächsten Jahr ganz sicher rechnen?
10. Wo[_von] träumen Sie ab und zu?
11. Wo[_rüber] schimpfen Sie manchmal?

||cloze and interview would be helpful||


[.interview]
[%C10-2]
[!Partnerinterview

Fragen Sie Ihren Nachbarn/Ihre Nachbarin und berichten Sie anschlieẞend über die Antworten. (Sie dürfen natürlich lügen.)]
===
[%◇]Woran denken Sie/denkst du gerade?[@shortAnswer]
[@example: Ich denke gerade an das Ende der Unterrichtsstunde.
Mein Nachbar/Meine Nachbarin denkt gerade an das Ende der Unterrichtsstunde.]
===
[%1] Wovor fürchten Sie sich manchmal?[@shortAnswer]
===
[%2] Worüber denken Sie oft nach?[@shortAnswer]
===
[%3] Worüber/Worauf freuen Sie sich besonders?[@shortAnswer]
===
[%4] Worüber haben Sie sich letzte Woche geärgert?[@shortAnswer]
===
[%5] Woran könnten Sie sich nicht gewöhnen?[@shortAnswer]
===
[%6] Gibt es etwas, wovor Sie erschrecken?[@shortAnswer]
===
[%7] Womit beschäftigen Sie sich in Ihrer Freizeit?[@shortAnswer]
===
[%8] Worauf können Sie sich immer verlassen?[@shortAnswer]
===
[%9] Womit können Sie im nächsten Jahr ganz sicher rechnen?[@shortAnswer]
===
[%10] Wovon träumen Sie ab und zu?[@shortAnswer]
===
[%11] Worüber schimpfen Sie manchmal?[@shortAnswer]
===



[.cloze]
[%C11]
[!Ergänzen Sie die fehlenden Präpositionen und Artikelendungen, wenn nötig.]

1. Viele ausländische Handwerksbetriebe interessieren sich auch [_für] ältere Fachkräfte aus Deutschland.

2. Der deutsche Arzt flüchtete [_vor] d[_er] Hektik und [_dem] Stress, er sehnte sich [_nach] Wärme und Ruhe.

3. Experten warnen [_vor] d[_em] schnellen Umzug ins Ausland.

4. Die Bundesagentur für Arbeit beschäftigt sich [_mit] d[_er] Vermittlung von Arbeitskräften.

5. Berufe wie Schweißer, Dachdecker und Tischler gehören [_zu] d[_en] Handwerksberufen.

6. Es brauchte seine Zeit, bis er sich [_an] d[_ie] Eigenheiten der Menschen im neuen Land gewöhnt hatte.

7. Man kann sich im Allgemeinen [_auf] d[_ie] gut ausgebildeten Facharbeiter verlassen.

8. Die Naturwissenschaftlerin kann sich [_über] ein[_en] Mangel an Arbeit nicht beklagen.

9. Wer kümmert sich [_um] d[_ie] Ausbildung der Lehrlinge?

10. Viele Griechen schwärmen [_von] d[_em] Gesundheits- und Sozialwesen in Deutschland.

11. Sie hat sich [_in] d[_en] Schweden verliebt, der an der Universität als Assistent arbeitet.

12. Interessieren Sie sich [_für] d[_ie] politische und wirtschaftliche Entwicklung in den westeuropäischen Ländern?

13. Ich ärgere mich oft [_über] Vorurteile. Darum warne ich meine Geschäftspartner [_vor] voreiligen Meinungen.

14. Sie bedauert sehr, dass sie nicht richtig [_für] d[_en] alten Vater in ihrem Heimatland sorgen kann.



[.cloze]
[%C12]
[!Ergänzen Sie die fehlenden Präpositionen, Pronominaladverbien und Endungen.]
◇ Erinnerst du dich noch an deine Schulzeit?
Oh ja, [_daran][@example] erinnere ich mich noch sehr gut.

1. Denkst du schon wieder [_an] dein[_e] Arbeit?
Nein, ich habe keine Lust, [_daran] zu denken.

2. Beruht der Vertrag [_auf] ein[_er] rechtlichen Grundlage?
Natürlich beruht er [_darauf]!

3. Hast du dich [_für] d[_ie] Blumen schon bedankt?
Nein, [_dafür] habe ich mich noch nicht bedankt.

4. Sprichst du noch einmal mit Klaus [_über] d[_as] Problem?
Wir haben bereits gestern [_darüber] gesprochen.

5. Hat sich Susanne [_über] Georgs Verhalten geärgert?
Ich glaube, sie hat sich sehr [_darüber] geärgert.

6. Nimmst du am Samstag [_an] d[_er] Exkursion teil?
Nein, [_daran] nehme ich nicht teil.

7. Hast du [_nach] d[_en] Öffnungszeiten gefragt?
Ja, ich habe [_danach] gefragt.



[.chapter]
[##Teil D]

[.chapter]
[###Rückblick]

[.article:bitmark++]
[%D1]
[!Hier finden Sie wichtigen Wortschatz des Kapitels.]
**Europa und die Deutschen**
◇ die Daten/die Wirtschaftsdaten/die Angaben der Europäer von der Geburt bis zum Tod erfassen/registrieren
◇ Die Deutschen/Die Europäer/Die Ungarn/Die Litauer/ Die Franzosen liegen im Mittelfeld/an der Spitze/unter dem Durchschnitt/unterhalb der Mitte/einsam vorn.
◇ die Dokumentation/die Statistik enthüllt/zeigt/ weist auf/verzeichnet
◇ statistisch gesehen/der Statistik zufolge/laut (der) Statistik
◇ der Durchschnittsbürger/der Durchschnittseuropäer/durchschnittlich/im Durchschnitt
◇ Selbstmord verüben/freiwillig aus dem Leben scheiden 
◇ der höchste/niedrigste/stärkste Alkoholkonsum
◇ europäische Länder/Großstädte/Kleinstädte/Sprachen/Bürger/Einwohner/Persönlichkeiten
◇ Der Komponist/Dirigent/Pianist ist über Landesgrenzen hinweg bekannt/berühmt.
◇ Er/Sie ist von Geburt Bulgare/Bulgarin.
◇ Sie wurden wegen ihres Klavierspiels verehrt/gepriesen.
◇ Unter diesem Namen ist er/sie bekannt/berühmt geworden.
◇ die Symbolfigur/der Initiator

**Abenteuer Ausland**
◇ ins europäische Ausland/in ein anderes Land/nach (Norwegen) ziehen/umziehen
◇ das Abenteuer/die Abwechslung/die Herausforderung suchen/finden
◇ nach besseren Chancen/Karrieremöglichkeiten/besser bezahlten Jobs/einer soliden Ausbildung/einer neuen Stelle Ausschau halten
◇ Deutsche Arbeitskräfte/Arbeitssuchende/Facharbeiter/Handwerker werden im Ausland geschätzt/gern genommen.
◇ Die Bundesagentur für Arbeit/Die Zeitarbeitsagentur verzeichnet hohe Vermittlungsquoten.
◇ Möglichkeiten bieten sich im Baugewerbe/im Finanz- und Bankwesen/in der Industrie/im Handwerk/im medizinischen Pflegebereich. 
◇ pendeln/der Pendelverkehr/der Pendler/die Pendlerin
◇ sich an das neue Land/an die neuen Kollegen gewöhnen
◇ sich in einer anderen Stadt/in einem anderen Land wohlfühlen
◇ sich mit seiner Familie/seinem Land/seiner Heimat verbunden fühlen
◇ an die Heimat/die Rückkehr/die Bekannten/die Verwandten denken
◇ von Deutschland/der Heimat/einem besseren Leben träumen/schwärmen
◇ sich vor dem Neuanfang/dem Ungewissen fürchten
◇ sich auf das Gefühl/die Intuition/den Verstand/andere Menschen verlassen
◇ auf die alte/vertraute/gewohnte Umgebung verzichten

**Kulturelle Unterschiede**
◇ einheimische/ausländische/zukünftige Geschäftspartner empfangen/begrüßen/willkommen heißen 
◇ das Missverständnis/das Unbehagen
◇ sich über die Gewohnheiten/die Sitten/die Gepflogenheiten/die kulturellen Eigenheiten/feste Rituale informieren/erkundigen
◇ der Start/der Auftakt/der Beginn einer Verhandlungsrunde/eines Geschäftsessens/einer geschäftlichen Begegnung/einer Geschäftsverhandlung
◇ lockeren/informellen/formellen Umgang pflegen/ schätzen/bevorzugen
◇ auf Höflichkeit Wert legen
◇ Aufforderungen nicht direkt/immer höflich formulieren
◇ sich angeregt unterhalten
◇ Geduld haben/brauchen/ist gefragt
◇ Im Vordergrund stehen Werte wie Bescheidenheit oder Kompromissbereitschaft.
◇ zum normalen Geschäftsverhalten gehören
◇ sich (nicht) auf Gesten seiner Geschäftspartner verlassen
◇ Die Hierarchien sind ausgeprägt/flach.
◇ es sich mit jemandem gründlich verderben 
◇ etwas kann für Verhandlungen tödlich sein


**Kennen Sie die Sorben?**
◇ die anerkannte/kleine/große Minderheit/Bevölkerungsgruppe
◇ Die Sorben/die Dänen/die Friesen siedelten sich an/ leben/wohnen in Deutschland.
◇ sich an Lebensbedingungen/Umstände/Gewohnheiten anpassen
◇ die Kultur eines Volkes verbieten/untersagen
◇ die Eigenständigkeit/die Selbstständigkeit/die weitere Existenz bewahren/schützen/hüten/aufrechterhalten 
◇ eigene Vereine/Organisationen/Verlage/Institutionen gründen/aufbauen/errichten
◇ die Entwicklung der Sprache und Kultur fördern/unterstützen/ausbauen
◇ eine eigene Verfassung/politische Rechte erhalten
◇ die Heimat verlassen
◇ traditionelle Feste pflegen/begehen/feiern
◇ die sorbische Geschichte/Literatur/Tracht/Hochzeit/Familie/Familienfeier/Sprache
◇ der sorbische Rundfunk/Brauch/Ort
◇ das sorbische Fest/Kostüm/Brauchtum
◇ einwandfrei/gut/ausgezeichnet/mittelmäßig Sorbisch verstehen/sprechen/schreiben
◇ zu den Naturschutzgebieten gehören
◇ eine lange Tradition im Gemüseanbau und in der Gemüsekonservierung haben
◇ Interessantes über Wohn- und Lebensweisen erfahren




[.self-assessment]
[%D2]
[!Evaluation

Überprüfen Sie sich selbst.]
===
Ich kann über einige Länder Europas und deren Einwohner sprechen und Texte zu diesem Thema verstehen. Ich kenne die europäischen Ländernamen und Nationalitätenbezeichnungen.
[•gut ]
[•nicht so gut]
===
Ich kann allgemeine Fragen nach dem Warum ausführlich beantworten und Gründe und Folgen in Haupt- oder Nebensatz deutlich angeben.
[•gut ]
[•nicht so gut]
===
Ich kann Zeitungstexte, Hörübungen mit Interviews und Informationen zum Thema Deutsche im Ausland ohne Probleme verstehen.
[•gut ]
[•nicht so gut]
===
Ich kann Erfahrungsberichte verschiedener Personen zum Thema Arbeiten im Ausland mit eigenen Worten wiedergeben.
[•gut ]
[•nicht so gut]
===
Ich kann über kulturelle Unterschiede im Berufs- und Alltagsleben diskutieren und meine persönliche Meinung darstellen und begründen.
[•gut ]
[•nicht so gut]
===
Ich kann einen Smalltalk führen und Tipps zum Smalltalk in meinem Heimatland geben.
[•gut ]
[•nicht so gut]
===
Ich kann einen persönlichen Brief über kulturelle Gewohnheiten in meinem Heimatland formulieren und Ratschläge zu Verhaltensnormen geben.
[•gut ]
[•nicht so gut]
===
Ich kann ausführlichere Texte über Minderheiten in Deutschland verstehen und mich zur Situation von Minderheiten in meinem Heimatland äußern. (fakultativ)
[•gut ]
[•nicht so gut]
===